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Mündliche Stornierung rechtskräftig?


09.06.2005 13:41 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Mein Mann und ich haben im Februar eine Suite in einem Hotel gebucht; dafür haben wir vor Ort eine Anmeldung schriftlich ausgefüllt. Eine Woche später fanden wir jedoch ein kostengünstigeres Hotel und stornierten die Buchung beim ersten Hotel per Telefon. Nun hat uns dieses Hotel eine Rechnung über 440.- Euro geschickt, obwohl wir die Suite nicht genutzt haben. Nach telefonischer Rückfrage wurde uns erklärt, daß eine Stornierung von uns wohl nicht vorgenommen worden sei (O-Ton: "In unserem Haus passieren solche Fehler nicht"). Zugleich wurden seitens des Hotels mit rechtlichen Schritten gedroht. Nun steht Aussage gegen Aussage. Das Hotel beharrt auf der Zahlung. Wir bemühen uns derzeit um einen Gesprächsnachweis am Tag der Stornierung, doch dieses Telefonat wurde von Österreich aus geführt.
Ist das Hotel im Recht? Gilt nicht eine mündliche Stornierung ebenfalls? Sollen wir versuchen, uns gütlich (in der Mitte) zu einigen?
Besten Dank für die Beantwortung.

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Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage.


Die Rechnung des Hotels wird berechtigt sein, wenn ein wirksamer Beherbergungsvertrag zustandegekommen ist, der nicht rechtzeitig storniert wurde.

Auch mündliche Stornierungen sind wirksam. Wenn Sie sich auf eine solche Stornierung berufen, müssen Sie sie im Streitfall aber auch beweisen.

Denn:

Dem Hotel obliegt die Darlegungs- und Beweislast, daß ein Beherbergungsvertrag zustande gekommen ist.

Ihnen obliegt die Darlegungs- und Beweislast, daß dieser Vertrag wirksam storniert wurde.

Sie werden also das geführte Telefonat mit dem Inhalt der Stornierung beweisen müssen. Dafür reicht aber der Gesprächsnachweis am Tag der Stornierung nicht aus. Denn dieser beweist nur, daß ein Telefonat geführt wurde. Er sagt aber nichts darüber aus, worüber Sie mit dem Hotel telefoniert haben.

Deshalb sollten Stornierungen grundsätzlich schriftlich erfolgen, um genau die Situation zu vermeiden, die Sie jetzt haben: Es steht Aussage gegen Aussage, und den Beweis der Stornierung werden Sie nicht erbringen können.

Sie sollten deshalb dringend versuchen, sich mit dem Hotel zu einigen, andernfalls Sie bei einer streitigen Auseinandersetzung vor Gericht verlieren werden, weil Sie den Beweis der Stornierung nicht werden erbringen können.


Ich bedauere, Ihnen keine günstigere Mitteilung machen zu können und hoffe, Ihnen trotzdem geholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen


A. Schwartmann
Rechtsanwalt


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