Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
479.629
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Muß 'angeblicher'Urheber sein Urheberrecht beweisen oder reicht Aussage es sei seins?


22.12.2007 02:02 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von



Hallo, vor fast 3 Monaten bot ich bei Ebay einige (7) Rollen Tapeten zum Verkauf, die ich nicht mehr brauchte. Da ich davon leider kein Foto hatte "googelte" ich nach der Bezeichnung der Tapete und fand auch ein Foto welches ich daraufhin kopierte und leider auch in der Auktion auch verwendete.
Es dauerte keine 5 Stunden nach Beginn der Auktion da meldete sich ein Ebayshop und behauptete das dieses Foto Ihres wäre und ich daher 500 Euro Schadensersatz zahlen soll,dies stände in Ihren AGB´s. (ich habe vor erstem Schreck und Unverständniss diese Auktion direkt nach mir Bekanntwerden dieser Mail, ca. 9 Stunden nach Einstellen, sofort beendet...leider hatte die Betreiberin des Ebay-Tapetenshops da schon eine Rolle, über ein anderes, Zweites, nicht zum Shop gehörendes und zu diesem Zeitpunkt als "privat" gekennzeichnetes Ebaykonto ersteigert...)
... Außerdem wirft man mir vor das Copyright entfernt zu haben... Ich habe jedoch das Foto genau so eingestellt wie ichs (zugegebenermaßen) kopiert habe und auch nichts daran geändert/verfälscht/retouchiert!..und da ich das Foto nicht aus Ebay kopiert sondern im wie oben beschrieben im "www" gegoogelt habe und ich nun auch zum allerersten Mal überhaupt von der Existenz dieses Shops erfuhr, forderte ich einen Nachweis das dieses von mir in der Auktion verwendete Foto tatsächlich die Urheberrechte des Shops besitzt...
...denn das von mir verwendete Foto enthält nachweislich keinerlei digitale Signaturen oder Wasserzeichen, also absolut keinen nachvollziehbaren Beweis/Nachweis über z.B. Kameratyp, Herstellungsdatum und/oder ganz bestimment, den Autor/Hersteller!... es könnte also eigentlich und nach Befragen eines mir bekannten proffess. Fotografen, von jedem Menschen auf diesem Erdball gemacht worden sein!

Ich gab auch bereits zu dieses Foto aus dem www. gegoogelt zu haben, jedoch besteht das www. ja nicht nur aus diesem einzigem Tapetenshop...forderte erneut Nachweis. Außerdem erwähnte ich in der Hoffnung auf Menschlichkeit das ich Mindestverdiener bin und mir daher keinen Anwalt leisten könne...Menschlichkeit gleich "Null" dafür erneute Androhungen...

Daraufhin bekam ich wieder Drohungen und eine Rechnung des Shops über 500 Euro Schadensersatz wg.Verletzung des Urheberrechtes. Ich widersprach der Rechnung schriftlich (Einschreiben) und forderte wiederholt einen Nachweis...
Nach verstrichener selbst gesetzter Frist des Shops hörte ich viele Wochen nichts, bis gestern, als ein Schreiben eines Anwaltes kam,indem ich aufgefordert werde die 500 Euro wg.Urheberrechtsverletzung an dem Foto zzgl.Anwaltskosten zu übernehmen, also zus. ca. 600 Euro bis 31.12.2007 zu zahlen,ansonsten würden gerichtliche Schritte eingeleitet werden und es würden mich erhebliche Mehrkosten erwarten.
In dem Anwaltsschreiben steht ich hätte unerlaubt ein selbsterstelltes!!! Foto seiner Mandantin verwendet, sie hätte von der Tapetenfirma die Erlaubnis Fotos von deren Produkten zu erstellen und in Ihren Angeboten zu verwenden...
(P.S. dazu: dürfte ich meine, z.B. daheim an der Wand klebende Tapete, nicht selbst fotografieren und dieses Foto dann zu einer Ebayauktion verwenden, ohne mir vorher die Erlaubnis der betreffenden Tapetenherstellerfirma einzuholen?...irgentwie absurd...?)
... es wird jedich wieder auf die, mir zum vor Bedrohung/Forderung unbekannten AGB´s hingewiesen, außerdem droht man mir nebenbei zu prüfen ob ich nicht die Vorraussetzung eines gewerblichen Verkäufers erfülle, da ich ca. 6-12 Artikel monatlich versteigere, meißtens nur Kleinkram, geringwertige Kleidung gebraucht u. teilws.auch neu, und mich daraufhin anzuzeigen, wohl wegen "Steuerhinterziehng"?...UND aber was hat das mit dem eigentlichem Fall und der Forderung zu tun? Darf dies gleichzeitig angeklagt und als Bestandteil dieser Forderung wegen der angeblichen Urheberrechtsverl.verwndet werden?
Einen Nachweis über den Beweis das dieses Foto die Urheberrechte seiner Mandantin besitzen soll blieb mir auch das Anwaltsschreiben schuldig!

Nun nach langer Vorgeschichte meine eigentlichen Fragen:

- muß mir die Klägerin beweisen das dieses von mir in der Auktion verwendete Foto ihr Eigentum ist oder muß ich beweisen das ich es nicht aus Ihrem Shop kopiert u. auch noch bearbeitet haben soll und woher ich das von mir verw. Foto habe? (ich saß Stunden über "Google" um das Foto wiederzufinden, leider ohne Erfolg)...muß ich, also als Beklagte meine Unschuld beweisen oder die Klägerin mir meine Schuld?
(...mir wurde erklärt, da es sich um eine zivilproz. Sache handelt, müsse ich! meine Unschuld beweisen...Das verstehe ich jedoch nicht. Da könnte doch jeder jedem etwas vorwerfen, behaupten u.ihm drohen, Rechnungen schicken und hoffen der andere zahlt weil er sich keinen Anwalt leisten kann, still hält und aus Angst, wenn auch evtl. unschuldig zahlt...ist das unser Rechtssystem?...für mich ist dieses eher ein Aufruf zu kriminelen Machenschaften, ja leicht und recht schnell verdientes Geld mit der Angst und Unwissenheit von Meschen!?)

- darf man mir mit o.g. anderen und ebenfalls unbewiesener und nur angenommenen Sache drohen und diese zu der eigentlichen Angelegenheit verwenden um der Sache Nachdruck zu verleihen?!...diese evtl. auch zum Bestandteil der "Anklage" wg.des angeblich verletzten Urheberrechtes des Fotos machen?...welche angenommenen Konsequenzen hätte dies für mich weiterhin/weitschauend?


- wie stehen meine Chancen bei Herausfordern einer Klage durch Verstreichen der Zahlungsfrist? Könnte ich aufgrund des fehlenden Beweises/Nachweises zur Herkunft des Fotos Recht bekommen oder käme es auf einen Vergleich hinaus? Würde sich der Vergleich incl. Anwaltskosten niedriger belaufen als die bisher geforderten 600 Euro oder soll ich einfach zahlen um einfach nur endlich "Ruhe" zu haben (mit Zahlung würde ich ja meine angebliche "Schuld" quasi eingestehen...was kommt dann noch?)
Ich bin total verzweifelt, was soll ich tun, wie stehen meine Chancen und der erhaltene Anwaltsbrief/Schreiben kam "gut dosiert", kurz vor Weihnachten (Feiertage/Urlaubszeit) und mit Zahlungsfrist bis 31.12.2007.

Ich hoffe das ich trotz bevorstehender Weihnachts-/Neujahrszeit eine wirkliche Hilfe finde...es wäre auch schön wenn die ganze, wenn auch sehr lange Frage/Text, VOR (!) Antwort genau und evtl. auch 2 Mal durchgelesen werden würde!...ich weiß auch das mein eingesetzter Wert von 20 Euro gering und nicht gerade herausfordernt ist aber in Anbetracht der evtl. zu bestreitenden und für mich doch sehr hoch erscheinenden, bisher geforderten Zahlungen, sowie der Ungewissheit und nicht zuletzt meines geringen monatl.Einkommes zufolge...naja u. ehrlich...falsche Hoffnung kann ich mir finanz. nicht leisten...Ich hoffe und DANKE im Voraus!

-- Einsatz geändert am 22.12.2007 09:50:42

-- Einsatz geändert am 22.12.2007 09:51:03
22.12.2007 | 20:08

Antwort

von


972 Bewertungen
Kaiserin Augusta Allee 102
10553 Berlin
Tel: 030 36445774
Web: www.rechtsanwalt-weber.eu
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Die Gegenseite muß beweisen, daß sie Inhaberin der behaupteten Urheberrechte ist. So lange der Beweis nicht geführt wird, hat sie keinen Anspruch auf Zahlung der Entschädigung bzw. der Lizenzgebühren.

Dementsprechend hätten Sie so lange beste Aussichten, den Prozeß zu gewinnen, wie die Gegenseite die Inhaberschaft der Urheberrechte nicht beweisen kann. Wenn die Gegenseite im Prozeß den Beweis führt, haben Sie allerdings keine Erfolgsaussichten mehr und ein Vergleich wird dann auch nicht mehr möglich sein.

Bezüglich der Drohung mit einer Anzeige wegen Steuerhinterziehung sei erwähnt, daß es sich um eine strafbare Erpressung handelt, wenn keine Hinweise auf eine Steuerhinterziehung vorliegen. Allerdings ist die Frage der Unternehmereigenschaft und die behauptete Steuerhinterziehung hier vollkommen unwesentlich und wohl eher als ein Einschüchterungsversuch zu werten.

Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.


Nachfrage vom Fragesteller 23.12.2007 | 11:22

Vielen Dank für Ihre rasche Hilfe! Ich nutze hiermit die Möglichkeit der Nachfrage.
Die Klägerin wirft mir ja vor dieses von mir in der Ebayauktion verwendete Foto wäre von Ihr selbst erstellt worden und ich hätte es unerlaubt verwendet und angeblich auch noch bearbeitet.
Wenn ich ein Foto erstelle und dieses als mein Eigentum erkläre, also Anspruch auf die Urheberrechte zu diesem Foto behaupte, muß ich, wie Sie auch selbst sagen, den Beweis dazu erbringen. Normalerweise ist es dafür üblich das ich meine Fotos schütze und mit einer digitalen Signatur versehe (Kameratyp/Aufnahmedatum/Autor).
Dieses von mir verwendete Foto trägt jedoch nachweislich keinerlei digitale Signatur, wurde also nicht geschützt oder gekennzeichnet, eigentlich könnte es somit jeder gemacht haben. Wie kann die Gegenseite dennoch beweisen das es Ihr Foto ist? Ist dies überhaupt möglich?
Es geht hier ja um das von mir verwendete Foto.
Herzlchen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.12.2007 | 00:05

Sehr geehrter Ratsuchender,

bei digitalen Fotos ohne Signatur oder ähnliches ist der Nachweis der Urheberschaft in der Tat schwer zu führen.

Jedoch hinterlassen die Kameras technische Fingerabdrücke, die für jedes Exemplar jeder Kamera typisch sind. Diese Fingerabdrücke können festgestellt und überprüft werden.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

ANTWORT VON

972 Bewertungen

Kaiserin Augusta Allee 102
10553 Berlin
Tel: 030 36445774
Web: www.rechtsanwalt-weber.eu
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Kaufrecht, Mietrecht, Urheberrecht, Internet und Computerrecht, Vertragsrecht, Grundstücksrecht, Medienrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59978 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle, ausführliche und ich hoffe auch kompetente Antworten. So richtig weiß man das ja erst später, wenn es zum Streitfall kommt. Jedenfalls weiß ich jetzt viel mehr wie ich weiter vorgehen sollte im Streitfall mit ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort ist klar verständlich, ausführlich und zeugt von fachlicher Kompetenz. Besser geht's nicht. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super sehr schnelle Antwort.preislich günstig. ...
FRAGESTELLER