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Motorschaden innerhalb Garantie, von Fachwerkstatt nicht erkannt

| 20.10.2011 22:24 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


Versteckter Mangel, da von Fachwerkstatt innerhalb der Garantiezeit nicht aufgefunden. Führte im Verlauf der Nutzung zu Motortotalschaden. Mangel war bei Fahrzeugübergabe von Neufahrzeug nicht vorhanden. Jedoch entstand der Schaden durch Drallklappenabriss innerhalb der Zweijahres-Garantie und der 120000 km max. Gesamtleistungsgarantie. Erster Abriss bei 90000 km nach 17 Monaten, zweiter Abriss bei 116000 km nach 21 Monaten, dritter Abriss nach 133000 km (13000 km über Werksgarantie, jedoch innerhalb der erweiterten Dreijahres-Garantie). Kfz stand mindestens zweimal mit Notlaufeigenschaft in Fachwerkstatt = Kaufwerkstatt und wurde als fehlerfrei zurück übergeben, da kein Fehler feststellbar war.Elektronische Fehler werden erkannt, mechanische häufig nicht, wie in meinem Fall. Der Fehler wurde ausgelesen, das Kfz lief relativ problemlos weiter, jedoch führte der Drallklappenabriss des jeweiligen Zylinders zu irreparablen Beschädigungen des Zylinders laut Sachverständigenbegutachtung. Das Kfz wäre nachweisbar nicht mehr seine normale km-Leistung gelaufen, lief aber unauffällig weiter bis eben zum nächsten Drallklappenabriss mit der Folge der Motor-Notlaufeigenschaft als Hinweis. Beim dritten Drallklappenabriss blieben Teile der Klappe am Ventil hängen und verursachten in Verbindung mit den Kolben einen Motortotalschaden. Hätte auch beim ersten Mal passieren können, tat es aber nicht.
Fakten: 133000 km, Laufzeit 27 Monate, Kosten des Motorschadens ca. 17000 Euro. Wagenneuwert ca. 34000 Euro.
Ereignis des ersten Abrisses etwa August 2009, Fachwerkstatt nicht erkannt
zweiter Abriss etwa Januar 2010, Fachwerkstatt nicht erkannt
Motortotalschaden Juli 2010, Zusatzgarantie CarGarantie leistet nicht, da
Drallklappen nicht garantiert!
Fragen:
- bereits verjährt???
- Was machen??
- Ist es ein versteckter Mangel, dessen Gewährleistungszeit wie lange ist??

Bitte keine Antworten wie, „Gehen Sie zu einem Fachanwalt Ihres Vertrauens". Das ist mein zweiter Versuch. Bei einem allergischen Problem meines Hundes lautete der Tipp einer Kollegin für, ich glaube 27 Euro: Gehen Sie zu einem Tierarzt, der auf Allergien bei Hunden spezialisiert ist! Ich habe echt dafür bezahlt und schäme mich heute noch dafür!
Also, bitte seriös. Vielen Dank!

21.10.2011 | 00:00

Antwort

von


(248)
Blücherstraße 64
25336 Elmshorn
Tel: 041217891138
Web: http://www.anwalt-domke.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten möchte:
Zum einen besteht zunächst die Möglichkeit, die Drallklappen tatsächlich von der Gewährleistung auszuschließen. Meist steht irgendwo im Kleingedruckten, welche Teile von der Garantieverlängerung nicht erfasst werden. Meine Recherche hat ergeben, dass tatsächlich häufig, die Drallklappen ausgeschlossen werden, vermutlich, weil deren Versagen oft ein – teurer – Motorschaden folgt.
Dann müssen Sie ziwschen Gewährleistung (gesetzlich) und vereinbarter Garantie unterscheiden: Bei einer Garantie verpflichtet sich der Händler grundsätzlich zu einem bestimmten Handeln in einem bestimmten Fall. Garantieerklärungen müssen nicht zwingend Bestandteil des Kaufvertrages sein.
Im Unterschied zur Garantie entstammen Ansprüche des Käufers aus Mängelgewährleistung direkt aus dem Kaufvertrag selbst. Voraussetzung ist allerdings, dass tatsächlich ein Mangel an der Sache vorhanden ist und es sich nicht um bloßen Verschleiß handelt. Ein Mangel kann nur berücksichtigt werden, wenn er bereits im Zeitpunkt des so genannten Gefahrübergangs vorlag. In den ersten sechs Monaten nach Übergabe des Fahrzeugs wird ein solcher Mangel vermutet, danach müssen Sie ihn beweisen. Mängelansprüche verjähren nach § 438 Abs. BGB in zwei Jahren ab Übergabe der Sache.

Nach Ihren Schilderungen ist davon auszugehen, dass es sich vorliegend um einen nicht unerheblichen Mangel handelt. Problematisch dürfte es in Ihrem Fall jedoch sein, nachzuweisen, dass der Mangel bereits bei Abschluss des Vertrages und Übergabe des Fahrzeugs vorlag. Für diese Tatsachen würden Sie die Beweislast tragen, ganz davon abgesehen, dass die Ansprüche bereits verjährt sind. Entgegen landläufiger Meinung gibt es keine verlängerte Verjährungsfrist nur allein deswegen, weil ein Mangel " versteckt " war. Ein Mangel ist immer versteckt, wenn er nicht offensichtlich ist und offentsichtliche Mängel müssen Sie sofort rügen und nicht erst innerhalb der zwei Jahre.

Außerdem ist fraglich und ebenso durch Sie nachzuweisen, ob es sich bei den Störungen den Abrissen um Auswirkungen ein und desselben Mangels handelt bzw. alle Probelme die gleiche Ursache haben. Die Werkstatt hat keine Fehler bzw. deren Ursachen auslesen können und dies wahrscheinlich auch protokolliert. Auch hier müsste von Ihnen, ggf. durch ein Sachverständigengutachten bewiesen werden, dass ein Fehler der Werkstatt vorlag.

Fazit ist also, dass die Gewährleistungsansprüche wohl verjährt sind und Sie Ihre Ansprüche allenfalls auf die Schlechtleistung der Werkststatt stützen könnten. Hier sind Sie aber beweispflichtig, sprich Sie müssen beweisen, dass der Werkstatt Fehler unterlaufen sind. Hinsichtlich der verlängerten Drei-jahresgarantie besteht die Möglichkeit, bestimmte Teile auszuschließen. Hier müssten Sie daher beweisen, dass nicht die Drallkappen ursächlich für den Schaden waren. Es hängt also, wie so oft im Zivilprozeß an der Beweisbarkeit – leider.
Es tut mir leid, Ihnen kein positiveres Ergebnis übermitteln zu können.

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen


Rechtsanwältin Maike Domke

Bewertung des Fragestellers 21.10.2011 | 10:04

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Vielen Dank für Ihre kompetente Antwort, die ich als Ergänzung bzw. Bestätigung der Aussagen meines Fachanwaltes sehe. Sie gibt mir die Gewissheit, dass die Aussagen Ihres Kollegen korrekt waren, also ebenso wie Ihre Ausführungen. Leider wird das eigene REchtsempfinden häufig nicht durch die gesetzlichen Gegebenheiten gestützt. Nochmals vielen Dank, auch für die schnelle Beantwortung,lieben Gruß

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