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Musikzitat im Roman

| 13.02.2020 23:39 |
Preis: 40,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von


Guten Tag,

in meinem Debütroman möchte ich zwei Musikzitate verwenden und würde gerne wissen, was ich zu beachten habe, damit es keine rechtlichen Probleme mit dem Urheberrecht oder sonstigem gibt.
Auch wäre eine Prüfung der Passagen gut, um abzusichern, ob ich das Zitat richtig verwende ohne Probleme zu bekommen, nämlich als künstlerisches Mittel (ggf. ohne Belegfunktion).

Über fachmännische Unterstützung freue ich mich sehr.

Freundliche Grüße
14.02.2020 | 09:29

Antwort

von


(1741)
Brandsweg 20
26131 Oldenburg
Tel: 0441-7779786
Web: http://www.jan-wilking.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich gehe davon aus, dass die zitierten Musikausschnitte ausreichend Schöpfungshöhe besitzen und daher urheberrechtlich geschützt sind. Bei Melodien kann dies regelmäßig unterstellt werden. Für eine Verwendung dieser Ausschnitte benötigen Sie dann grundsätzlich die Einwilligung der Rechteinhaber (Urheber, Musikverlag).

Eine Ausnahme vom Einwilligungsvorbehalt macht das Gesetz durch das Zitatrecht, § 51 UrhG. Dies setzt entweder eine Aussage in Ihrem Roman voraus, die durch das Musikzitat belegt werden kann, oder aber einen künstlerischer Ausdruck und eine künstlerische Gestaltung, die mit dem Zitat eine innere Verbindung eingehen kann.

In beiden Fällen darf das Zitat nur so umfangreich sein, wie es der Zitatzweck erfordert. Zudem ist eine Quellenangabe gemäß § 63 UrhG erforderlich.

Ohne Kenntnis der konkreten Passagen und Zitate ist eine abschließende Beurteilung natürlich nicht möglich, ggf. können Sie diese im Rahmen der Nachfrageoption noch nachreichen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

Nachfrage vom Fragesteller 14.02.2020 | 12:41

Sehr geehrter Herr Wilking,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung und Einschätzung.
Gerne nehme ich Ihr Angebot an, die entsprechenden Passagen mit Zitat zu prüfen.

Passage 1:
"„Halt, halt! Zurück", rufe ich und drücke auf die Taste, um zum vorherigen Sender zurück zu springen.
Ich drehe lauter, wippe mit dem Kopf mit. Beim Refrain setze ich mit ein. Dave Grohl ist wesentlich textsicherer als ich, aber das juckt mich nicht. Ich singe mit und freue mich darüber einen Lieblingssong zu hören. Leon schaut mich von der Seite an, eine Augenbraue hochgezogen. Ich singe ihn an, fordere ihn auf mitzumachen. Er sträubt sich. Ich muss ihn weitere drei Mal gegen die Schulter boxen, ehe Leon endlich mitsingt. Zusammen mit Dave schreien wir den Song.
Forever, whenever, I never wanna die, I never wanna leave, I’ll never say goodbye.
Leon legt eine eindrucksvolle Rockperformance hin, schmeißt sich hemmungslos auf dem Sitz hin und her, hoch und runter. Ich lache. Freue mich über den Moment und dass er an dem Song genauso viel Spaß hat wie ich. In die letzten Töne quatscht eine Französin."

Passage 2:
"Im Club läuft einer dieser Radiosongs als Danceversion.
If I lose myself tonight whoo, whoo, whoo
„Aber was, wenn ich es total versaue? Wenn es sie anekelt, wie ich sie küsse!" Leon wirkt gehetzt, beinahe panisch. Das Licht flackert in bunten Farben, die DJane mischt einen französischen Rap in den aktuellen Song. Die Musik ist laut, die Unterhaltungen noch lauter."

Die Quellenangaben würde ich im Impressum des Buches vermerken.

Ich freue mich sehr auf Ihre Einschätzung zu diesem Thema. Herzlichen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.02.2020 | 13:27

Vielen Dank für die weiteren Informationen. Bitte entschuldigen Sie die verzögerte Antwort, ich musste mir nach dem Durchlesen eben noch schnell das Foo Fighters Video zu dem zitierten Song ansehen. :)

Wenn Sie nur diese kurzen Textpassagen eingebettet in Ihren eigenen Roman verwenden, sehe ich da rechtlich kein Problem. Diese Verwendung wäre vom Zitatrecht in Verbindung mit der Kunstfreiheit gedeckt.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit Ihrem Roman!

Mit freundlichen Grüßen,
Jan Wilking, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 17.02.2020 | 08:31

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"Herr Wilking hat mir schnell und kompetent geantwortet und sich die Zeit genommen, sich meinen Fall genauer anzusehen um explizit auf mein Anliegen antworten zu können."
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 17.02.2020
5/5,0

Herr Wilking hat mir schnell und kompetent geantwortet und sich die Zeit genommen, sich meinen Fall genauer anzusehen um explizit auf mein Anliegen antworten zu können.


ANTWORT VON

(1741)

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26131 Oldenburg
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