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Mündliche Absprache mit Makler bezügl. Reservierung einer Immobilie

27.05.2005 12:34 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann


Hallo,

mein Mann und ich haben uns für den Kauf eines Hauses entschieden und ich habe am Montag dem Makler telefonisch diese Absicht mitgeteilt. Er versicherte mir, momentan keine weiteren Besichtigungstermine durchzuführen und die Immobilie für uns zu reservieren. Habe auch bereits Unterlagen für die Bank (Grundbuchauszug) von ihm erhalten und nun alle nötigen Finanzierungsunterlagen an die Bank gesandt (Direktbank). Es kann nun eine ganze Woche dauern, bis wir eine Zusage bekommen. Leider hatten wir bereits einmal den Fall, daß es einem anderen Makler zu lange dauerte und er ein uns "versprochenes" Haus an jemand anderen verkauft hat. Inwieweit ist nun die mündliche Zusage des Maklers bindend? Dürfen der Makler bzw. die Verkäufer momentan an jemand anderen verkaufen?

Vielen Dank für die rasche Beantwortung.

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei bedanke ich mich zunächst herzlich für ihre Anfrage!

Zu ihrer Frage: Generell ist eine Reservierung durch den Makler unverbindlich. Das liegt bereits am Wesen den Maklervertrages, wonach es für den Makler keine Verpflichtung zum Tätigwerden gibt. Anders kann dies allerdings einerseits in den Fallen sein, wo bei ihnen ersichtlich bedeutsame wirtschaftliche Werte tangiert sind und er grundlos die Reservierung aufgibt, ein Schadensersatzanspruch gegeben sein.. Ebenso anders dürfte es auch bei Abschluss eines Alleinauftrages sein, der mit erweiterten Pflichten des Maklers einhergeht.
Dabei kann aber nur das sogenannte negative Interesse ersetzt werden, das sich auf die unnützen Aufwendungen wegen der Reservierung bezieht.

Ferner hat der Makler auch Treuepflichten, die bei Verletzung unter Umständen auch Schadensersatzansprüche auslösen bzw. seine Provisionsansprüche untergehen lassen. Aber das ist bei telefonischen Reservierungen zweifelhaft.

Im übrigen sind sie auch für eine solche Zusage beweispflichtig, das Mithören am Telefon durch den Partner führt dabei leider zu einem Beweisverwertungsverbot. Von daher wäre eine gerichtliche Durchsetzung von Ansprüchen wegen der Verletzung der Reservierungsvereinbarung auch fraglich. Ich hoffe, ihnen weiter geholfen zu haben,

hochachtungsvoll

Hellmann
Rechtsanwalt

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