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Mündlicher Vertrag - Abgezockt.


| 12.06.2006 09:35 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

vor knapp einer woche wurde ich von einem "freund" (24 jahre) gefragt ob ich den laptop seiner freundin bei ebay versteigern könnte - darauf habe ich ihm ein mündliches kaufangebot von 400€ gemacht.

da seine freundin nicht anwesend war stimmten wir beide dem münd. kaufvertrag unter vorbehalt zu - sollte seine freundin nicht einverstanden sein würden wir den handel rückgängig machen.
ausserdem sollte ich in der folgenden woche den laptop dem vorigem besitzer noch einmal aushändigen damit er noch ein paar daten sichern könnte.

als der kaufvertrag bzw die übergabe des geldes und dem laptop stattfand (barzahlung) waren mehrere zeugen anwesend.

zwei tage später lieh ich meinem vertragspartner wie besprochen den laptop nocheinmal aus - ich würde ihn in 2-3 tagen zurückbekommen mit der ehemaligen kaufrechnung.

seitdem habe ich weder den laptop noch das geld wiedergesehen.

die besagte person ist wegen betrug und körperverletzung vorbestraft (war auch ein monat in der jugendhaftanstalt) und auf bewährung - mir war das vor dem handel bewusst hätte jedoch nicht gedacht das er auch einen "freund" abzocken würde.



- (wie) habe ich chancen mein geld wiederzusehen ?

- ich habe keinen rechtsschutz; rentiert sich ein anwalt für den besagten streitwert von 400€ ?

- da der "vertragspartner" nun wirklich kein unbeschriebenes blatt ist und sich nur nur knapp einer haftstrafe entziehen konnte würde ihn evt. schon alleine die androhung einer anzeige und der dadurch evt entstehende gefängnissbesuch einlenken lassen. ich würde ganz gerne eine kanzlei beauftragen ihm ein drohschreiben zu senden indem steht das eine anzeige gegen ihn eröffnet wird falls er seinen "vertragsverpflichtungen" nicht nachkommt. ist soetwas ohne weitere maßnahmen möglich ? und was würde mich allein der auftrag dieses schreibens ohne weiteren verpflichtungen der kanzlei mir gegenüber kosten ?
12.06.2006 | 10:40

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich auf Grundlage Ihrer Schilderung wie folgt.

Grundsätzlich gilt zunächst, dass Verträge einzuhalten sind. Sie haben dden Laptop, das Einverständnis der Freundin vorausgesetzt, zu Eigentum erworben, so dass zunächst ein Herausgabeanspruch gegen den Verkäufer besteht.

Hier sind Sie jedoch zum einen voll darlegungs- und beweisbelastet, dass er

a) den Laptop tatsächlich an Sie verkauft hat und

b) dass Sie ihm das Gerät nachträglich geliehen haben, es sich also in seinem Besitz befindet. Bestreitet er dies und können Sie dies nicht zeugenschaftlich belegen, sieht es in der Tat nicht allzu gut aus.

Hat er den Laptop, was zu befürchten ist, selber seiner Freundin entwendet, hätten Sie in der Tat einen Rückerstattungsanspruch bzgl. des Kaufpreises, da an abhanden gekommenen Sachen kein Eigentum begründet werden kann.

Ggf. wären für diesen Fall noch weitergehende Schadensersatzansprüche zu prüfen, was allerdings im Rahmen dieser Erstberatung unter Bezugnahme auf Ihre Fragestellung und Einsatz nicht möglich ist.

Von einem scharfen "Drohschreiben" rate ich abzusehen, da dies unter Umständen strafrechtlich relevant werden könnte. Nichtsdestotrotz kann man dem Schuldner sehrwohl deutlich machen (auch anwaltlich), dass er tunlichst zur Vermeidung von Weiterungen kurzfristig den übergebenen Betrag zurückzugeben hat.

Diese Aufforderung würde nach dm RVG eine Gebühr 2400 zum Satz von 1,3, betraglich 67,86 EUR zzgl. Schreibauslagen kosten und würde die außergerichtliche Korrespondenz abdecken (also ggf. auch mehr als ein Schreiben).

Die Aussichten einer ggf. gerichtlichen Geltendmachung Ihres Anspruches, sei es Herausgabe oder Zahlung, sind jedenfalls dann nicht schlecht, wenn Sie die einzelnen Geschehnisse beweisen können. Für den Fall des Obsiegens wäre Ihr "Freund" Kostenschuldner für die Gerichts- und Anwaltskosten (übrigens auch für das Aufforderungsschreiben). Sie sollten Ihn jedoch zuvor schriftlich auffordern, Ihnen Laptop oder Geld bis zu einem bestimmten Tag (eine kurze Frist genügt) zurückzugeben. Hierzu nutzen Sie bitte ein Einschreiben / Rückschein.

Für den Fall der Erforderlichkeit einer gerichtlichen Geltendmachung sollten Sie jedoch bedenken, dass Sie zunächst bzgl. aller Kosten vorschusspflichtig sind und diese nur zurückerlangen können, wenn ´bei der Gegenseite "etwas zu holen" ist.

Ich hoffe Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Marc N. Wandt
Rechtsanwalt


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