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Mündliches Darlehen wird nicht zurückgezahlt

| 31.08.2010 19:24 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Sonja Richter


Ich habe den Lebensgefährten meiner Tochter ein Darlehen von 3.500,00 € für den Bau einer Garage gegeben im Jahr 2005. Leider habe ich dieses nicht schriftlich sondern nur auf Handschlag gemacht. Dieses Darlehen wurde bisher nicht zurückbezahlt. Ich habe es am 25.05.2010 zum 31.08.2010 gekündigt, aber keine Rückzahlung erhalten. Es liegen Beweise vor, dass das Geld überwiesen und auch zum Bau der Garage verwendet wurde. Besteht unter diesen Umständen die Chance das Geld gerichtlich einzuklagen oder ist dieses mit großer Warscheinlichkeit aussichtslos.

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage auf Grundlage der mir vorliegenden Informationen und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Rein rechtlich gesehen steht Ihnen der Rückzahlungsanspruch aus dem gewährten Darlehen zu. Sie hatten offensichtlich keinen festen Rückzahlungstermin vereinbart. Daher ist Voraussetzung für die Fälligkeit der Rückzahlung die Kündigung des Darlehens. Die Kündigungsfrist beträgt gemäß § 488 BGB drei Monate. Diese drei Monate haben Sie auch hier eingehalten.

Problematisch ist in Ihrem Fall, dass Sie keine schriftliche Vereinbarung getroffen haben. Damit könnten Sie in einem gerichtlichen Verfahren Beweisprobleme bekommen. Wenn der Darlehensnehmer bestreitet, ein Darlehen von Ihnen erhalten zu haben, so müssen Sie ihm die Gewährung des Darlehens nachweisen. Der Beweis durch ein Schriftstück ist vorliegend nicht möglich. Daher ist zu prüfen, ob es weitere Beweismittel gibt.

Ein Indiz für die Gewährung des Darlehens ist der Kontoauszug, aus dem sich ergibt, dass das Geld überwiesen wurde. Dieses reicht jedoch nicht aus. Es könnte sich ja schließlich auch um eine Schenkung gehandelt haben, da es sich um den Lebensgefährten Ihrer Tochter handelt.

Sie müssen daher auch beweisen, dass es ein Darlehen und keine Schenkung war. Ich kann Ihrer Schilderung leider nicht entnehmen, ob Sie Zeugen für Ihre Darstellung, dass es sich um ein Darlehen handelt, haben. Eine mögliche Zeugin könnte unter Umständen Ihre Tochter oder Ihr Ehepartner sein. Der Umstand, dass es sich dabei um Ihre Tochter bwz. Ihren Ehepartner handelt, ist für die Zeugenstellung unerheblich. Die Verwandtschaft kann sich allenfalls bei der Frage der Glaubwürdigkeit bemerkbar machen, hindert aber nicht die Funktion als Zeuge.

Bitte prüfen Sie, ob Ihnen Zeugen und/oder andere Beweismittel zur Verfügung stehen, und nutzen Sie gegebenenfalls die kostenlose Nachfragefunktion.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben, und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Sonja Richter
- Rechtsanwältin -

Nachfrage vom Fragesteller 01.09.2010 | 10:16

Das Geld habe ich als Darlehen deklariert auf das Konto meiner Tochter überwiesen, die dieses aber bezeugen kann. Die Kontoauszüge und bezahlte Rechnungen davon liegen mir vor.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.09.2010 | 10:59

Sehr geehrter Fragesteller,

mit der Bezeichnung als "Darlehen" haben Sie gute Chancen, einen etwaigen Prozeß zu gewinnen: Sie können beweisen, daß das Geld geflossen ist. Zudem widerlegt die Bezeichnung als "Darlehen" die mögliche Vermutung, daß es sich um eine Schenkung gehandelt haben könnte. Wenn Sie zudem Zeugen haben, schätze ich Ihre Erfolgsaussichten insgesamt als gut ein.

Sollten Sie den gerichtlichen Weg wählen, bin ich Ihnen hierbei gerne behilflich. Die Entfernung steht einer Beauftragung nicht im Wege.

Mit freundlichen Grüßen

Sonja Richter
- Rechtsanwältin -

Bewertung des Fragestellers 31.08.2010 | 20:28

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Stellungnahme vom Anwalt:
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