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Musterbrief Nachforderung Gehaltszahlungen


09.07.2005 19:40 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Mein Arbeitgeber ist seit ca. 3 Monaten mit seinen Gehaltzahlungen im Rückstand.
Jetzt habe ich vor mich von ihm auf grund dessen Kündigen zu lassen.
Da ich momentan nicht vor habe ihn zu verklagen sonder mich gütlich mit ihm zu einigen möchte ich ihm eine ratenzahlung vorschlagen.
Diese sollte die ausstehenden Gehälter und Überstunden beinhalten und auf eine einwandfreie,schriftliche Rechtsform hinauslaufen,damit es bei späteren Komplikationen [event.Rechtsstreit] keine bösen Überraschungen gibt.Hierfür hätte ich gerne einen Musterbrief !

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Guten Abend,

sinnvoll ist es in einer kurzen Vereinbarung, daß Ihr Arbeitgeber eindeutig den geschuldeten Betrag anerkennt. Dies hat den Vorteil, daß es in einem etwaigen später notwendigen Rechtsstreit keinen Streit mehr um die Summe gibt. Dies ist insbesondere erforderlich bei den Überstunden, daß diese in der Praxis regelmäßig schwer nachzuweisen sind.

Ich möchte auch noch hinweisen auf die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes, derzufolge Sie selbst berechtigt sind, bei derartigen Lohnrückständen außerordentlich zu kündigen und dann insbesondere als Schadensersatz eine Abfindung geltend zu machen. Voraussetzung ist hierfür lediglich, daß Sie Ihren Arbeitgeber aufgefordert haben, Zahlung zu leisten und nicht absehbar ist, wann dieser zahlen kann.

Dies vorausgeschickt, könnte ein Musterbrief für die Nachforderung rückständiger Vergütung wie folgt lauten:

"Sehr geehrter Herr ...,

seit ... habe ich die vertraglich vereinbarte Vergütung nicht mehr erhalten. Der Rückstand beläuft sich derzeit auf X,- EUR und setzt sich wie folgt zusammen:
Vergütung Mai 2005 : X,- EUR
Vergütung Juni 2004: X- EUR
Überstundenvergütung für den Zeitraum ... X,- EUR

Ich muß nicht betonen, daß die Zahlung dieser Vergütung längst überfallig ist.

Es liegt nicht in meinem Interesse, die Angelegenheit gerichtlich zu klären, weshalb ich Ihnen die Gelegenheit geben möchte, die Zahlungen ratenweise zu erbringen. Ich füge deshalb als Anlage den Entwurf einer Vereinbarung mit der Bitte bei, diese zu unterzeichnen und mir zurückzugeben.

An das darin zu sehende Angebot fühle ich mich bis zum
(sieben Tage) gebunden.

Mit freundlichen Grüßen
pp"

Das Ratenzahlungsangebot kann dann auf einem gesonderten Blatt wie folgt lauten:

"
1. Die Fa. X (im folgenden: Arbeitgeber) anerkennt, Herrn Y (im folgenden: Arbeitnehmer) einen Betrag in Höhe von X,- EUR zu schulden.

Dieser Betrag setzt sich wie folgt zusammen:
Vergütung : etc.

2.
Der Arbeitgeber verpflichtet sich, diese Summe nebst einem Zinssatz von 5 % über dem Basiszinssatz seit dem (Datum der Vereinbarung) in monatlichen Raten zurückzuzahlen.

Die monatlichen Raten belaufen sich auf 500,- EUR und sind jeweils fällig zum 01. eines jeden Monats, beginnend mit dem auf diese Vereinbarung folgenden Monat.

Wenn der Arbeitgeber mit einer Rate mehr als zehn Tage in Rückstand gerät, entfällt diese Ratenzahlungsvergünstigung. Der gesamte Betrag ist dann auf einmal fällig.

Die Pflicht zur pünktlichen Vergütungszahlung der laufenden Vergütung ist hiervon nicht berührt.

3.
Der Arbeitgeber erklärt bereits jetzt hinsichtlich der rückständigen Beträge den Verzicht auf etwaige vertragliche oder tarifliche Ausschlußfristen.


Soundso, den.....

(Unterschriften)"

Mit dieser Vereinbarung sind Sie dann erstmal auf der sicheren Seite. Hält Ihr Arbeitgeber die Ratenzahlungen nicht ein, bleibt Ihnen aber nur der Weg zum Arbeitsgericht.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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