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Muß ich Erbschaftssteuer zahlen???


| 30.10.2005 20:05 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Guten Tag.
Ich hatte mit meinem Ex Lebensgefährten einen Bausparvertrag für Hausbau abgeschlossen.Wir waren NICHT verheiratet.
Er ist voriges Jahr tödlich verunglückt.Ich mußte,da das Haus verkauft wurde,diesen Bausparer kündigen und an die Bank abtreten.
Jetzt schreibt mich das Finanzamt an,ich müsse Erbschaftssteuer zahlen,aber ich habe ja nichts geerbt.
Es war laut Vertrag so,das im Fall des Todes eines Partners der andere Partner der Begünstigte ist.D.h. ich habe seine Hälfte doch nicht geerbt oder sehe ich das falsch?

Bei einer ausgezahlten Lebensversicherung nach Tod,muß man doch auch keine Steuern zahlen,wenn es einen Begünstigten gibt.

Mit freundl.Grüßen

-- Einsatz geändert am 30.10.2005 20:10:24
Guten Abend,

das Problem erscheint mir weniger die Erbschaftssteuer, als möglicherweise Schenkungssteuer zu sein.

Sie haben Recht, daß bei einer Einsetzung als Begünstigte zu Lebzeiten keine Erbschaftssteuer anfällt, da die Einsetzung noch als Rechtsgeschäft unter Lebenden gilt. Dies hilft Ihnen allerdings nicht, da möglicherweise eine Schenkung vorliegt. Schenkungssteuer und Erbschaftssteuer sind der Höhe nach identisch.

Ob eine Schenkung vorliegt und ob die Freibeträge nicht greifen, vermag ich anhand Ihrer Schilderung nicht zu beurteilen. Sie können davon ausgehen, daß die Einsetzung als Begünstigte als Schenkung zu beurteilen ist, wenn sie ohne Gegenleistung erfolgt ist, also etwa zur Absicherung eines Darlehenes oder ähnliches.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 31.10.2005 | 16:02

Guten Tag.
Erstmal vielen Dank für die Antwort.
Der Freibetrag liegt bei 5200 € und dieser war mit 2500 € überschritten.
Ich stand ja,wie schon geschrieben,als Begünstigte im Vertrag für seine Hälfte des Bausparers.
Das Haus mußte ich ja verkaufen,da ich sowieso nicht mehr dort wohnte und es auch nicht wollte.Leider war ich aber auch noch zur Hälfte Grundstückseigentmer und Kreditnehmer.
Zwischen Verkaufspreis fürs Haus und Kreditablösesumme War aber eine Differenz von 15000€.
Also sagte die Bank,ich solle den Bausparer kündigen,was ich tat.
Bei der Vertragsauflösung schrieb die Bausparkasse: " Zur Auszahlung an den Abtretungsgläubiger ....€ ( Bank! )
Die Bank hat auch das Geld bekommen,da ich ihn ja an diese abtreten mußte.
Ist es trotzdem eine Schenkung?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.10.2005 | 17:14

Guten Abend,

entscheidend ist leider nicht, ob Sie im Ergebnis von dem Geld etwas gehabt haben. Maßgeblich für die Schenkung ist die Einsetzung als Begünstigte. Hier liegt nach Ihren Angaben eine Schenkung vor, da Sie ohne Gegenleistung als Begünstigte eingesetzt wurden.

Ich fürchte, Sie kommen um die Schenkungssteuer nicht herum.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß

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