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Motorschaden bei Probefahrt durch Werkstatt


28.04.2006 14:37 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Guten Tag,

ich benötige Hilfe bei folgendem Sachverhalt:

am 7.4.2006 schaltete sich bei meinem Fahrzeug die Motorkontrollampe
ein, ich bin daraufhin langsam ca 10km weiter zur nächsten
Fachwerkstatt gefahren um den Fehler beheben zu lassen.

Fehlerdiagnose durch Fachwerkstatt war ein defekter
Luftmassenmesser. Ich wiess daraufhin die Werkstatt an
besagtes Bauteil zu tauschen und den Fehler zu beheben.

Da die Reperatur nicht am gleichen Tag möglich war (Teil musste
erst bestellt werden) nahm ich das Angebot des Autohauses,
einen Leihwagen zu mieten, wahr.

Gegen ca. 13:00 erhielt ich einen Anruf der Werkstatt, sie
haben aus einem Vorführwagen einen Luftmassenmesser ausgebaut
und testweise in mein Fahrzeug gebaut. Der ursprüngliche
Fehler war nun nichtmehr im Steuergerät vorhanden. Aber, sie
hätten nun ein neues Problem. Starke Zündaussetzer bei höheren
Drehzahlen. Und was sie jetzt tun sollen.

Ich sagte Sinngemäss: "Sie sind der Fachmann, finden sie den Fehler"
Darauf antwortete der zuständige Werkstattmeister, er werde die
Zündkerzen austauschen, und wenn es die nicht sind, das Zündmodul.

Ich willigt ein.

Gegen ca. 19:00 erhielt ich wieder einen Anruf der Werkstatt.
Folgende Aussage: Wir haben ein Problem, bei der Probefahrt
erlitt ihr Fahrzeug einen Kapitalen Motorschaden.

Da ich eine Neuwagenanschlussgarantie abgeschlossen hatte,
schlug die Werkstatt vor, den Schaden der Versicherung zu melden.
Was er dann auch tat.

Nach nunmehr 3 Wochen bearbeitungszeit durch die Versicherung
stellte sich heute herraus das diese den Schaden nicht übernehmen
wird. Gründe dafür sind mir nicht bekannt da mir das zugrunde
liegende Gutachten nicht vorliegt.


Kurz ein paar Daten zum Fahrzeug:
Laufleistung 50´000km
Erstzulassung 07/2003
Das Fahrzeug ist Scheckheft gepflegt, sämtliche
Wartungsarbeiten wurden in Fachwerkstätten durchgeführt
und auch im Scheckheft vermerkt.


Nun zu meinen Fragen, wer haftet für den Schaden? Wer übernimmt
die Kosten für den Mietwagen den ich nun schon 3 wochen nutze?

Wie sollte ich nun weiter vorgehen?

Vielen Dank für die Bearbeitung und freundliche Grüße


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung wie folgt beantworten möchte:

1)
Wer für den Schaden aufzukommen hat, ist möglicherweise nur durch ein Sachverständigengutachten zu klären (ich hoffe, ein solches wurde angefertigt, ansonsten ist dies umgehend nachzuholen). Infrage kommen die Werkstatt sowie der Garantiegeber:

a)
Gegen die Werkstatt könnten Ihnen Ansprüche wegen Schlechtleistung des mit dieser geschlossenen Reparaturvertrages (Unterart des allgemeinen Werkvertrages) zustehen, wenn diese bei der Reparatur unfachmännisch vorgegangen sein sollte und durch Fehler bei der Arbeit den Motorschaden herbeigeführt hat.

b)
Dann könnte Ihnen der Schaden natürlich aus der Anschlussgarantie ersetzt werden müssen. Ich gehe davon aus, dass der Schaden noch während der Garantiezeit eingetreten ist. Da die gewährten Garantien herstellerabhängig sehr unterschiedlich ausgestaltet sind, muss diese vor einer abschließenden Beurteilung eingesehen werden. Allgemein gilt, dass der Garantienehmer einer Abschlussgarantie entweder einen Anspruch auf kostenlose Fehlerbeseitigung oder auf Ersatz der hierfür erforderlichen Kosten hat, wobei der Garantieumfang in der Regel auf den aktuellen Zeitwert ihres PKW vor Schadenseintritt begrenzt ist. Rücktritt, Minderung oder Schadenersatz sind meist ausgeschlossen.

2)
Es gibt Anschlussgarantien, die Mobilitätsschutz gewähren, dann wäre auch der Mietwagen eingeschlossen. Auch ist denkbar, dass die Werkstatt bzw. deren Haftpflichtversicherung die Mietwagenkosten zu tragen hat.

Zu beachten ist aber, dass Typ und Klasse des zu reparierenden Kfz nicht überstiegen werden. Im Hinblick auf die Schadenminderungspflicht ist angesichts der bereits recht langen Mietwagennutzung Vorsicht geboten! Unter Umständen könnten Sie auf die im Sachverständigengutachten genannte Wiederbeschaffungszeit beschränkt sein, was zur Folge hätte, dass Sie selbst einen Teil der Kosten tragen müssten.

3)
Ich rate Ihnen, sich mit einem im Verkehrsrecht spezialisierten Rechtsanwalt zu beraten (meine Kanzlei steht Ihnen in diesem Zusammenhang gerne zur Verfügung) und diesem die Anschlussgarantie und alle mit dem Fall zusammenhängenden Unterlagen vorzulegen. Dieser müsste das Sachverständigengutachten entweder einholen oder kritisch würdigen, um konkret zu beurteilen, wer der Gegner Ihrer Ansprüche ist.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick über Ihre Situation gegeben zu haben. Bei Bedarf stellen Sie gerne eine kostenlose Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt
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