Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Motorschaden nach etwas mehr als 2 Monaten.

06.11.2019 18:16 |
Preis: 35,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Mack


Hallo,

ich habe am 26.08.2019 ein Opel Corsa D, Baujahr 2007 mit einer Laufleistung von knapp 141.000 Kilometer für 2990,- gekauft.

Am Sonntag, den 03.11.2019 bin ich auf dem Nachhauseweg stehen geblieben. Der Motor hat plötzlich laute Geräusche gemacht und die Motorkontrolleluchte hat angefangen zu leuchten.
Ich bin direkt in die nächste Nebenstraße rein und sofort angehalten und den Wagen zu einem bekannten KFZ-Mechatroniker geschleppt, der sich das ganze mal anschauen sollte.

Ein Tag später kam die Nachricht - Motorschaden, Kolben gebrochen.



Ich war gestern bei dem Autohändler wo ich den Wagen gekauft habe und er bat mir an dass er die Lohnkosten für den Einbau eines neuen Motors und 40% des Motorpreises übernimmt - die restlichen 60% muss ich übernehmen.


Der bekannte KFZ-Mechatroniker und ein Mitarbeiter eines anderen Autohauses haben mir gesagt dass er, da dies innerhalb von den ersten 6 Monaten nach Kauf und innerhalb der 1 Jahres Gewährleistung passiert ist er die ganzen Kosten übernehmen muss.


Meine Frage wäre also wie jetzt die genaue Kostenaufteilung rechtlich gesehen ist. Muss der Händler alles bezahlen oder nur ein Teil?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben wie folgt beantworte:

Nach Ihrer Schilderung haben Sie als Privatperson von einem Autohändler einen Pkw gekauft der nach ca. 2 Monaten einen Motorschaden hatte.
Es besteht eine Gewährleistungszeit von einem Jahr.

Wenn bei Gefahrübergang ein Sachmangel vorliegt ergeben sich die Rechte des Käufers aus § 437 BGB . Innerhalb von 6 Monaten nach Gefahrübergang wird vermutet, daß der Mangel bereits bei Gefahrübergang vorgelegen hat (§ 477 BGB ).

Innerhalb der aufgezählten Rechte besteht ein Stufenverhältnis, aus dem sich gemäß § 437 Nr. 1 BGB ein Vorrang der Nacherfüllung ergibt (BGH NJW 2005, 1348 ).

Nacherfüllung bedeutet, daß der Käufer zunächst nach seiner Wahl das Recht hat, die Lieferung einer mangelfreien Sache, oder die Beseitigung des Mangels zu verlangen.

Bei einem Gebrauchtwagen kommt regelmäßig nur Beseitigung des Mangels in Betracht.

Beachten Sie jedoch in Ihrem Fall:

Sie müssen dem Verkäufer zunächst die Gelegenheit geben, die Reparatur selbst auszuführen, dies folgt aus § 439 Abs. 1 BGB . Sie können also nicht einfach die Reparatur beauftragen und danach dem Verkäufer die Rechnung präsentieren.

Bei der Reparatur muß dann der Verkäufer die Kosten zu 100% übernehmen, nicht lediglich zu 40 % wie er Ihnen vorgeschlagen hat.

Daher sollten Sie diesen Mangel dem Händler schriftlich per Einschreiben anzeigen und unter Fristsetzung Nacherfüllung – d.h. Reparatur – verlangen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen


Thomas Mack
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70900 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen dank für die schnelle Antwort ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
kompetente Antwort ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alle meine Fragen zu dem Sachverhalt wurden klar und verständlich beantwortet. Herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER