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Muß ein Mann seine Vaterschaft ausdrücklich anerkennen...

| 25.05.2014 21:47 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung: Vaterschaft
Unterhalt

Ein sehr guter Kumpel von mir arbeitet als Brotfahrer bei einer großen Bäckereikette. Er ist jetzt 43, ledig und kinderlos, verdient knapp 1500,- EUR brutto im Monat und hat sich über die Jahre etwa 25000,- EUR zur Seite gelegt.

Eine Verkäuferin in einer der Filialen - die beiden kennen sich seit 15 Jahren und verstehen sich sehr gut - ist nach einem Onenightstand schwanger von einem Mann, von dem sie nur den Vornamen kennt und den sie nicht wiedersehen möchte.

Sie fragte meinen Kumpel, ob er die Vaterschaft übernehmen möchte. Er fühlte sich einerseits geschmeichelt, andererseits sieht seine Lebensplanung anders aus. Er entschied sich vor einiger Zeit bewußt gegen eine feste Beziehung mit Kind und Verantwortung, liebt seine Freiheit und genießt es, an seinen freien Tagen mit Zelt und Motorrad durch Deutschland zu fahren.

Er erklärte ihr seine Gründe, sie war zwar sehr traurig, schien aber seine Entscheidung zu respektieren. Dennoch ist er unsicher.

Wenn die Frau nun entgegen der Vereinbarung bei der Geburt meinen Kumpel als Vater nennt:

- muß der Vater dann die Vaterschaft ausdrücklich anerkennen oder genügt das Wort der Mutter?
- kann der Vater oder das Jugendamt dann - ggf. auch gegen den Willen der Mutter - einen DNA-Test verlangen?
- wie hoch sind die Selbstbehaltsgrenzen beim Unterhalt bezgl. Lohn und Ersparnissen (die Frau ist Mitte 30, ledig, kinderlos und verdient etwa 1200,- EUR brutto im Monat)?

-- Einsatz geändert am 25.05.2014 21:55:55

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich fasse zusammen:

Ja, der Freund muss die Vaterschaft ausdrücklich anerkennen.

Hilfsweise

Der Vater kann einen DNA Test verlangen, es kann auch die Vaterschaft angefochten werden.


Der Selbstbehalt gegenüber dem Kind beträgt 1000 Euro, gegenüber der Mutter 1.100 Euro.


im Einzelnen:

Vaterschaft

Nach Paragraf 1592 des Bürgerlichen Gesetzbuches ist Vater, wer mit der Mutter zur Zeit der Geburt verheiratet ist, oder wer die Vaterschaft anerkannt hat, oder dessen Vaterschaft gerichtlich festgestellt ist.

Daraus ergibt sich, dass es gerade nicht genügt, wenn die Mutter den Freund als Vater des Kindes benennt.

Um dessen Vater im Rechtssinne zu sein, muss er die Vaterschaft anerkennen.

Das ist freiwillig und erfordert die Zustimmung der Mutter.( Paragraf 1595 BGB ).

Sie ist auch nur wirksam, wenn sie vor Urkundsbeamten abgegeben wird,( Paragraf 1597 BGB, also zB vor dem Jugendamt oder dem Standesamt.

Auch wenn der Freund weiss, dass er nicht der Vater ist, so wird die Anerkennung dennoch wirksam.


DNA Test, Anfechtung der Vaterschaft

Nach Paragraf 1598 a BGB kann durch eine genetische Untesuchung die Abstammung des Kindes geklärt werden.
Den Anspruch haben Vater, Mutter und Kind.
Es ist ein Antrag vor dem Familiengericht zu stellen.


Es kann auch eine zu Unrecht bestehende Vaterschaft angefochten werden.

Das können Vater, Mutter und Kind , aber auch das Jugendamt, Paragraf 1600 BGB.

Der Vater muss dazu aber beachten, dass er nur zwei Jahre ab Kenntnis anflexten kann, die Frist beginnt mit Wirksamkeit der Anerkennung.

Es muss dazu ein Antrag vor dem Familiengericht gestellt werden.

Selbstbehalt

Der Selbstbehalt beträgt gegenüber dem Kind 1000 Euro.
Es kommt dann auch Unterhalt für die nichteheliche Mutter in Betracht.
Ihr gegenüber beträgt der Selbstbehalt 1.100 Euro.

Das ergibt sich aus der Düsseldorfer Tabelle

Von dem Vermögen zählen nur die Zinsen als Einkommen, sonst bleibt es aussen vor.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Fachanwältin für Familienrecht

Bewertung des Fragestellers 25.05.2014 | 23:07

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