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Müsste der Betrag dann in einem Geldbetrag übergeben werden oder in der tatsächlichen Form wie er vo

20.05.2012 17:16 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


18:11
Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Großmutter würde gerne ihr Testament in nächster Zeit verfassen, allerdings sieht die Sache meiner Meinung nach nicht so einfach aus.

Meine Großmutter ist Witwe und hat vier eheliche Kinder. Eine Tochter lebt mit ihr zusammen und unterstützt und versorgt sie. Sie ist mittlerweileüber 90 Jahre alt und die täglichen Dinge im Haushalt fallen ihr nicht mehr wirklich leicht. Eine Pflegestufe wurde bis jetzt nicht festgestellt. Die Tochter lebt mittlerweile seit fünf Jahren mit ihr zusammen.

Der Lebensunterhalt besteht aus einer kleinen Rente und es liegen keine weiteren Geldwerte in Form von Ersparnissen vor.

Sie möchte nun ihr Inventar in der gemeinsamen Wohnung sowie, Schmuck an die pflegende Tochter vererben und einzelne Dinge an die Enkelkinder vererben, an die anderen drei Kinder nichts.

Ein Kind hat sich bereits mündlich dazu bereit erklärt auf seinen Erbteil zu verzichten. Dies könnte man eventuell im Rahmen einer Verzichtserklärung rechtssicher gestalten. Die Gegenstände für die Enkelkinder könnte man zunächst an die Eltern vererben allein mit der Bitte diese weiter zu geben.

Müsste man theoretisch alles bewerten lassen um dann den Pflichtteil zu ermitteln der dann noch an zwei Kinder gezahlt werden muss(wenn einer der vier schon verzichtet hat)?
Müsste der Betrag dann in einem Geldbetrag übergeben werden oder in der tatsächlichen Form wie er vorhanden ist nämlich als Schrank.

Vielen Dank im Voraus
20.05.2012 | 17:52

Antwort

von


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Tel: 030 577 057 75
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Müsste man theoretisch alles bewerten lassen um dann den Pflichtteil zu ermitteln der dann noch an zwei Kinder gezahlt werden muss(wenn einer der vier schon verzichtet hat)?

Eines Verzichts auf die Erbschaft bedarf es nicht, wenn das Testament den Verzichtenden ausschließt. Es sollte allerdings auf den Pflichtteil verzichtet werden. Der Erbverzicht beinhaltet aber im Zweifel auch den Verzicht auf den Pflichtteil. Der Verzicht bedarf der notariellen Beurkundung (§ 2348 BGB )

Ein Pflichtteilsrecht entsteht erst mit dem Erball, also nach dem Tode. Bis zu diesem Zeitpunkt muss nichts bezahlt werden. Von daher ist es nichts zu bewerten und auch nichts auszukehren, sondern es stellt sich diese Frage nach dem Tode heraus.

Müsste der Betrag dann in einem Geldbetrag übergeben werden oder in der tatsächlichen Form wie er vorhanden ist nämlich als Schrank.

Der Pflichtteil ist eine Geldforderung. Der Pflichtteilsberechtigte braucht nicht Gegenstände als Zahlungssurrogat anzunehmen, sondern kann auf eine Geldleistung bestehen. Unter Umständen kann aber der Erbe eine Stundung durchsetzen.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.
Mit freundlichen Grüßen

Ernesto Grueneberg, LL.M.
Abogado
Mitglied der Rechtsanwaltskammern Berlin & Madrid

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Tel.: 030 2318 5608
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Rechtsanwalt Ernesto Grueneberg, LL.M.
Fachanwalt für Migrationsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 20.05.2012 | 18:07

Sehr geehrter Herr Grueneberg,

vielen Dank für die Beantwortung.

Zu untem stehnden noch eine Verständnisfrage

Der Pflichtteil wird erst fällig nach Eintritt des Todes, davon bin ich ausgegangen. Meine Frage war aber dahingehend, wie dieser ermittelt wird.

Müsste man die Gegenstände Möbel, Bücher etc. von einem Gutachter bewerten lassen, um dann ausgehend von der Summe die er als Wert der Gegenstände ermittelt den Pflichtteil zu berechnen?

Danke

Man braucht ja einen geldlichen Wert um einen Pflichtteil festzusetzen.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.05.2012 | 18:11

Der Pflichtteil basiert auf den Nachlasswert. Dieser ist nicht vorauszusehen, da zwischen dem heutigem Tage und dem Erbfall Änderungen eintreten können. Von daher ist der Pflichtteil nicht zu ermitteln.

Zu Ihrer Frage, angenommen, der Erbfall läge vor:

Die von Ihnen genannten Gegenständen können ja bewertet werden, dies ist aber nur erforderlich, wenn die Parteien keine Einigung finden können.

ANTWORT VON

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