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Muss ich zur Arbeit, wenn mein Mann zur Risikogruppe gehört #corona #mtra

| 29.03.2020 16:24 |
Preis: 25,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Doreen Prochnow


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin eine MTRA in einer regulären radiologischen Praxis:

Mein Mann (40 J) hat hatte bereits 2 schwere Lungenentzündungen und gehört somit zur Risikogruppe. Ich habe sehr große Angst, dass ich ihn anstecke, wenn ich zur Arbeit gehe.

Ich arbeite als Medizinisch-technische Radiologieassistentin im Festangestelltenverhältnis.

Meine Frage: Gibt es eine rechtssichere Grundlage, die mir erlaubt, nicht arbeiten zu gehen?

Vielen Dank.
K.S.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Auch wenn ich Ihre Sorgen verstehen kann, habe ich leider keine guten Nachrichten für Sie.

Trotzdem Ihr Mann zur Risikogruppe gehört können Sie der arbeit leider nicht aus angst vor Ansteckung fernbleiben, sondern Sie müssen Ihre arbeitsvertragliczhen Pflichten erfüllen. Die Ansteckungsgefahr gehört, selbst bei Pandemie, zum allgemeinen Lebensrisiko und berechtigt daher nicht zur einseitigen Vertragseinstellung (es sei denn es gibt hierfür eine ausdrückliche Verordnung, wie z.B. bei Mieten und Verbraucherdarlehen).

Der Arbeit dürfen Sie also aus Angst vor Ansteckung nicht fernbleiben, es sei denn sie sind arbeitsunfähig erkrankt. Neben der Arbeitsunfähiglkeit , kann auch versucht werden Urlaub zu nehmen. In beiden Fällen würden Sie immerhin den Vergütungsanspruch behalten. Allerdings glaube ich nicht, dass gerade zur Zeit in medizinischen Bereichen Urlaub gewährt wird.

Eventuell ist Ihr Arbeitgeber bereit, sie (bezahlt oder unbezahlt) freizustellen, wenn Sie ihm das Ansteckungsrisiko erklären. Aber hierbei sind sie auf eine einvernehmliche Regelung mit dem Arbeitgeber angewiesen, sie haben also keinen einseitigen Anspruch hierauf. Eine entsprechende Vereinbarung sollte zwingend schriftlich geschlossen werden.

Bleiben Sie ohne Arbeitsunfähigkeit, Urlaub oder Freistellungsvereinbarung der arbeit fern, kann Ihr Arbeitgeber Sie abmahnen und in letzter Konsequenz kündigen.

Fazit: Die Angst vor Ansteckung genügt als Grund , nicht zur arbeit zu Erscheinen nicht, auch nicht wenn Risikopatienten mit im Haushalt leben. Es gelten hier nach wie vor die normalen arbeitsrechtlichen Regeln, der Arbeit darf also nur bei Krankheit oder Urlaub ferngeblieben werden.

Als einzige Möglichkeit bliebe, eine einvernehmliche Vereinbarung einer Freistellung, wobei diese oft unbezahlt sein wird, mit dem Arbeitgeber.

Es tut mir leid , dass ich keine angenehmeren Nachrichten für Sie habe.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Doreen Prochnow
(Rechtsanwältin)

Bewertung des Fragestellers 30.03.2020 | 09:35

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