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Muss ich noch mehr Überstunden leisten?


04.12.2010 16:20 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Guten Tag, seit 1996 bin in einem Einzehlhandelunternehmen beschäftigt. Nach dem Erziehungsurlaub 2005 als Teilzeitkraft 20 Std. Wöchentlich. Seit letzter Woche habe ich mit meiner Bezirksleiterin Probleme.Ich schilde Mo-Do. hab jeden Tag gearbeiten 29 Std.( 9 Überstd.) weil ich den Fr. und Sa. wegen Weihnachtsfeier in der Schule (hab 2 Kinder 10 und 8 Jahre alt)und Sa. große Familenfeier hatte, wollte ich unbedingt frei haben. Einer ist krank geworden deswegen haben mich angerufen dass ich arbeiten kommen sollte, habe aber abgesagt. Die Bezirksleiterin will sich jetzt rechen und hatt mir für die nächsten Wochen 5 Überstunden (ein Tag mehrarbeit, spätschicht) eingetragen. Das war das erste Mal wo ich abgesagt habe, da es für mich die Tage sehr wichtig waren,außerdem habe ich Familie deswegen kann ich nur Teilzeit arbeiten. Meine Frage ist Wieviele Überstunden als 20 Std. Kraft darf ich in der Woche machen? Muß ich auf Abruf arbeiten ? In meinem Vertrag steht: Die Arbeitszeit ist flexibel. Die Lage und Dauer der täglichen Arbeitszeit wird im Rahmen der jeweils geltenden gesetzlichen Bestimmungen vom AG in der AZE festgelegt. Die in der AZE bestimmte Arbeitszeit wird im vorhinein festgelegt und ist genau einzuhalten. Der AG behält sich Arbeitszeitänderungen aus organisatorischen oder betr. Gründen vor; der AN ist damit einverstanden. Wieviele freie Tage in der Woche stehen mir zu? Die Bezirksleiterin hat gesagt, dass ich nur ein Tag in der Woche frei kriegen kann. Es steht aber nicht im Vertrag über solche Regelung. Sie sagte wenn ich noch Mal absage gibt Sie mir eine Kündigung. Ich arbeite dort fast 15 Jahre lang, mach ständig Überstunden,bin zuverlässig, komme wann ich kann, bis jetze hatte nie Probleme. Seitdem die neue Bezirksleiterin ist gibts nur Streß und keine Motivation mehr. Wie soll ich mich verhalten, wenn Sie mit mir darüber sprechen will? Bis jetzt hat Sie das alles nur meiner Filialleiterin erzählt.Mit mir noch kein Wort gesprochen. Welche Rechte habe ich? Kann Sie mich kündigen?

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Sehr geehrte Ratsuchende,


zunächst möchte ich Sie beruhigen; eine Kündigung kann nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung nicht wirksam ausgesprochen werden. Dieses wäre nur nach vorheriger Abmahnung und wiederholter Pflichtverletzung möglich, die aber nicht gegeben sein dürfte.

Allerdings haben Sie sich nicht ganz richtig verhalten, als Sie abgesagt haben. Auch wenn Sie frei hatten, kann der Arbeitgeber bei dringenden betrieblichen Belangen grundsätzlich Arbeitseinsatz fordern.

Insoweit sind aber die Belange aller Beteiligten abzuwägen, so dass auch zu prüfen ist, ob nicht andere Mitarbeiter hätten einspringen können. War dieses nicht der Fall, hätten Sie eigentlich arbeiten müssen.

Gleichwohl ist dieses kein Grund, Sie nun bei der Dienstplanvergabe zu benachteiligen. Hierzu sollten Sie unbedingt den Betriebsrat einschaften und auch mit der Filialleitern bei der Vergabe sprechen.


Auch dürfen nicht regelmäßig Überstunden angeordnet und gemacht werden; dieses ist zwar möglich, aber nur, denn insgesamt die Wochenstundenzahl nicht überschritten wird. Und genau davon ich hier nicht mehr auszugehen.


Sofern im Arbeitsvertrag keine freien Tage anderweitig fest vereinbart wind, haben Sie nur diesen einen Tag Anspruch.


Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt
Thomas Bohle


Nachfrage vom Fragesteller 04.12.2010 | 18:14

Vielen Dank für eine schnelle Antwort. Eine Antwort verstehe ich nicht richtig. Können Sie mir geneuer erklären wieviele Überstunden in der Woche darf ich arbeiten? Muss ich immer jetzt ja sagen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.12.2010 | 18:22

Sehr geehrte Ratsuchende,


nein, da haben wir offensichtlich aneinander vorbeigeschrieben.

Zwar dürfen betriebsbedingt auch Überstunden angeordnet werden, aber es muss immer die Gesamtwochenarbeitszeit beachtet werden.

Diese durchschnittliche Arbeitswochenzeit von 20 Stunden darf innerhalb von sechs Monaten im Mittel nicht überschritten werden. Haben Sie also schon Überstunden angesammelt, sind dafür dann Freizeitausgleiche vom Arbeitgeber zu erbringen. Der Durchschnitt von 20 Stunden darf nicht erhöht werden, berechnet auf die sechs-Monats-Frist.

Dann baruchen Sie keine Überstunden leisten.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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