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Mündliche Zusage beim Autokauf


08.10.2006 23:07 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stephan Bartels



Hallo,

ich hatte einen günstigen Gebrauchtwagen bei einer Autohandel-Plattform im Internet gesehen. Also hin gefahren und Probe gefahren. Der Preis von 2950 € passte...Auspuff und Bremsen schienen verschlissen. Der Händler sagte zu dies reparieren. Also wurde mündlich 2950 € + Gebrauchtwagengarantie + Reparaturen vereinbart. Jetzt sagt der Händler auf einmal dass die Reparaturen zu teuer geworden sind und er will den Wagen ohne Gebr.wagengarantie verkaufen. Ein Blick nach dem Gespräch auf die Anzeige des Autos bei der Gebrauchtwagenplattform zeigt auf einmal dass der Preis nun 3350 € betragen soll. Der Händler ist ein richtiger Händler halt ohne Werkstatt. Er ist auf einmal nicht mehr so sehr an dem Verkauf interessiert. Ich habe die alte Anzeige mit dem alten Preis gespeichert. Leider wurde alles nur mündlich vereinbart. Jedoch wurde einen Anzahlung von 200 € gezahlt, was vom Händler für die Beauftragung der Reparaturen verlangt wurde. Wie ist hier die Rechtslage ?

Danke und Gruß
opfau

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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich vor dem Hintergrund Ihres Einsatzes und aufgrund der von Ihnen mitgeteilten Informationen im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworte:

Wenn Sie mündlich mit dem Händler den Kauf des Fahrzeugs, inkl. neuem Auspuff und Bremsen zum Preis von 2.950,00 EUR vereinbart haben, dann schuldet Ihnen der Händler die Übergabe des entsprechenden Fahrzeugs einschließlich der genannten Spezifikationen (Auspuff und Bremsen Neu), gegen Zahlung des vereinbarten Betrages. Die von Ihnen geleistete Anzahlung ist auf den Kaufpreis anzurechnen.

Die nachträglichen Anpassungsversuche des Händlers ändern nichts an dem vereinbarten Kaufvertrag. Dieser gilt in der vereinbarten Fassung (s.o.). Das Risiko der Reparaturkosten hat offensichtlich der Händler übernommen.

Bestreitet der Händler das Zustandekommen des von Ihnen beschriebenen Vertrages, müssten Sie den erforderlichen Beweis erbringen. Der von Ihnen erwähnte Ausdruck des seinerzeitigen Angebots kann diesen Beweis allerdings nicht liefern. Hieraus ergäbe sich lediglich ein Indiz für den Kaufpreis, nicht aber für die zusätzlich beauftragten Reparaturen. Auch die geleistete Anzahlung ist als Beweis für Ihre Darstellung nicht brauchbar. Letztendlich können Sie offensichtlich nicht einmal das Zustandekommen des Kaufvertrages beweisen (kein schriftl. Kaufvertrag, keine Zeugen). Die Anzahlung allein würde Ihnen als Beweis auch nicht ausreichen. Eine Klage auf Herausgabe des Fahrzeugs würde unter diesen Voraussetzungen abgewiesen werden.

Letztendlich bleibt nur der offensichtliche Rat, beim nächsten Mal die getroffenen Vereinbarungen unbedingt schriftlich zu fixieren

Es tut mir leid, Ihnen keine bessere Auskunft mitteilen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Bartels
Rechtsanwalt, Hamburg

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