Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Muss der Vermieter zahlen?


01.04.2005 11:02 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Guten Tag,
ich habe eine Frage zum Mietrecht. Ich bin Mieter in einem 8 Familienhaus der größten Versicherung Deutschlands. Aus der Nachbarwohnung über mir, lief Badewannenabwasser nicht vollständig in die Kanalisation, sondern durch marode Abwasserrohre
(die Bäder sind noch die ersten aus den 60er Jahren) in meine Wohnung. Ich habe Wasserschäden im Wohn-und Badezimmer. Ein Kostenvoranschlag für die Schäden, in Höhe von 728€ liegt dem Hausmeister vor.
Er meint dazu, daß er mir eine Firma zur Beseitung schicken will. Ich bin damit nicht ganz Einverstanden. Ich denke da es sich um Versicherungsschaden handelt, habe ich die freie Wahl, welche Firma die Arbeiten ausführen soll.

Meine Frage dazu ist also: Kann ich die Summe von der Wohngesellschaft einfordern und die notwendigen Arbeiten (ich bin gelernter Maler) selbst ausführen? Oder habe ich das Recht die von mir ausgesuchte Firma zu beauftragen? Oder muß ich die Malerfirma der Hausverwaltung akzeptieren?

Mit freundlichem Gruß
Sehr geehrter Ratsuchender,

sofern im Mietvertrag nichts anderes geregelt ist (wovon ich ausgehe), können Sie die Aufwendungen zur Herstellung des vertragsgemäßen Zustandes (sprich die Kosten nach dem Kostenvoranschlag) nur dann ersetzt verlangen, wenn der Vermieter sich in Verzug befindet (BGH WM 94,201).

Um diese Rechtsprechung zu umgehen, kommt es also darauf an, ob Sie der Vermieterin schon eine Frist zur Schadensbeseitigung gesetzt haben.

Ist dieses nicht der Fall, sollten Sie eine Frist von 10 Tagen setzen und erklären, dass Sie danach die Ersatzvornahme selbst durchführen werden. Dann, aber auch erst dann können Sie die Kosten nach dem Kostenvoranschlag fordern und selbst renovieren.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER