Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Müllkaution vom Veranstalter nicht erstattet bekommen ,Wert 250€

| 10.02.2014 11:48 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler


Zusammenfassung: Es gibt leider keine Patentformel, mit der ein Gegner durch außergerichtliche Korrespondenz zu einer schnellen Zahlung bewegt werden kann. In manchen Fällen muss daher leider geklagt werden, auch wenn die Ansprüche möglicherweise klar auf der Hand liegen.

Der Veranstalter historischer Ritterspiele,beschuldigt meine Firma eine Matraze entsorgt zu haben ohne Beweismaterial, Fotos Namen ,bzw. Antworten auf meine Frage hin wer der 3Mitarbeiter es gewesen sein soll, und behält die Müllkaution von 250€ ein.

Hier der Wortlaut des Veranstalters:
Wegen der Müllkaution: bitte bringe in Erfahrung, welcher Deiner Mitarbeiter zu Guterletzt seine alte Matratze ( 2mx 90cm ) bei uns entsorgt hat.
Die von uns augestellten Container sind ausschliesslich für den MarktMüll und nicht für die Entsorgung des mitgebrachten persönlichen Sperrmülls.
Er wurde von einem unserer Mitarbeiter darauf angesprochen und er sagte: "die Matratze wird immer zuletzt eingeladen" -
danach stand die Matratze an der Mauer hinter den Containern und Ihr ward abgereist.
Wir mussten kostenpflichtig nocheinmals die Entsorgungsgsfirma Russ anfahren lassen, da die Klosterverwaltung uns den Platz mit liegengelassenem Sperrmüll
verständlicherweise nicht abnimmt.
Die Kosten werden wir Dir somit in Rechnung stellen bzw. die Müllkaution einbehalten.
Gerne kannst Du Deinen Mitarbieter hierfür in Verantwortung ziehen,
wir sind Dir bislang immer sehr fair entgegengekommen, vor allem in Sachen Finanzen !-aber diese Kosten werden wir nicht übernehmen.

Ich meldete mich zurück:
Hallo Simone,
wir sind, wie Du sicherlich auch, weiterhin sehr an der Aufklärung der Sache "MATRATZE" interessiert.
Da es ja schon einmal vorkam dass ein Mitarbeiter die falsche Mülltonne benutzte wurden alle Mitarbeiter dieses Jahr speziell auf diese wichtige Sache mündlich und schriftlich hingewiesen, sowohl von mir persönlich wie auch von der Teamleitung vor Ort. Ausserdem haben wir sogar beim Abbau noch einmal bevor wir weg gefahren sind die Müllcontainer der Universität geprüft, ob dort fälschlicherweise Müll von uns einsortiert wurde. Dies war nicht der Fall. Auch eine Matratze ist uns dort nicht aufgefallen, wir haben allerdings auch nicht genau darauf geachtet ob etwas neben den Containern an der Wand gestanden hat. Ich habe auch noch einmal diesbezüglich mit dem Abbauteam Rücksprache gehalten.
Wenn ein Marktteilnehmer oder Mitarbeiter den falschen Mülleimer mit gewöhnlichem "Marktabfall" bestückt ist dies für Euch und mich ärgerlich. Jedoch kann ich dies verbuchen unter müde, durcheinander oder ähnlichem.
Eine Matratze ist nun jedoch etwas ganz anderes und bedarf auch einer anderen, exakteren Aufklärung.

Bisher weiß ich aus deiner letzten E-Mail nur folgendes:
Es gibt eine Aussage eines Mitarbeiters von Euch dahingehend, dass eine Matratze mit den Maßen 0,90 x2m am Kontainer stand und das er einen unserer Mitarbeiter darauf angesprochen hätte. Dieser hätte geantwortet die Matratzen würden wir immer zuletzt einladen.
Hierzu kann ich schon einmal festhalten, dass wir normalerweise gar keine Matratzen dabei habn, wenn wir mit dem roten LKW unterwegs sind. Wir haben dann nur Klappbetten dabei, und die zwei, die wir diesmal mitgenommen haben, sind auch beide wieder heil in Marburg angekommen. Hätte ein Mitarbeiter eine alte Matratze mitgenommen, wäre uns das sicherlich aufgefallen.

Um den Sachverhalt näher aufzuklären, wäre es also wichtig zu wissen, mit welchem von unseren Mitarbeitern dein Mitarbeiter gesprochen hat. Wie sah unser Mitarbeiter aus? Zu welcher Uhrzeit war dies etwa? Auch der Name deines Mitarbeiters, der die Aussage gemacht hat, wäre wichtig.

Um die Sache "Matratze" aufzuklären fehlen uns also noch sachdienliche Hinweise:

1)Als erstes sollten wir herausbekommen wer mit wem, wann gesprochen hat.
2)Sicherlich habt ihr auch ein Foto der Matratze gemacht? Oder eine Personenbeschreibung unseres Mitarbeiters? Vielleicht liegt auch eine Verwechslung bei den Personen vor? (Das wäre durchaus möglich...)
Also der Mitarbeiter von Dir müßte sagen können wer von meinen Mitarbeitern mit der besagten Matratze während dem Gespräch hantierte und wo dieses Gespräch stattfand. ( auf dem Festplatz , auf dem Parkplatz ..beim Anhänger beim Lkw..?)
Wie Du siehst fehlen noch eindeutige Hinweise für die Aufklärung der Ordnungswidrigkeit wer die Matratze dort hingestellt haben soll. Von unserer Seite aus können wir bisher nur vermuten, dass dies im Zweifel jemand anderes war und eine Verwechslung vorliegt.

Ich bitte möglichst zeitnah diesen Fragen nachzugehen und mir eine Rückmeldung zu geben.
Wir sollten mit der Aufklärung des Sachverhaltes nicht zu lange warten, da sonst Erinnerungen verblassen und Ereignisse nicht mehr rekonstruiert werden können.

Ich habe diese Mail in Kopie an meine Mitarbeiter gesendet

Liebe Grüße,

daraufhin reagierte der Veranstalter nicht mehr.


2) Betr. "Entgegenkommen":
Der Veranstalter ist uns nicht preislich sondern zeitlich entgegengekommen. Das vereinbarte Standgeld zahlten wir bei Ankunft.

Getränkebonabrechnung:
Im Vorjahr 2012. vereinbarte ich mit dem Veranstalter dass ich nicht den vollen Betrag für Getränke von Künstlern erstattet bekomme sondern nur 1€ also die Hälfte.

Vonn dieser Vereinbarung war von meiner Seite 2013 nicht die Rede und auch schriftl. ist darüber keine Übereinkunft festgehalten.
Der Veranstalter sagt aber dass er wie 2012 nur 1Euro zahlt.
Auf den ausgegebenen Bons ist jedoch der Wert 2€ aufgedruckt.
Der Veranstalter weigert sich auch hier den normalen Tarif von 2€ zu zahlen.

Meine Frage : was könnte ich tun um den Veranstalter schnell zu überzeugen dass er im Unrecht ist. Evtl die relevanten Paragrafen nennen?
(Ich werde mit dem Veranstalter nicht mehr arbeiten wollen)

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie sollten den Veranstalter auffordern, die Müllkaution unter Fristsetzung an Sie zurück zu zahlen und anderenfalls mit der kostenpflichtigen Beauftragung eines Anwaltes drohen.

In Bezug auf die Getränke verstehe ich Sie so, dass es 2013 keine Einigung über eine geringere Vergütung gab. Daher dürften Sie Aussichten haben, für die Bons den aufgedruckten Wert verlangen zu können. Hierbei müssten dann aber die genauen Erklärungen ausgelegt und ggf. auch erst mittels Zeugeneinvernahme ermittelt werden, so dass ein gewisses Risiko besteht.

Eine Art "Zauberformel", mit der Sie den Veranstalter zur schnellen außergerichtlichen Zahlung bewegen können, gibt es leider nicht. Notfalls müssen Sie die Müllkaution und die Vergütung einklagen, wobei es dann u.a. darum geht, ob es wirklich Zeugen dafür gibt, dass einer Ihrer Mitarbeiter die Matratze entsorgt hat.

Die betreffenden Paragraphen sind §§ 280, 241 Abs. 2 BGB für die angebliche Nebenpflichtverletzung bezüglich des hinterlassenen Mülls und § 433 Abs. 2 BGB für die Pfandbons. Diese zu benennen ist aber wie gesagt keine Garantie für eine außergerichtliche Einigung.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 10.02.2014 | 13:29

Sehr geehrte Anwältin,
welche Voraussetzungen /Beweise muss der Veranstalter liefern um d. Kaution einzubehalten?
besten Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.02.2014 | 13:43

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

In dem möglicherweise anstehenden Prozess müsste der Veranstalter beweisen, dass einer Ihrer Mitarbeiter die Matratze entsorgt hat. Ich kann mir hier eigentlich nur die Zeugeneinvernahme als denkbares Beweismittel vorstellen. Der Veranstalter müsste daher den eigenen Mitarbeiter, ggf. noch Ihren Mitarbeiter, als Zeugen benennen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Scheibeler

Bewertung des Fragestellers 10.02.2014 | 13:48

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"der Sachverhalt wurde mir gut erklärt "
Stellungnahme vom Anwalt:
Jetzt Frage stellen