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Muss der Erbe auch Privatschulden zahlen?


| 11.04.2005 21:41 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Im Januar 2004 habe ich einem Freund 3500,--Euro geliehen. Dieser bestand auf einen handschriftlichen "Vertrag". Darin ist die Summe genannt und dass er mir diese innerhalb von 2 Jahren zurückzahlt. Außerdem haben wir beide diesen "Vertrag" unterschrieben. Leider ist dieser Freund im letzten Oktober plötzlich verstorben. Bis dahin hatte er 400,--Euro gezahlt. Seine Lebensversicherungen erbte sein minderjähriger Sohn. Ich habe nun seine schon länger geschiedene Frau als Erziehungsberechtigte angeschrieben und sie um Zahlung gebeten. Außerdem habe ich eine Kopie des "Vertrages" beigefügt. Im Januar diesen Jahres hat sie sich zum ersten Mal gemeldet und meinte, sobald sie die Sache geklärt hat, würde sie sich wieder melden. Bis heute ist nichts passiert. Wenn ich nun einen Anwalt mit der Angelegenheit beauftrage, habe ich Chancen diesen Prozess zu gewinnen und wer zahlt dann meinen Anwalt?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Im Erbrecht gilt der Grundsatz der Gesamtrechtsnachfolge. Die Erben des verstorbenen Freundes haben deshalb auch seine Schulden aus dem mit Ihnen geschlossenen Darlehensvertrag geerbt. Sie können, entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen, Zahlung verlangen.

Ob Sie die Kosten für die Beauftragung eines Anwaltes ersetzt verlangen können, steht auf einem anderen Blatt. Diese Kosten wären von der Gegenseite, also den Erben, zu erstatten, wenn sie sich mit der Rückzahlung des Darlehens in Verzug befinden. Haben Sie also vertraglich nur die Rückzahlung "innerhalb von 2 Jahren" vereinbart, ohne feste Raten oder Termine, wird die Restforderung wohl erst im Januar 2006 fällig sein und bis dahin kein Verzug bestehen. Schalten Sie also bereits jetzt einen Anwalt ein, kann es Ihnen passieren, daß die Erben die Rückzahlung innerhalb der 2-Jahresfrist versichern, und Sie auf den Anwaltskosten sitzenbleiben.

Etwas anderes gilt aber, wenn feste Raten (etwa monatlich, oder halbjährlich) vereinbart waren, und diese von den Erben nicht eingehalten wurden. Dann werden die Erben mit der Zahlung in Verzug sein, und haben die Kosten eines von Ihnen beauftragten Anwaltes als Kosten der Rechtsverfolgung als Verzugsschaden zu erstatten.

Um dies verbindlich sagen zu können, müsste aber der genaue Vertragstext bekannt sein.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort weitergeholfen zu haben und stehe für Rückfragen selbstverständlich zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 11.04.2005 | 22:19

Zunächst einmal "DANKE". Wir haben keine festen Raten vereinbart. Wenn ich also bis Januar 2006 mein Geld noch nicht habe, kann ich im Februar 2006 einen Anwalt beauftragen, der dann vom Erben gezahlt werden muss, da er mit der Zahlung in Verzug ist. Ich habe ja bereits über den bestehenden Vertrag informiert. Richtig?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.04.2005 | 22:39

Richtig.

Zu früh kann man zwar einen Anwalt eigentlich nie aufsuchen; hier spricht aber eine Wahrscheinlichkeit dafür, daß Sie auf den Kosten sitzengeblieben wären, da die Restforderung nach Ihrer Schilderung noch gar nicht fällig ist, und die Erben sich also noch bis Januar 2006 Zeit lassen können.


Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann

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