Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Mündlicher Arbeitsvertrag, Kündigungsfrist und Kündigungsgrund?

| 16.05.2012 21:34 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Guten Abend,

ich habe heute die Kündigung von meinem Arbeitgeber erhalten, "Fristgerechte Kündigung zum 31.5.2012", ohne Begründung.
Ich habe Anfang November letzten Jahres erst für zwei Wochen Probegearbeitet, vom Arbeitsamt aus war diese Probe abgesegnet. Danach bin ich eingestellt worden, habe aber bis heute keinen schriftlichen Arbeitsvertrag. Eine Probezeit wurde nie ausgemacht, dafür habe ich aber keine Zeugen.
Ich habe jetzt festgestellt, dass ich aus versehen meine Premium-Mitgliedschaft bei Xing über den Paypal Account des Geschäfts meines Arbeitgebers bezahlt habe, dessen Zugangsdaten ich berechtigt und mit wissen des AG habe. Es handelt sich um rund 16 €.

Ich habe dazu folgende Fragen:
Ist die Kündigungsfrist korrekt?
Kann ich auf eine Begründung bestehen?
Soll ich den Betrag sofort zurücküberweisen und mich entschuldigen?

Mit freundlichen Grüßen,
Rebecca Stevens

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Wenn keine Probezeit vereinbart ist, beträgt in Ihrem Fall die Kündigungsfrist vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats. Das ergibt sich aus § 622 Abs. 1 BGB. D.h. es hätte frühestens zum 15. Juni 2012 gekündigt werden können.


2.

Nach Ihrer Schilderung dürfte es nicht unwahrscheinlich sein, daß die Kündigung aufgrund des geschilderten Vorfalls erfolgt ist. Selbstverständlich sollten Sie den Betrag unverzüglich zurückzahlen. Natürlich kann es nicht schaden, sich für das Fehlverhalten zu entschuldigen. Ob Sie dadurch aber den Arbeitsplatz retten, bleibt eine andere Frage.

Ebenso können Sie den Arbeitgeber nach dem Grund für die Kündigung fragen. Die Kündigung bedarf aber zu ihrer Wirksamkeit nicht der Begründung.


3.

Rein informativ sei auch darauf hingewiesen, daß Sie sich gegen die Kündigung mit der Kündigungsschutzklage zur Wehr setzen können. Die Klage ist innerhalb einer Frist von drei Wochen ab Zugang der Kündigung beim Arbeitsgericht zu erheben.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Raab, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 17.05.2012 | 01:18

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

FRAGESTELLER 17.05.2012 4,8/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70852 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Schnelle Antwort, kompetent und hilfreich. Vielen lieben Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich hätte nie gedacht, auf dieser Seite eine so kompetente Beratung bekommen zu können. Herr Lembcke geht sehr ins Detail und geht auf alle Fragen ein. Jederzeit wieder und vielen Dank nochmal! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort hat mein Recherchen bestätigt und wurde schnell, freundlich, sachlich und kompetent übermittelt. Sollte es erforderlich sein, melde ich mich in jedem Fall wieder! ...
FRAGESTELLER