Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Muss ich Überstunden leisten oder darf ich die Mehrarbeit verweigern?

15.02.2008 07:54 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


09:13
Eine denke ich einfache Frage, daher erhoffe ich eine konkrete Antwort, da ich sonst nachfragen müsste.Bei meiner Beförderung zum Abteilungsleiter unterschrieb ich einen ergänzenden Arbeitsvertrag.Unter Punkt 2. heißt es dort: Mit dieser Funktion ist im Bedarfsfall Mehrarbeit im Rahmen der gesetzlichen und tariflichen Vorschriften verbunden. Nun wechselte ich gezwungenermaßen (natürlich mußte ich mich freiwillig bewerben)in den Außendienst. Meine Kollegen haben bei ihren Beförderungen vom Innen- in den Außendienst ähnliche Zusatzverträge unterschrieben...ich jedoch nicht. Mein Anstellungsvertrag regelt die Arbeitszeit als die Vereinbarung über die geltende tarifliche Regelarbeitszeit, also 38 Stunden. Gilt für mich nun, mit vollständiger Änderung der Tätigkeit dieser Zusatz immer noch oder war dieser an die Tätgkeit gebunden? Ich möchte nämlich sehr gerne mit Verweis auf die Rechtslage zu einer Regelung über meine Arbeitszeit kommen, da inzwischen 50 Wochenstunden gefordert sind (Überstunden ohne Bezahlung) und ich gerne wüßte, ob ich die Mehrarbeit verweigern darf.
15.02.2008 | 08:18

Antwort

von


(496)
Mühlgasse 2
71711 Murr
Tel: 07144-8889866
Web: http://www.anwalt-for-you.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben summarisch wie folgt beantworten:

Die durchschnittliche Arbeitszeit darf 48 Stunden ohnehin nicht überschreiten, § 3 ArbZG :

Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden.

Bei Ihrer Frage kommt es auf die Änderung des Arbeitsvertrages an:

Wurde ein neuer Arbeitsvertrag geschlossen und der alte aufgehoben, gilt die Vereinbarung des alten Vertrages wohl nicht mehr.

Kam es nur zu einer Änderung des Tätigkeitsbereiches und blieben die restlichen Bestimmungen bestehen, wird die Zusatzvereinbarung wohl weiter gelten.

Ggf. ergibt sich aus der Änderung auch ein Wegfall der Geschäftsgundlage, der die Vereinbarung dann unwirksam macht. Wenn der Zusatz sich auf die Funktion als Abteilungsleiter bezieht, spricht hier vieles dafür.

Zur abschließenden Bewertung wäre eine Prüfung von beiden Arbeitsverträgen und Zusatzvereinbarung unerlässlich.

Im Übrigen müssten tarifvertraglich Regelungen berücksichtigt werden.

Ich hoffe, Ihnen einen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Bitte beachten Sie, dass diese Beratung eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen nicht ersetzen kann. Für Rückfragen und die weitere Interessenvertretung stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

www.anwalt-for-you.de


Rechtsanwalt Stefan Steininger

Rückfrage vom Fragesteller 15.02.2008 | 08:33

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Steininger,
es ist ein Zusatz zum Arbeitsvertrag bestehend ausschließlich aus 2 Punkten:
1. Ab dem 1. Januar 2001 übernimmt der Mitarbeiter eine Funktion als Abteilungsleiter der Abteilung...
2. Mit der Funktion ist im Bedarfsfall Mehrarbeit im Rahmen der gesetzlichen und tariflichen Vorschrifte verbunden.
Somit wurde wie ich einschätze kein neuer Arbeitsvertrag geschlossen und ich bitte um die Bewertung aus Ihrer Antwort, ob der Zusatz sich auf die Funktion Abteilungsleier bezieht. Es müßte doch beantwortet werden können, zu welcher Arbeitszeit ich vertraglich verpflichtet bin. Der §3ArbZG ist mir bekannt und somit könnten 48 Stunden gefordert werden. Ich übe diese Funktion nicht mehr aus, sondern wie erwähnt kfm. Angestellter im Außendienst (ohne weiteren Vertrag).

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15.02.2008 | 09:13

Die zitierte Regelung spricht dafür, dass die Abgeltung sich ausdrücklich auf die Position des Abteilungsleiters bezieht.
Somit wären Sie zur Leistung der vertraglichen Arbeitszeit von 38 Wochenstunden verpflichtet (ob eine Verpflichtung zur Mehrarbeit im Tarifvertrag besteht, kann natürlich nicht bewertet werden).

ANTWORT VON

(496)

Mühlgasse 2
71711 Murr
Tel: 07144-8889866
Web: http://www.anwalt-for-you.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Reiserecht, Wettbewerbsrecht, Internetrecht, Zivilrecht, Insolvenzrecht, Strafrecht, Mietrecht, Medizinrecht, Baurecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 80433 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Herr Otto hat meine Frage und Nachfrage sehr schnell und vollumfänglich beantwortet, sodass ich mich jetzt imstande sehen, die rechtlichen Konsequenzen meiner Handlungsoptionen zu übersehen. Danke! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Auf alle Fragen 100%ige klare und nachvollziehbare Antworten erhalten. Es waren keinerlei Nachfragen mehr nötig! Super Leistung! Danke! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen vielen Dank! Schnelle, klare und verständliche Aussagen zu den Fragen. ...
FRAGESTELLER