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Muss ich diesen Unterhalt für das 2.Studium zahlen oder kann ich meine Unterhaltszahlungen nach dem


20.06.2007 14:35 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



Ich zahle für meine 22-jährige uneheliche Tochter Unterhalt.
Sie beendet in diesen Tagen ihr 3-jähriges Studium am Touro Colleg in Berlin (das ist eine deutsch-amerikanische Privat-Universität) mit dem Bachelor of Science in Management.
Sie will aber nun gleich anschließend an einer anderen Hochschule ein neues Studium beginnen. Und zwar ist sie an einer angesehenen Wirtschaftshochschule (ESCP-EAP) für ein Masterprogramm angenommen worden. Dieses Studium wird jeweils ein Jahr in London, Paris und Berlin absolviert, also weitere 3 Jahre. Sie beansprucht von mir für dieses 2.Studium weiterhin Unterhalt.
Muss ich diesen Unterhalt für das 2.Studium zahlen oder kann ich meine Unterhaltszahlungen nach dem Abschluss des ersten Studiums einstellen? Ich habe gehört, dass ich nur eine Ausbildung finanzieren muss.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte:

Grundsätzlich ist es richtig, dass kein weiterer Unterhaltsanspruch besteht, wenn Eltern Ihrem Kind bereits eine optimale begabungsbezogene Berufsausbildung haben zukommen lassen. Da das Kind damit dann nicht mehr außerstande ist, sich selbst zu unterhalten, müssen von den Eltern Kosten für eine zusätzliche Ausbildung nicht mehr aufgewendet werden.

Anderes würde im Fall der Zweitausbildung dann gelten, wenn ein Berufswechsel nötig ist, da der erlernte Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht ausgeübt werden kann.

Ein Anspruch auf Fortbildungsunterhalt besteht in den typischen Konstellationen von Abitur, Lehre und Studium. Selbst hier gilt dies nur, wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse der Eltern die Weiterfinanzierung auch erlauben. Für den Fall von zwei aufeinander folgenden Studiengängen ist besteht m.E. auch kein Anspruch auf Weiterzahlung des Unterhaltes.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen behilflich sein.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin
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