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Muß eine Ehe in dem Land geschieden,in welchem diese geschloßen wurde?


10.02.2007 22:53 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo
Meine Eltern hatte 1957 in Baden Württemberg Standesamtlich geheiratet.
Mein Vater war US Soldat, und meine Mutter war deutscher Staasbürger, sie erwarb die amerikanische Staatsbürgerschaft erst 1963 und behielt diese bis zu ihrem Tod.
1969 trennten sich meine Eltern und wir 3 Kinder aus dieser Ehe
zogen mit unserer Mutter nach Deutschland.
1973 hat sich mein Vater von Oklahoma aus scheiden lassen, dies war unser letzter gemeinsamer Wohnsitz. Kurze Zeit später heiratete mein Vater eine Frau die er nach dem Krieg aus Vietnam mitgebracht hatte. Mit dieser Frau hatte er weitere drei Kinder. 1995 verstarb mein Vater, wir waren nicht Erbberechtigt.
2005 verstarb meine Mutter. Bei der Erledigung der Standesamtlichen Vorgänge wurde festgestellt, daß meine Mutter im Familienbuch in Berlin immer noch als verheiratet geführt wurde. Da wir kein Amtlich anerkantes Scheidungsurteil vorlegen konnten, wurde in die Sterbeurkunde meiner Mutter
" Verheiratet" eingetragen, und mein Vater wurde im Nachlass-Bescheid geführt.
Inzwischen erhielten wir von US Behörden eine Sterbeurkunde meines Vaters, und ein Amtliches Scheidungsurteil, welches weder von meiner Mutter noch von meinem Vater unterschrieben ist.
Meine Fragen nun;
1.) Ist das Scheidungsurteil überhaupt rechtsgültig, da die Deutschen Behörden weder Dokumente noch Informationen über die Scheidung erhielten. Muß eine Ehe in dem LAnd geschieden,in welchem diese geschloßen wurde?
2.)War die zweite Ehe überhaupt gültig?
3.) Sind die Nachlassberchtigten meines Vaters , wir Kinder aus erster Ehe waren bei meinem Vater nicht berechtig, beim Nachlass meiner Mutter Berechtigt oder Verantwortlich?

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Sehr geehrter Herr Fragesteller,

Die Ehe Ihrer Eltern wurde in den USA nach amerikanischem Recht
dort gültig geschieden.

Das Scheidungsurteil muss hier bei uns(Deutschland) noch anerkannt werden (die Anerkennung von Scheidungsurteilen in den USA bei uns
ist der Regelfall),danach ist die Scheidung auch in Deutschland wirksam.

Ein solches Anerkennungsverfahren (wenn man dies möchte)läuft über das Generalkonsulat .



Die leiblichen(oder adoptierten) Kinder sind (neben dem Ehegatten)die Erben ihrer Eltern.


Als Ihr Vater verstarb(in 95) gab es deshalb 7 Erben,nämlich die insgesamt sechs Kinder Ihres Vaters und dessen zweite Frau.
Die Kinder des Vaters aus der zweiten Ehe erben von Ihrer Mutter(verstorben in 2005) nichts,da sie nicht von ihr abstammen.
Diese Kinder (aus der zweiten Ehe mit der Frau aus Vietnam) sind somit aus dem Nachlass Ihrer Mutter weder berechtigt noch verpflichtet.

Sofern Ihre Mutter zum Todeszeitpunkt nicht(wieder) verheiratet war,sind die drei Kinder der Mutter Alleinerben(von deren Nachlass) geworden (also Sie und Ihre beiden Geschwister).



Mit freundlichen Grüßen

Dorothee Mertens

Rechtsanwältin











Nachfrage vom Fragesteller 11.02.2007 | 17:30

Hallo Fr. Mertens
Sie erwähnten " Als Ihr Vater verstarb(in 95) gab es deshalb 7 Erben,nämlich die insgesamt sechs Kinder Ihres Vaters und dessen zweite Frau." Es gab ein Testament, indem die 3 Kinder aus erster Ehe nicht erwähnt waren, weder daß sie etwas erhalten, noch daß sie nichts erhalten. Besteht für die Kinder aus erster Ehe Anspruch auf einen " Pflichtteil" ? Der Vater starb in Kansas ( USA ).
Gruß


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.02.2007 | 22:08


Sehr geehrter Herr Fragesteller,


Wenn im Testament nichts über die drei Kinder aus erster Ehe steht,bleibt es bei der gesetzlichen Erbfolge.

Sie und Ihre beiden Geschwister waren demnach auch Erben(und nicht nur Pflichtteilsberechtigte)aus dem Nachlass des in 95 verstorbenen Vaters.





Mit freundlichen Grüßen

Dorothee Mertens

Rechtsanwältin
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