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Muß der Betrag wirklich auf einmal bezahlt werden


| 14.01.2007 11:43 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Sehr geehrte Anwälte,

wir brauchen dringend Hilfe. Mein Freund hatte 2002 ein Büro angemietet das er irgendwann nicht mehr benötigte und auch nicht mehr zahlen konnte. Leider war das ein auf 10 Jahre befristeter Vertrag aus dem er nicht rauskam. Irgendwann wurde ihm durch die Zahlungsrückstände gekündigt. Das Büro wurde wieder vermietet, jedoch konnte es der Vermieter nicht für den vollen Betrag weitervermieten. Den Differenzbetrag der sich bis 2010 ansammelt muß nun mein Freund bezahlen.

"Es wird festgestellt, daß der Beklagte verpflichtet ist, der Klägerin denjenigen Schaden zu ersetzen, der ihr dadurch entsteht, dass das Mietverhältnis der Parteien über die Räume im Hause.... gemäß Mietvertrag vom 26.09.02 vor dem 01.12.2010 durch berechtigte fristlose Kündigung der Klägerin geendet hat."

Nun stand letzte Woche der Gerichtsvollzieher vor der Türe und wollte diese "12.224,84".
Nun die Frage: Muß das Geld wirklich im voraus bis 2010 bezahlt werden (oder nur die Summe die bis heute angefallen ist)?

Und zum zweiten: Würde der Mieter das Büro vor 2010 verlassen müssen dann wieder die vollen Mietkosten bezahlt werden?

Mit freundlichen Grüßen
Macalu
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

1. Genau genommen wäre jeweils der Fehlbetrag, der monatlich entsteht, von Ihrem Freund zu ersetzen, es sei denn, er hätte die Miete für die Vertragslaufzeit im Voraus bezahlen müssen, wovon ich nicht ausgehe. Ihrer Schilderung entnehme ich, dass bereits ein rechtskräftiges Urteil vorliegt. Sollte darin jedoch keine Summe enthalten sein, nur der Schadensersatzpflicht dem Grund nach, dann wäre gegen die Vollstreckungsmaßnahme vorzugehen. Hierzu rate ich Ihnen, einen Anwalt aufzusuchen.

2. Sollte der Mieter das Büro verlassen müssen, kommt es auf die Umstände des Auszuges an: Trägt der Vermieter ein Verschulden, so dürfte Ihr Freund hierdurch keine Verschlechterung erfahren. Zieht der Mieter aus, weil er das Büro nicht mehr halten kann, dann wäre vornehmlich der Mieter und nicht Ihr Freund Anspruchsgegner. Auf Ihren Freund dürfte auch in diesem Fall nicht mehr zurückgegriffen werden.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben.

Mit freundlichem Gruß

M. Timm
-Rechtsanwalt-
www.peukerttimm.de

Nachfrage vom Fragesteller 14.01.2007 | 12:01

Erstmal vielen Dank für die superschnelle Antwort. Nur noch eine Nachfrage:
Ja es gibt ein Urteil.

"Sollte darin jedoch keine Summe enthalten sein, nur der Schadensersatzpflicht dem Grund nach, dann wäre gegen die Vollstreckungsmaßnahme vorzugehen."

Es sind schon Summen enthalten, nun weiß ich nicht ob Sie die meinen.
Einmal der Streitwert.
Dann noch:

1. Der Beklagte wird verurteilt an die Klägerin 5284,40 nebst Zinsen in Höhe von jeweils 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz aus jeweils € 528,40 seit 04.03.05, 05.04.05,.... zu bezahlen.

Und einmal der Satz
2. Er wird weiter verurteilt, an die Klägerin 1256,60 nebst Zinsen hieraus in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit 31.05.06 zu bezahlen.


Vielen vielen Dank für Ihre Beantwortung und noch ein schönes Wochenende.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.01.2007 | 12:07

Die im Urteil enthaltenen Summen sind sofort zu zahlen. Hiervon umfasst sind aber nicht die künftigen monatlichen Restmietbeträge. Wenden Sie sich hier an Ihren Vermieter und stellen Sie klar, dass Sie alle fälligen Forderungen begleichen werden. Die zukünftige Restmiete würde zu dem im Vertrag vereinbarten Zeitpunkt gezahlt werden.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

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