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Muß ich den Anwalt für meiner volljährigen Tochter zahlen - Unterhaltsgeschichte ...


16.12.2010 10:24 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Carolin Richter



Hallo,

meine volljährige Tochter erhält weiterhin von mir montatlichen Unterhalt. Nun hat Sie trotzdem ein Schreiben von einem Anwalt aufsetzen lassen, wo es um meine Einkommensprüfung ging und der Anwalt schickt MIR nun die Rechung meiner Tochter, diese zu begleichen. Meine Tochter geht noch zur Schule, hat somit als Einkommen nur den Unterhalt und die geschiedene Kindesmutter ein Einkommen von 400 Euro ... Ich kann doch jetzt nicht jedes Mal wenn meine Tochter zum Anwalt "rennt" die Kosten dafür tragen, wie soll ich das denn alles bezahlen?

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Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage unter Beachtung Ihrer Sachverhaltsangaben und Ihres Einsatzes.

Es kann unter Umständen ein Anspruch Ihrer Tochter auf Zahlung der Rechtsanwaltskosten bestehen. Der Anspruch wird als materiell-rechtlicher Kostenerstattungsanspruch bezeichnet. Voraussetzung dafür wäre in Ihrem Fall, dass Sie sich mit der Auskunft zum Einkommen in Verzug befinden haben. Die Rechtsanwaltskosten werden in diesem Fall als Verzugsschaden von Ihrer Tochter angesehen.

Es kommt daher darauf an, ob Sie von Ihrer Tochter vor dem anwaltlichen Schreiben durch Ihre Tochter selbst zur Auskunftserteilung aufgefordert wurden. Falls Sie von Tochter aufgefordert wurden und nicht geantwortet haben, hat Ihre Tochter eine Kostenerstattungsanspruch, da Sie sich in Verzug befanden. Wurden Sie aber gleich mit anwaltlichen Schreiben aufgefordert, ohne dass Ihre Tochter Sie zuvor aufforderte, brauchen Sie die Rechnung nicht zu bezahlen.

Unabhängig von oben stehendem brauchen Sie Ihrer Tochter nach § 1605 BGB nur alle zwei jahre Auskunft zu erteilen, außer es gab in kürzerer Zeit eine signifikante Steigerung Ihres Einkommens. Waren die zwei Jahre noch nicht abgelaufen seit der letzten Einkommensauskunft, hatte Ihre Tochter keinen Anspruch auf Auskunftserteilung, so dass Sie die Rechnung nicht bezahlen müssen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen Überblick verschaffen. Bitte beachten Sie, dass geringfügige Sachverhaltsabweichungen zu einer veränderten rechtlichen Beurteilung führen können. Bitte beachten Sie weiter, dass eine Onlineberatung keine Beratung vor Ort ersetzen kann.

Mit freundlichen Grüßen

C. Richter
Rechtsanwältin
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