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Muss ich wirklich für eine Information mehrere Finanzämter anfragen?

01.08.2010 10:53 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Hallo,

ich war 2007 in einer Firma beschäftigt, die im Bereich des Finanzamts A liegt. Gewohnt habe ich 40 Km weiter im Bereich des Finanzamts B. Ende 2008 bin ich umgezogen in den Bereich von Finanzamt C.

Die Steuererklärung hatte ich Anfang 2008 beim Finanzamt B gemacht, da dies an meinem Wohnsitz zuständig war. Letztes Jahr hat das Finanzamt A bei meinem Arbeitgeber eine Prüfung durchgeführt. Daher hat das Finanzamt C, in dessen Bereich ich heute wohne, mir eine Nachforderung präsentiert.

Auf meine Nachfrage, woher diese Forderung kommt, wurde mir entgegnet: "sie basiere auf einer Betriebsprüfung des Finanzamt A bei meinem Arbeitgeber".

Ich wollte es genauer wissen, d.h. wofür fallen die zusätzlichen Steuern an. Daraufhin hin teilte mir mein Finanzamt (C) mit, ich solle beim Finanzamt A nachfragen.

Es widerspricht meinem Rechtsempfinden, dass das Finanzamt mir mitteilt, ich müsse Steuern nachzahlen, aber nicht wofür. Dies solle ich doch bitte schön selbst rausfinden, in dem ich mich an ein anderes Finanzamt wende, dass 300 Kilometer entfernt in einem anderen Bundesland liegt.

Hat das Finanzamt recht? Muss ich mir das gefallen lassen? Oder habe ich einen Anspruch darauf, dass das Finanzamt, das den Steuerbescheid ändert, mir auch mitteilt, weswegen sie dies tun?

Vielen Dank im Voraus!

Viele Grüße

hama0016

01.08.2010 | 12:33

Antwort

von


(30)
Am Winterhafen 3a
28217 Bremen
Tel: +49 421 4089 80 0
Web: http://www.mwd-beratung.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

ein Zuständigkeitswechsel erfolgt nach § 26 AO: Zuständigkeitswechsel :

§ 26 Zuständigkeitswechsel
1Geht die örtliche Zuständigkeit durch eine Veränderung der sie begründenden Umstände von einer Finanzbehörde auf eine andere Finanzbehörde über, so tritt der Wechsel der Zuständigkeit in dem Zeitpunkt ein, in dem eine der beiden Finanzbehörden hiervon erfährt. 2Die bisher zuständige Finanzbehörde kann ein Verwaltungsverfahren fortführen, wenn dies unter Wahrung der Interessen der Beteiligten der einfachen und zweckmäßigen Durchführung des Verfahrens dient und die nunmehr zuständige Finanzbehörde zustimmt. 3Ein Zuständigkeitswechsel nach Satz 1 tritt so lange nicht ein, wie
1.über einen Insolvenzantrag noch nicht entschieden wurde,
2.ein eröffnetes Insolvenzverfahren noch nicht aufgehoben wurde oder
3. sich eine Personengesellschaft oder eine juristische Person in Liquidation befindet.

Der Zuständigkeitswechsel bedeutet auch, dass die Akten für den Steuerpflichtigen an das neue Finanzamt (Abk.: FA) abzugeben sind und Verwaltungsvorgänge des ehemals zuständigen FA durch das neue FA weiterbearbeitet werden.

Eine Ausnahme ist nach Satz 2 möglich, jedoch setzt dieses Vorgehen voraus, dass das ehemals zuständige Finanzamt tatsächlich bereits mit der Bearbeitung eines Verfahrens begonnen hat (Schwarz - AO-Komm § 26 Rn 6 f.).

Bitte prüfen Sie, ob solch ein Fall bei Ihnen vorliegt.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick gegeben zu haben und wünsche noch einen schönen Sonntag!


Rechtsanwalt Florian Würzburg

ANTWORT VON

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