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Muss er seine zweiten Frau Unterhalt zahlen?


14.02.2006 21:05 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo,
ich weiss gar nicht wo anfangen soll. Ich bin seit über einem Jahr mit meinem Freund zusammen, der zu zweiten mal verheiratet ist, aus seine erste Ehe hat er eine 11-jährige Tochter er zahlt ihr Unterhalt in Höhe von 192 Euro.
Es geht aber um seine zweite Frau, er ist mit ihr seit fünf Jahre verheiratet. Leben aber über zwei Jahren getrennt in eine Eigentumswohnung.
Die Frau ist eine 24 -jährige Russin, hat erst seit 01.02.06 ein Vollzeitjob angenommen mit 6 Euro pro Stunde Brutto, davor hat sie auf gernfg. Basis gearbeitet.
Die Eigentumswohnung gehört allerdings meinem Freund.
Mein Freund hat Steuerklasse III und seine "noch Ehefrau" Steuerklasse V.
Die Frau beteiligt sich nur mit 50 Euro an Essensgeld, sonst zahlt sie kein Cent.
Mein Freund hat sie so lange in der Wohnung leben lassen, weil er Angst hat, dass er ihr viel Unterhalt zahlen muss, da er recht gut verdient(ca. 2000 Euro Netto mit Nachtschicht Zuschüssen und Steuerklasse III, hat aber auf seinem Konto ein Dispokredit mit 2000 Euro
Das würde mich alles nicht stören, wenn nicht unsere Wochenendbeziehung wäre, er wohnt in Gütersloh und ich in Bremen, und da sie nicht möchte, dass ich zu ihm komme, weil er manchmal kein Geld hat, möchte ich, dass sie so schnell wie möglich auszieht.
Sie haben keine Kinder. Und wir haben gehört, dass die Kinderlose Familien geschiede werden könne ohne Unterhalt zu zahlen.
Sie leben in NRW
Die Frage ist
Muss er ihr Unterhalt zahlen?
Kann sie sofort ausziehen, obwohl sie z.B. kein eigen Kapital hat, für Kaution eine Mietwohnung, ob ihr das Sozialamt als Vorschuss geben kann?
Wir plannen eine gemeinsame Zukunf, ich weiss aber nicht wie es weiter gehen soll, helfen Sie mir bitte.
Kann mein Freund die Wohnung verkaufen, damit sie aus der Wohnung raus ist? Die Wohnung wurde vor fünf Jahren gekauft, aber wie gesagt mein Freund iat alleiniger Besitzer.
Mit Freundlichen Grüßen
Eingrenzung vom Fragesteller
14.02.2006 | 21:21

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese beantworte ich auf Grundlage Ihrer Sachverhaltsschilderung summarisch gerne wie folgt:

1.
Wenn Ihr Freund die nicht unbeträchtlichen Aufwendungen für die Tilgung der Verpflichtungen hinsichtlich seiner Eigentumswohnung hat, spricht in der Tat einiges dafür, dass bei einer Scheidung keine Unterhalt nach §§ 1569 ff. BGB zu gewähren ist. Dies insbesondere, weil die Noch-Ehefrau ist ja selbst berufstätig ist.

2.
Hinsichtlich der gemeinsam bewohnten Eigentumswohnung kann Ihr Freund seine Noch-Ehefrau aber nicht einfach auf die Strasse setzen. Auch die von Ihnen angedachte Unterstützung durch das Sozialamt dürfte ausscheiden.

3.
Dessen ungeachtet, steht es ihm natürlich frei, seine Eigentumswohnung zu veräußern. Allerdings dürfte dies nicht zur angestrebten kurzfristigen Lösung der von Ihnen beschriebenen Probleme führen.

Insgesamt kann ich Ihnen nur anraten, auf Ihren Freund hinsichtlich einer baldigen Scheidung einzuwirken. Mit Ihrem Sachverhaltsbericht (getrennt Leben seit 2 Jahren, wenn auch gleiche Adresse), dürften deren Voraussetzungen schon jetzt vorliegen.

Für eine Frage zum Verständnis der Antwort stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen!


Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf

Nachfrage vom Fragesteller 14.02.2006 | 22:16

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Da habe ich noch ein Paar Fragen.
Ist mein Freund verpflichtet eine Unterhlat zu zahlen nach der Scheidung, falls seine Frau nach der Scheidung arbeitlos wird?

Kann man auch rechtens vorgehen, falls die Frau weiterhin sich weigert mich in die Wohnung zu lassen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.02.2006 | 22:25

Sehr geehrte Frau H.,

danke für Ihre Nachfrage. Diese möchte ich wie folgt beantworten:

zu 1) Dies ist nicht in Gänze auszuschliessen, die Voraussetzungen sind nach § 1573 IV BGB aber eher restriktiv.

zu 2) Sie schrieben: „Kann man auch rechtens vorgehen, falls die Frau weiterhin sich weigert, mich in die Wohnung zu lassen?“ Hier habe ich ehrlich gesagt nicht ganz verstanden, was Sie mit dieser Zusatzfrage meinten. Ich vermute einmal, ob die Noch-Ehefrau Ihnen persönlich den Zugang zu der Wohnung Ihres Freundes verwehren kann. NEIN, das kann sie nicht.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüssen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -


ra.schimpf@gmx.de

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