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Mutter positiv, negatives Kind bei getrennt lebenden Vater

03.04.2022 12:49 |
Preis: 30,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,
mein Sohn ist jedes 2. Wochenende bei meinem getrennt lebenden Exmann und Vater des Jungen. Mein Sohn ist nun seit vorgestern bei seinem Vater. Heute wurde ich positiv auf Corona getestet. Der Vater hat meinen Sohn nach Bitte ebenfalls getestet. Er ist negativ. Er möchte ihn heute Abend zu mir nach Hause bringen und kann ihn aus beruflichen Gründen angeblich auch nicht bei sich behalten. Ist er dazu verpflichtet, unseren Sohn bei sich zu behalten, damit er ihn nicht einem Infektionsrisiko ausgesetzt?
Danke und viele Grüße

03.04.2022 | 14:04

Antwort

von


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52428 Jülich
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Sehr geehrte Fragestellerin,

ich wünsche Ihnen zunächst schnelle Genesung.

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Mir ist leider nicht bekannt, ob es zwischen Ihnen und dem Kindesvater eine umfassende Vereinbarung oder gar eine gerichtliche Vereinbarung gibt, die das Umgangsrecht umfassend ausgestaltet.

Wenn dem nicht so ist, so richtet sich die Beantwortung Ihrer Frage nach § 1684 BGB und der hierzu ergangenen Rechtsprechung. Es bedarf zunächst keiner näheren Darlegung, dass der Kindesvater in seiner Verantwortung als Vater gehalten ist, das Kind noch bei sich zu behalten und zu betreuen, solange kein Infektionsgefahr mehr aufgrund Ihrer Genesung besteht.

§ 1684 BGB statuiert leider nur ein Umgangsrecht des Vater, aber keine Umgangspflicht, so dass man über das ausgeübte Umgangsrecht den Vater leider nicht zwingen kann, solange auf das Kind aufzupassen, bis Sie wieder genesen sind.

Auch wenn die Regelungen über das Umgangsrecht nicht weiter helfen, so gibt es -unterstellt Sie und der Kindesvater haben beide das gemeinsame Sorgerecht- indessen auch für den Vater die Pflicht im Rahmen der Personensorge das optimale für sein Kind zu machen, wozu auch gehört, das Kind nicht zur Mutter zu geben, wenn diese krank ist. Dies ergibt sich aus den §§ 1631, 1632 BGB.

Problematisch ist hier aber, dass Sie diese Pflicht des Vaters nicht adhoc durchsetzen können, sondern allenfalls über das Jugendamt oder notfalls am Montag über das Familiengericht versuchen könnten, "Druck" auf den Vater auszuüben. Dies hindert den Kindesvater natürlich nicht, Ihnen heute das Kind wieder vorbeizubringen und HIlfe des Jugendamtes oder des Gerichtes wird in der Regel auch nicht so zeitnah zu erhalten sein.

Ratsam wäre es daher, Ihr gemeinsames Kind ggf. bei vertrauenswürdigen Dritten unterzubringen, wenn der Vater nicht erkennt oder erkennen will, dass er hier in der Pflicht ist.

Ich bedauere, Ihnen hier keine günstigere Antwort geben zu können. Auch wenn ich hier eine Pflicht des Vaters sehe, sich während Ihrer Erkrankung um das Kind zu kümmern, ist diese Pflicht effektiv und zeitnah nicht durchsetzbar, jedenfalls nicht, bis Sie wieder genesen sind.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Klein


Rechtsanwalt Thomas Klein
Fachanwalt für Familienrecht, Fachanwalt für Verkehrsrecht, Fachanwalt für Steuerrecht

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