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Muß ich die Inkassokosten bezahlen?

14.03.2014 12:30 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Guten Tag,

folgender Sachverhalt liegt vor.

Ich bestellte am 09.12.2013 in einer Versandapotheke rezeptfreie Medikamente, gegen offene Rechnung.

Diese wurden auch ordnungsgemäß geliefert, allerdings fehlte eine Rechnung in dem Paket.

Das keine Rechnung der Lieferung beigefügt war, dafür gibt es zwei Personen die das betätigen können.

Ich bin zunächst davon ausgegangen das die Rechnung separat per Post oder E-Mail kommt, was schon je nach Apotheke vorkommen kann.

Am 19.02.2014 bekam ich dann Post eines Inkassounternehmens, die den Betrag nun von der Versandapotheke geltend machen und natürlich Ihre Gebühren berechneten.

Ich habe das Inkassounternehmen unverzüglich angeschrieben und um Übermittlung der Rechnung und einer Vollmacht gebeten.

Wenige Tage später wurde mir dann auch die Rechnung der Apotheke übermittelt, die ich auch umgehend direkt an die Apotheke bezahlt habe mit dem Hinweis, das mir keine Vollmacht des Inkassounternehmens vorliegt und damit nicht an das Inkassounternehmen bezahlt wird. Ferner gab ich den Hinweis bei der Zahlung an „ ohne Anerkennung einer Rechtspflicht".

Auf der Rechnung steht unter Zahlungsbedingungen der Hinweis „Der Rechnungsbetrag wird sofort nach erhalt der Ware fällig".

Nun beharrt das Inkassounternehmen natürlich auf seine Gebühren. Eine Vollmacht liegt mir bis heute von dem Inkassounternehmen nicht vor.

Mir stellt sich nun die Frage, ist Verzug eingetreten?

Mir lag ja bis zum Schreiben des Inkassobüros keine Rechnung vor, auch die angebliche Mahnung der Apotheke hat mich nie erreicht.

Muss ich die Inkassogebühren tatsächlich bezahlen?

Schon einmal vielen Dank für Ihre Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wie Sie richtig erkannt haben, müssten Sie die Inkassokosten als Verzugsschaden ersetzen, wenn diese Kosten für die Apotheke notwendig geworden sind.

Verzug kann aber nur eintreten, wenn Ihnen Rechnung oder eine gleichwertige Zahlungsaufforderung zugegangen ist. Da Ihnen nach Ihren Angaben keine Rechnung zugegangen ist und vermutlich auch keine gleichwertige Zahlungsaufforderung, kann insoweit auch kein Verzug eingetreten sein. Ein Verzugsbeginn durch eine Mahnung scheidet ebenfalls aus, wenn Ihnen keine Mahnung zugegangen ist. Den Zugang der Rechnung und Mahnung muss von der Apotheke nachgewiesen werden, wenn Sie den Verzugsschaden Ihnen gegenüber geltend machen will.

Ist schon kein Verzug eingetreten, kann natürlich auch kein Verzugsschaden in Form der Inkassokosten geltend gemacht werden.

Darüber hinaus wäre ohne ordnungsgemäße vorherige Mahnung durch die Apotheke die Beauftragung des Inkassobüros auch nicht notwendig gewesen, so dass auch vor diesem Hintergrund keine Erstattungspflicht bestünde.

Spätestens auf Verlangen des Schuldners hat das Inkassobüro eine Vollmacht vorzulegen. Geschieht dies nicht und wurde die Forderung der Inkassogebühren mangels Vollmacht unverzüglich zurückgewiesen, kann das Inkassounternehmen die Gebühren nicht von Ihnen verlangen.

Insgesamt gehe ich daher im Rahmen der ersten rechtlichen Einschätzung davon aus, dass Sie nach Ihren Schilderungen die Inkassokosten nicht erstatten / zahlen müssen. Sie sollten daher die Forderung noch einmal ausdrücklich mit dem Hinweis, dass kein Verzug bestand zurückweisen. Sollte das Inkassounternehmen allerdings an der Forderung festhalten oder sogar ein gerichtliches Mahnverfahren gegen Sie einleiten, sollten Sie die Angelegenheit unbedingt tiefergehend prüfen lassen.

Ich hoffe, damit Ihre Frage beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin

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