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Muß mein Mann nur für mich und unser gemeinsames Kind oder auch für mein Kind aus erster Ehe Unterha


12.05.2005 08:40 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Rechtsanwältin

ich bin seid 15 Jahren verheiratet, und möchte mich nun von meinem Mann trennen. Wir haben ein gemeinsames Kind im Alter von 13 Jahren, und ich habe eine Tochter aus erster Ehe ( 16 J.) deren Vater im Ausland lebt und keinen Unterhalt zahlt. Mein Mann hat alle finanziellen Ausgaben meiner Tochter, einschl. Krankenversicherung etc. immer übernommen. Im gegenzug hat er Sie auch seid über 10 Jahren als "ganzes Kind" auf seiner Steuerkarte eingetragen. Ich selbst ahbe bis auf einige Aushilfstätigkeiten während der Ehe nicht gearbeitet.

Da mein Mann provisionsabhängig arbeitet, ist es schwer für mich einen klaren Nettolohn anzugeben. Im vorletzten Jahr betrug sein Einkommen 95.000 Euro brutto, und im letzten Jahr 70.000 Euro.

Meine Frage an Sie nun lautet: muß mein Mann für mich und beide Kinder zahlen, oder nur für mich und meinen Sohn, und wie hoch wäre die Unterhaltzahlung mit der ich rechnen könnte.

Im vorraus vielen Dank

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Sehr geehrte(-r) Fragesteller(-in),

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese möchte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Zunächst ist offensichtlich, und dies unterstellen Sie ja auch bei Ihrer Frage, daß der Noch-Ehemann für Sie und das gemeinsame, leibliche Kind zahlen muß. Die Unterhaltsverpflichtung Ihnen gegenüber ergibt sich, solange Sie noch verheiratet sind, aus §§ 1360, 1361 BGB,
im Falle der Scheidung aus § 1569 BGB.. Die Unterhaltspflicht gegenüber dem gemeinsamen Kind folgt bei Trennung aus den §§ 1601 ff. BGB.

Schwieriger ist es die Beantwortung der Unterhaltspflicht für Ihr Tochter aus erster Ehe. Da das Kind weder ein eheliches oder nichteheliches leibliches Kind, noch adoptiert ist, besteht zunächst vom Grundsatz her keine Unterhaltspflicht. Die von Ihnen mitgeteilte Berücksichtigung auf der Lohnsteuerkarte ändert an dieser Tatsache nichts, der Kinderfreibetrag ist nur ein Verrechnungsposten für den Unterhaltsanspruch, der aber dem Grunde nach gegeben sein muß. Der wirtschaftliche Vorteil für Ihren Noch-Ehemann wird mit der Scheidung weggefallen, dies ist aber unterhaltsrechtlich in Ihrem Fall ohne Belang. Eine von Ihnen evt. ins Auge gefaßte „Unterhaltspflicht aus Billigkeitsgründen“ ist so vom Gesetz nicht vorgesehen.

Was die Höhe des Unterhalts für Sie und das gemeinsame Kind betrifft, richtet er sich je nach Wohnort nach der Düsseldorfer Tabelle oder (neue Bundesländer) Berliner Tabelle. Eine genaue Berechnung für die vier hier einschlägigen Konstellationen –Sie bzw. das gemeinsame Kind jeweils vor und nach der Scheidung- ist im Rahmen dieses Forums nicht möglich.


Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung, genauso für eine weitergehende Interessenwahrnehmung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

Tel.: +49 (0)39 483 97825
Fax: +49 (0)39 483 97828
E-Mail: ra.schimpf@gmx.de
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