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Muss ich nun wieder den ursprünglichen Kindesunterhalt zahlen und bin ich falls meine Tochter Aushil


24.07.2006 16:25 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Ich zahle für meine 16 jährige Tochter, die bei Ihrer Mutter lebt regeläßig Kindesunterhalt. Meine Tochter hat im letzten Jahr eine Ausbildung begonnen. Die Ausbildungsvergütung wurde gesetzmäßig auch auf den zu zahlenden Unterhalt angerechnet. Meine Tochter hat nun aufgrund mangelnden Interesses und grobem Fehlverhalten die Ausbildung gefährdet und wurde nun nach mehren Abmahnungen von Ihrem AUsbildungsbetrieb, der DB, nach dem ersten Lehrjahr gekündigt. Meine Frage : muß ich nun wieder den ursprünglichen Unterhalt zahlen und bin ich falls meine Tochter Aushilsjobs jetzt annimmt überhaupt weiter verpflichtet Unterhalt zahlen. Sie hat eindeutig laut Aussage des Ausbilders Ihre Künigung selbst provoziert.

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragensteller,

Ihre Online-Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen wie folgt beantworten:

Nachdem das Einkommen des Kindes weggefallen ist, fällt die entsprechende Anrechung weg und der Unterhaltsanspruch erhöht sich wieder. Nach Ihrer Schilderung auf den alten Umfang.

Grundsätzlich könnte bei nicht zielstrebiger Durchführung der Ausbildung an eine Verwirkung des Unterhaltsanspruchs gedacht werden. Allerdings sehe ich hier für Sie Schwierigkeiten.

Der Abbruch der Erstausbildung im Alter von 17 Jahren ist aus unterhaltsrechtlicher Sicht nicht zu bean-standen. Jedem jungen Menschen ist grundsätzlich zuzubilligen, dass er sich über seine Fähigkeiten irrt, falsche Vorstellungen über den gewählten Beruf hat oder mit der Ausbildung aus anderen Gründen nicht klar kommt. Dabei wird ein Ausbildungswechsel um so eher zu akzeptieren sein, je früher er stattfindet. (Thüringer Oberlandesgericht, Beschluss vom 10. 12. 2004 – 1 UF 122/03)

Sollte die Tochter jedoch anderweitiges eigenes Einkommen erzielen, wäre dies wiederum (i. d. R. zur Hälfte) anzurechnen – vergl. Nr. 12.2. der Düsseldorfer Tabelle.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Für evtl. Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Steininger
Rechtsanwalt

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