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Muss ich das Haus verkaufen?


10.08.2007 09:15 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von



Mein Onkel geb.20.12.1920 verstorben 9.2.2005 hat mir sein Haus 07.1998 übertragen per Notar.Damaliger Wert wurde mit 200000 DM angegeben.
Daraufhin zog er mit seiner Ehefrau in ein Mietshaus.
Meine Frau und unsre 2 Kinder zogen danach in das Haus ein nachdem wir es komplett renoviert und noch angebaut hatten.(Hypothek 100000)
Nun verlangen die Kinder(2)aus zweiter Ehe,die sich nie um ihren Vater gekümmert haben,ihren Pflichtteil.
Ein Kind aus erster Ehe hat sich noch nicht gemeldet.
Das die Kinder ihren Anteil bekommen müssen ist mir klar.
Aber das die Ehefrau ihren Anteil (ein viertel) verlangt ist mir nicht klar.
Sie hat 07.1998 auf die Hälfte ihres Anteils per Notar zu meinen Gunsten verzichtet.
Ich würde ja gerne(die Kinder)bezahlen,aber da ich nicht zahlungsfähig bin ist es mir nicht möglich sie auszubezahlen (Schufa)
Kann das Haus gepfändet werden oder muss ich verkaufen oder Ähnliches?

10.08.2007 | 10:48

Antwort

von


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82234 Weßling
Tel: 08153 8875319
Web: www.anwaeltin-heussen.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

1. Bevor Sie vorschnell etwas bezahlen, sollten Sie die Situation unbedingt abklären lassen. Es ist nicht so klar, wer hier etwas bekommt.
2. Hat die Ehefrau wirksam auf ihren Erbteil an dem Haus verzichtet, kann sie jetzt keinen Anspruch mehr geltend machen. Der Erbverzicht muss notariell beglaubigt sein, es genügt nicht, dass er nur „beim Notar erklärt“ wurde.
3. Die Kinder können gegebenenfalls einen Pflichtteilsergänzungsanspruch geltend machen. Das bedeutet, dass das Haus mit dem Wert, den es zum Zeitpunkt der Schenkung hatte ( § 2325 Abs. 2 BGB), zu der Erbmasse dazu gerechnet wird und sich daraus der Ergänzungsanspruch ermittelt. Der Anspruch richtet sich zunächst gegen die Erben. Erst wenn der Erbe nicht zahlen kann oder muss, kann auf den Beschenkten – also Sie – zugegriffen werden.

Verweisen Sie die Kinder also zunächst an die Erben und suchen Sie einen Anwalt mit Schwerpunkt Erbrecht.

Rein vorsorglich weise ich darauf hin, dass im Falle der Nichtzahlung dieses Honorars eine Strafanzeige bei der Polizei wegen Eingehungsbetrugs erstattet wird, da dann davon auszugehen ist, dass Sie das Honorar nie zahlen wollten.


Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen. Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

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TEL: (089) 45 75 89 50
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Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:
Meine Auskunft umfasst die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind.
Insbesondere bezieht sich meine Auskunft nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Auch einige Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht geklärt werden. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


Nachfrage vom Fragesteller 10.08.2007 | 13:04

Zu Nummer 2:
Der Erbverzicht wurde notariell beglaubigt.
Es bestand eine Gütertrennung die aber am 07.1998 aufgehoben wurde,damit die Ehefrau wieder Anspruch auf ihren Pflichtteil erhält,den sie an mich übertragen hat.
Der Anwalt beruft sich nun darauf,dass ich nicht als Erbe eingesetzt wurde und der Erbverzicht nicht wirksam sei.Nun soll ich meine Erbeinsetzung nachweisen?
Folgende §:
§ 1363 abs1
§2350 abs 1
§2325 abs 1
§2303 abs 2 bgb i.v.m.§ 1371 abs 1
Hat sie denn noch einen Anspruch auf irgend etwas?
Aber was passiert im schlimmsten Fall,wenn ich die Kinder nicht ausbezahlen kann?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.08.2007 | 17:25

Wenn die Ehefrau wirksam auf ihr Erbrecht nach dem Ehemann verzichtet hat, hat sie keinen Anspruch mehr. Ob das der Fall ist, kann nur nach Prüfung der maßgeblichen Unterlagen verbindlich beurteilt werden.
Der gegn. RA ist der Ansicht, dass der Verzicht nur gelten soll, wenn Sie Erbe geworden ist. Allerdings handelt es sich bei § 2350 BGB um eine Auslegungsregelung, die nur dann eingreift, wenn ein Auslegungsspielraum im Erbverzicht enthalten ist. Sie sollten daher nicht kampflos aufgeben, sondern die Unterlagen entweder unserer Kanzlei oder einem Kollegen zur Prüfung der Erfolgsaussichten übergeben. Sollte doch ein Anspruch bestehen, müssen Sie schlimmstenfalls das Haus verkaufen und das Erbe auszahlen.

Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin

ANTWORT VON

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