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Muss ich Unterhalt für ein Kind zahlen, wenn die zwei anderen Kinder bei mir wohnen?


07.04.2005 14:49 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo,
es geht um den Kindesunterhalt.Ich bin geschieden habe 3 Kinder 12Jahre,14 Jahre und 17 Jahre.Zeit April 2004 leben Zwei Kinder bei mir und meiner neuen Frau die zwei Kinder mit in die Ehe brachte.Nun habe ich eine Klage wegen Kindesunterhalt für das eine Kind das bei der Mutter Lebt.
Meine Ex ist Halbtags beschäftigt.Verdienst?
Ich bezahle keinen Kindesunterhalt weil ich ja meine zwei Kinder bei mir habe und von der Ex keinen Kindesunterhalt bekomme.
Muß meine Ex mir unterhalt für die zwei Kinder zahlen wo bei mir leben oder nicht?
07.04.2005 | 15:10

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,
der von Ihnen geschilderte Sachverhalt lässt die Frage nicht mit Ja oder Nein beantworten, weil hierzu noch einige entscheidende Informationen fehlen. Dennoch hoffe ich, Ihnen mit nachfolgenden Ausführungen eine gewisse Richtung vorgeben zu können.

Gem. § 1601 BGB sind Verwandte in gerader Linie verpflichtet, einander Unterhalt zu gewähren.

Unterschieden wird zwischen dem sog. Betreuungsunterhalt und Barunterhalt. Der Betreuungsunterhalt meint die tatsächliche Versorgung des unterhaltsberechtigten Kindes mit Nahrung, Kleidung, Wohnung, Unterricht, Pflege im Krankheitsfall; unter dem Barunterhalt werden die zum Unterhalt notwendigen Geldmittel verstanden, vgl. §§ 1606 Abs. 3 S. 2, 1610, 1612 BGB. Nach dem Gesetz ist der Elternteil, der das Kind pflegt und erzieht, also tatsächlich versorgt, von seiner Barunterhaltspflicht befreit, vgl. § 1606 Abs. 3 S. 2 BGB. Damit muss grundsätzlich der nicht betreuende Elternteil allein für den Barunterhalt aufkommen.

Sie gewähren also den beiden älteren Kindern Betreuungsunterhalt, Ihre Exfrau gewährt dem jüngeren Betreuungsunterhalt. Verklagt werden Sie nun auf die Zahlung von Barunterhalt. (Gegebenefalls handelt es sich in Ihrem Fall um ein sog. vereinfachtes Verfahren mit dem die Möglichkeit besteht, schnell und kostengünstig zu einem Vollstreckungstitel zu gelangen, der weiterhin durch die Regelbetrag-Verordnung und die damit einhergehende automatische Anpassung abgeändert wird?)

Ob Sie hierzu verpflichtet sind, hängt sowohl von Ihrem eigenen Einkommen und Vermögen als auch vom Einkommen und Vermögen Ihrer Ex-Frau also auch von den jeweiligen anrechnungsfähigen Verbindlichkeiten/Selbstbehalt ab. Zudem müsste Ihre Zahlungspflicht für das jüngste Kind ggf. mit der Zahlungspflicht Ihrer Ex-Frau verrechnet werden.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass hier aufgrund Ihrer knappen Schilderung keine verbindliche Aussage getroffen werden kann. In einem Verfahren sollte aber dargestellt werden, dass Sie mit der Betreuung von zwei Kindern Ihrer Unterhaltspflicht bereits genügen. Zudem müsste sich aus der Klageschrift das Einkommen Ihrer Ex-Frau ergeben.

Ich rate Ihnen dazu, sich im Verfahren von einem Fachanwalt für Familienrecht vertreten zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen
RA Fabian Sachse


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