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Mündliche Wohnungszusage verbindlich?

| 17.01.2019 17:06 |
Preis: 50,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Sehr geehrte Damen und Herren,

über einen Immobilienmakler wurde eine Wohnung inseriert, für die ich mich interessierte. Ich rief an und besichtigte die Wohnung dann zeitnah mit dem Makler, aber ohne den Eigentümer. Nachdem ich Interesse bekundigte, wurde mir mitgeteilt, was ich an Unterlagen einreichen sollte. Dies tat ich und einige Zeit später rief der Makler an und sagte, das Einkommen würde so passen und die Eigentümer würden mich gerne treffen. Gesagt, getan. Am 10.01.2019 trafen sich dann der Makler, die Eigentümer und ich uns in der Wohnung.
Nach Besprechung einiger Sachen und noch Hilfestellung seitens Eigentümer wegen der Parkplatzsuche (da zu dem Gebäude leider kein Parkplatz gehört) etc. verabschiedeten sie sich von mir und der Makler sagte, er rede jetzt mit den Eigentümern und würde sich danach telefonisch bei mir melden. Keine 20 Minuten später rief er an und meinte, für die Eigentümer würde es passen und gab mir die mündliche Zusage für die Wohnung.
Da die Parkplatzsuche noch nicht abgeschlossen war, wollte sich der Makler nur noch um einen Parkplatz kümmern und mich spätestens bis Dienstag, den 15.01.19 kontaktieren. Leider geschah dies nicht und nachdem ich bereits 2 Tage lang versucht hatte, ihn zu erreichen, gelang es mir heute und der Makler meinte plötzlich, der Eigentümer hätte ihm gestern per SMS zu verstehen gegeben, dass er mich nun doch nicht mehr als Mieter nehmen würde. Ich habe aber bereits seit 7 Tagen eine mündliche Zusage.

Ist diese Zusage verbindlich & rechtskräftig?

Kann ich diesen Vertrag als abgeschlossen ansehen?

Für die telefonische Zusage des Maklers habe ich auch einen Zeugen.

Als ich den Makler damit konfrontierte, dass er eine verbindliche Zusage gemacht habe, kam nur, er wüsste selbst nicht, warum der Eigentümer das getan hätte, es hätte ja schließlich alles gepasst und über das "WARUM" habe der Eigentümer sich nicht geäußert. Aber der Makler hat ja schließlich auch einen Vertrag mit dem Eigentümer abgeschlossen, also irgendwas ist doch hier richtig faul.

Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Antwort und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
M.Z.

Guten Abend,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Grundlage der dazu mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist ein Mietvertrag auch über Wohnraum mündlich wirksam, wenn zwei übereinstimmende Willenserklärungen dazu vorliegen.

Nach Ihrer Schilderung hat der Makler als Vertreter des Eigentümers Ihnen die Wohnung verbindlich zugesagt, so dass von einem wirksam geschlossenen Vertrag auszugehen ist, den der Vermieter jetzt nicht mehr so einfach absagen kann.

Sie haben grundsätzlich einen Anspruch auf Einräumung des Mietbesitzes, müssen andererseits natürlich auch die vereinbarten Zahlungen leisten.
Dieser Anspruch ist notfalls auch einklagbar. Ob das allerdings sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt, weil das Verhältnis zu Ihrem Vermieter dadurch natürlich massiv beeinträchtigt werden würde.

Sie sollten den Vermieter schriftlich auffordern, Ihnen die Wohnung zum vereinbarten Zeitpunkt zu überlassen und im Falle endgültiger Weigerung Schadensersatzansprüche ankündigen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 17.01.2019 | 19:23

Vielen Dank für Ihre Antwort.

"Sie sollten den Vermieter schriftlich auffordern, Ihnen die Wohnung zum vereinbarten Zeitpunkt zu überlassen und im Falle endgültiger Weigerung Schadensersatzansprüche ankündigen."

Die mündliche Zusage erfolgte, aber der Zeitpunkt für einen Einzug wurde dabei noch nicht besprochen. Spielt es eine Rolle, dass der Zeitpunkt noch nicht feststand?

Ich würde gerne noch wissen, welche Rolle der Makler dabei spielt. Sie sagten ja, er wäre in dem Fall die Vertretung des Eigentümers. Sollte ich da nicht an ihn ran treten oder soll ich mich tatsächlich beim Eigentümer selbst melden?

Vielen lieben Dank im Voraus.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.01.2019 | 19:29

Wenn Sie den Mietbeginn noch nicht vereinbart haben, ist fraglich, ob wirklich schon ein Mietvertrag geschlossen worden ist, denn der setzt voraus, dass man sich über die wesentlichen Punkte einesMietvertrages geeinigt hat. Dazu gehört der Mietbeginn zwingend.

Der Makler hat als Vertreter des Eigentümers gehandelt. Sie können sich an ihn, zweckmäßigerweise aber auch an den Eigentümer direkt wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 19.01.2019 | 08:57

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Stellungnahme vom Anwalt:
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