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Muss ich zu der Vorladung erscheinen, was passiert, wenn nicht, brauche ich einen Anwalt?

02.07.2008 09:36 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

innerhalb von 3 Wochen wurde ich 2x beim Ladendiebstahl erwischt. Einmal waren es Kinderschuhe (38 €) einmal Brötchen (ca. 10 €). Die Taten habe ich zugegeben, aber noch kein Bescheid bekommen bzgl. Strafe.

Jetzt habe ich gestern eine Vorladung von der Polizei bekommen, angeblich Ladendiebstahl von sonstigen Gegenständen in einer Boutique. Bin mir aber gar keiner Schuld bewußt. An den Tatzeiten war ich im Laden, war verkaufsoffener Sonntag. Die Taten sollen am 30.3. bzw. 15.5. gewesen sein. Nun zu meinen Fragen:

Muss ich zu der Vorladung erscheinen? Was passiert, wenn nicht?Brauche ich einen Anwalt?

Da, wie gesagt 2 Straftaten laufen, befürchte ich, dass mir nicht geglaubt wird, dass ich da nichts mitgenommen habe.

Bitte antworten Sie mir schnell, der Termin der Vorladung ist am 14.07.

Vielen Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

I. Sie müssen auf die Vorladung der Polizei nicht reagieren. Sie müssen bei der Polizei insbesondere auch nicht zur Vernehmung erscheinen.
Wenn Sie nicht erscheinen, wird die Polizei dies in der Akte notieren und die Akte sodann an die Staatsanwaltschaft weiterleiten, die dann auf der Grundlage des Akteninhalts entscheidet. In Fällen wie dem Ihrigen kann dann u.U. Anklage erhoben oder aber Strafbefehl erlassen werden. Im günstigsten Fall kann das Verfahren auch ohne Ihr Zutun eingestellt werden.

II. Einen Anwalt brauchen Sie nicht beiziehen, obwohl dies empfehlenswert ist, da nur dieser umfassend Akteneinsicht erhalten und etwa danach eine Einlassungsschrift verfassen kann, die den Weg zu einer Einstellung des Verfahrens ebnet.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

--
Mit freundlichen Grüßen
St. Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt
--------------
Bleichstraße 1
33607 Bielefeld
Tel. 0521 / 16 35 30
Fax: 0521 / 16 41 48 6
Zweigstelle Düsseldorf
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E-Mail: schmidt@kanzlei-sas.de
WWW: http://www.kanzlei-sas.de

Nachfrage vom Fragesteller 02.07.2008 | 21:11

Sehr geehrter Herr Schmidt,
vielen Dank für die schnelle Antwort.

Wie kann es überhaupt zu einer Vorladung kommen, bekommt man die auch durch Vermutung, weil man an diesem Tag in dem Laden war oder muß derjenige, der einen anzeigt, eindeutige Beweise haben?

Die Strafzeit liegt ja mittlerweile schon fast 3 Monate zurück, wie ist das möglich?

Sie schreiben, dass ich nicht zur Vorladung gehen muß, das die Akte dann weiter zur Staatsanwalt geleitet wird. Wird sie das nicht sowieso, egal ob ich hingehe oder nicht? Was direkt raten Sie mir denn? Wenn ich zur Polizei gehe, sagen die mir dann, was mir genau zur Last gelegt wird?

Vielen Dank im voraus noch mal für diese Fragen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.07.2008 | 10:01

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

I. Zu einer Vorladung kommt ist es gekommen, da Sie eines Diebstahls beschuldigt werden. Wie es zu einer Anzeige gegen Sie in diesem Zusammenhang gekommen ist, kann ich mangels weiterer Sachverhaltskenntnis nicht sagen. „Eindeutige Beweise“ muss es bei einer Anzeige nicht geben; es reicht ein „Anfangsverdacht“.

II. Dass Sie erst drei Monate nach dem Vorfall eine Vorladung erhalten, ist nichts Ungewöhnliches.

III. Die Akte wird in jedem Fall zur Staatsanwaltschaft weitergeleitet, egal, ob Sie hingehen oder nicht. Wenn Sie nichts zur Sache sagen (bzw. sich durch einen Verteidiger einlassen), wird die Staatsanwaltschaft ohne weitere „Anhörung“ Ihrerseits entscheiden.
Wenn an dem Vorfall nichts dran sein kann, dann können Sie sich bei der Polizei einlassen, wenngleich dies natürlich immer mit einem gewissen Risiko verbunden ist; die Polizei wird Sie bei der Vernehmung natürlich mit dem Tatvorwurf konfrontieren.
Mein Rat ist jedoch, sich selbst nicht zur Sache einzulassen, sondern einen Verteidiger mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen zu beauftragen, der nach erfolgter Akteneinsicht ggf. eine Stellungnahme abgibt.

--
Mit freundlichen Grüßen
St. Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt
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