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Motorschaden Peugeot 307 SW Diesel


27.03.2007 07:40 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin ein Peugeot 307 SW HDI gefahren. Dieses Fahrzeug wurde immer in der Peugeot-Werkstatt gewartet und gepflegt. Nun nach 193000 Kilometer hat das Fahrzeug ein Motorschaden, verursacht von ein "ausgefallenen" Keilriemen ( Keilriemen ist ausgefranst, ein Teil ist in den Zahnriemen geraten, hat die Steuerung verstellt und somit den Motorschaden verursacht ).
Nach der letzten Inspektion (174000 ) wurde mir mitgeteilt das die Keilriemenspannrolle defekt sei. Ich solle diese bei Gelegenheit austauschen lassen.Bisher habe ich sie nicht austauschen lassen. Es scheint so zu sein, dass dieser Defekt dafür verantwortlich ist, dass der Keilriemen zerstört wurde.
Jetzt habe ich in meinen Unterlagen gefunden, dass der besagte Keilriemen und sogar der Zahnriemen nie gewechselt wurden. Obwohl diese - Keilriemen nach 60000 und Zahnriemen nach 120000 - hätten schon längst gewechselt werden müssen.
Bereits verschiede Fachleute haben mir gesagt, das wenn der Keilriemen nicht so alt gewesen wäre dieser nie kaputt gegangen wäre.
Kann ich in irgend eine Form meine Werkstatt dazu bringen zumindest ein Teil der Verantwortung für den Schaden zu tragen ?. Welche Mittel habe ich ?.
Wenn Sie mir nicht dabei helfen können, wer kann mir da weiterhelfen ?
Für eine schnelle Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüssen

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Allein das Warten und Pflegen in einer markengebundenen Fachwerkstatt begründet noch keine Ansprüche gegen das Werkstattunternehmen, wenn sich an Verschleissteilen ein Defekt zeigt.

Sie müssen nachweisen, dass im Rahmen der vorgegebenen Inspektionsintervalle auch die Inspektionen in der Fachwerkstatt durchgeführt wurden und dabei vereinbart wurde, dass alle nach Herstellervorgaben auszutauschenden Teile gewechselt werden.

Konkret bedeutet dies, dass der Hersteller den Wechsel anlässlich einer 60.000 bzw. 120.000er Inspektion vorschreiben muss und die Herstellervorgaben zur Grundlage der Inspektion gemacht wurden. Dann hätte das Werkstattunternehmen seine vertraglich geschuldete Leistung nicht ordnungsgemäß erbracht und Regreßansprüche kommen in Betracht.

Hier dürften Beweisschwierigkeiten auftreten, denn falls der Hersteller den Wechsel nur empfiehlt (bitte prüfen Sie Ihre Angabe nochmals, ob der Hersteller wirklich verbindlich Vorschreibt, dass die Teile gewechselt werden müssen), müssten Sie den Wechsel verbindlich vereinbart haben.

Nicht umsonst werben Werkstätten mit "wir tauschen nur aus, was ausgetauscht werden muss" o.ä. Denn die Kundenseite wünscht nicht selten den Austausch dann, wenn er tatsächlich notwendig wird und nicht nach starren Herstellerempfehlungen.

Ansonsten müssten Sie nachweisen, dass bei der letzten Inspektion/Kontrolle die Notwendigkeit eines Wechsels bereits erkenbar war wobei es hier auf ein Gutachten hinauslaufen dürfte, ebenso zu der Frage, ob das Unterlassen des Wechsles ursächlich für den späteren Schadenseintritt geworden ist, auch wenn dies nach Ihrer Schilderung zunächst nahe liegt.

Schwieirg dürfte sich gestalten, dass zwischen der letzen Inspektion und dem Schadenseintritt 19.000 Kilometer liegen. Damit kann nicht ohne weiteres unterstellt werden, dass ein Defekt an Zahn- und Keilriemen bei der Inspektion schon erkennbar war und auch ohne Berücksichtigung von Herstellerempfehlungen einen Wechsel erforderlich machte, der von der Werkstatt versäumt wurde.

Ich hoffe Ihnen auf diesem Weg eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 27.03.2007 | 11:48

Sehr geehrter Herr Anwalt,
danke für die Hinweise und die schnelle Antwort.
In meinen Unterlagen sehe ich, dass im Formblatt ( Kopie Peugeot Wartung Plan A für alle Benzin und Dieselmodelle ab Modelljahr 90 ) unter den Punkt: "Zeit-/laufleistungsabhängige Zusatzarbeiten ( siehe auch Ordner "Wartungsangebote"; zusätzliche Berechnung; Zutreffendes bitte ankreuzen )" steht: "Wechsel Steuerzahnriemen ( Wechselintervall siehe Ordner "Wartungsangebote" )".
Dies ist mir nie vorgeschlagen worden. Der Werkstattsinhaber hat, in Anwesenheit meiner Frau , und auf meine Frage von Vorgestern wann den Steuerzahnriemen und Keilriemen gewechselt werden müssen gesagt: sie würden alle 60 000 bzw 120 000 Kilometer gewechselt. Daraufhin habe ich Ihn daruaf hingewiesen, dass ich in meinen Unterlagen nicht finden könne wann dies wohl gemacht wurde.
Mein Eindruck ist: beide sollten sich die "Schuld" teilen. Daher wollte ich der Werkstatt vorschlagen ( Kostenvoranschlag für die Reparatur mit Austauschmotor Euro 5471,00 ) ich bringe Euro 2000 und damit hat es sich. Hiese, dass die Werkstatt mir die Arbeitszeit erlässt und die Ersaztteile zum Einkaufspreis verkauft.
Ich denke somit sogar mehr bezahlt zu haben als die Werkstatt aber es hört sich vernünftig und akzeptabel an.
Was halten Sie davon?
Mit freundlichen Grüssen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.03.2007 | 11:53

Sehr geehrter Fragesteller,

im Hinblick auf die schwierige Beweislage (welcher unabhängige Zeuge kann bestätigen, was wann vereinbart worden ist), das Kostenrisiko eines Gutachtens und die zeitliche Verzögerung im Falle eines gerichtlichen Verfahrens haben Sie einen Vorschlag entwickelt, den Sie umsetzen sollten, falls auch die Werkstatt zustimmt.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

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