Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Mündlich vereinbarter Rabatt wird nach Auftragsabschluss nachgefordert

13.01.2015 02:15 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Hallo,
ich habe einen Kaufvertrag abgeschlossen. Im Bestellformular ist vermerkt "Vereinbarte Anzahlung x". Der Verkäufer gewährt mir einen Rabatt und stellt deshalb einen Überweisungsträger mit einem niedrigeren Betrag aus. In den AGBs des Bestellformulars findet sich kein Hinweis auf die Unzulässigkeit von mündlichen Vereinbarungen.
Nach 11 Wochen wird die Ware geliefert und montiert. Die Endsumme wird wie vereinbart sofort beglichen. Nach 15 Wochen wird eine Nachforderung über den Rabattwert gestellt.
Frage: Ist das zulässig? Durfte ich nicht durch das Verhalten (Stillhalten) des Lieferanten davon ausgehen, dass die mündliche Rabattzusage in Ordnung geht?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Sie durften sich durchaus auf die mündliche Rabattzusage des Lieferanten verlassen. Das Problem ist aber die Beweislage. Der Verkäufer muß den Kaufpreis beweisen, Sie hingegen den Rabatt.

Da der Rabatt nur mündlich vereinbart wurde, ist es schwierig, diesen Beweis zu führen. Den Überweisungsträge kann der Verkäufer möglicherweise anders erklären, dann wird es für Sie schwierig.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 13.01.2015 | 06:04

Hallo, vielen Dank für die Antwort. Ich hätte gerne noch etwas genauer die "Beweis"-Frage erörtert. Kann ich als Kunde nicht erwarten, dass innerhalb von 11 Wochen eine Auftragseingangsprüfung durchgeführt wird und somit innerhalb dieser Zeit eine solche Diskrepanz im Verständnis der Zusagen (Verkäufer: zu geringe Anzahlung / Kunde: Rabatt) erkannt und geklärt wird? Bestätigt die Untätigkeit des Lieferanten nicht meine Aussage?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.01.2015 | 20:20

Sehr geehrte Ratsuchende,

zwar können Sie das erwarten, aber es ist kein Gegenbeweis. Die Gegenseite ist frei, ihre Bücher zu prüfen, wenn es ihr beliebt, und ist da nur von der dreijährigen Verjährungsfrist beschränkt. Zwar mag die späte Geltendmachung ein Indiz sein, aber es ist höchstens ein schwaches Indiz und keinesfalls ein verläßlicher Beweis.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70966 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Die Antwort war eindeutig, so dass nun Rechtsklarheit besteht. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles bestens ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr Wilking hat sehr detailliert, freundlich und hilfreich geantwortet. Ich empfehle ihn weiter. ...
FRAGESTELLER