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Motorroller Privatkauf

09.06.2010 15:27 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe am 24.05.2010 einen Peugeot Motorroller von Privat gekauft.
Wir haben keinen Musterkauvertrag genutzt, sondern den Kaufvertrag auf einem normalen Blatt Papier festgehalten.
Dort haben wir auch nur Adressen, Modell des Motorrollers, Kilometerstand, Baujahr, Fahrgestellnr. und Preis festgehalten. Sonst nix!

Nach bereits einer Woche befand ich mich mit besagtem Roller in der Werkstatt. Dort wurde z.B. der Antriebsriemen ersetzt, der normalerweise nach 10.000 KM ersetzt weden muss. Dies ist nicht geschehen (Kilometer beim Kauf: 11600).

Den Verkäufer habe ich kontaktier, das der Roller nicht ganz mit dem Übereinstimmt, was mir beim Kauf erzählt wurde. Er wollte sich diese Woche melden (hat er aber noch nicht)

Jetzt hat der Roller einen Motorschaden (Kolbenfresser)
Wahrscheinlich verursacht durch einen Unsachgemäß angebauten Auspuff (nicht Originalauspuff). Mir wurde gesagt, der Roller befinde sich in Originalzustand.

Allerdings steht dann ja Aussage gegen Aussage (da ich nicht annehme das der Verkäufer dies zugibt was er beim Verkauf alles gesagt hat)

Im Kaufvertrag steht werder etwas von "Gekauft wie gesehen" oder "Privatverkauf mit Ausschluss der Gewährleistung"

Kann ich gegen den Verkäufer etwas erreichen?

Mit freundlichem Gruß
C.Moltz

Sehr geehrter Fragensteller,

da nach Ihrer Schilderung kein Gewährleistungsausschluss vereinbart wurde, haftet der Verkäufer für diejenigen Mängel, die bereits bei Übergabe vorhanden waren und von denen Sie keine Kenntnis hatten. Dies gilt auch dann, wenn der Verkäufer (wie hier) ein Privatmann ist.

Allerdings stellen sich in Ihrem Fall 2 Probleme:

Zum einen obliegt Ihnen die Beweislast dafür, dass der Kolbenfresser (bzw. dessen Ursache) bereits bei Übergabe vorhanden war. Der Verkäufer würde aber im Zweifel behaupten, dass Sie den Motor überdreht haben. Dies könnte eventuell durch ein Sachverständigengutachten geklärt werden.

Zum anderen ist im Rahmen der Gewährleistung zwischen Mangel und normalem Verschleiß zu unterscheiden. Für normalen Verschleiß ist der Verkäufer - anderes als bei einem Mangel - nicht haftbar zu machen. Es stellt sich also die Frage, ob dieser Motorroller bei einer Laufleistung von 100.000 Km bereits seine zu erwartende Lebensdauer erreicht hat. Mit anderen Worten: Ist bei einer solchen Laufleistung wegen der einhergehenden Abnutzung der Motorteile mit einem Motorschaden zu rechnen, ist von Verschleiß auszugehen, sodass der Verkäufer nicht haftet. Auch hier wird im Zweifel ein Sachverständigengutachten Klarheit geben.

Für den Fall, dass es sich um einen Mangel handelt und Sie dessen Vorliegen bei Übergabe beweisen können, sollten Sie den Verkäufer schriftlich und unter angemessener Fristsetzung zur Nachbesserung auffordern. Verweigert er dies. Können Sie vom Vertrag zurücktreten. Der Kaufpreis ist dann Zug um Zug gegen Rückgabe des Rollers zurückzuzahlen. Für die von Ihnen gefahrenen Kilometer haben Sie eine Nutzungsentschädigung hinzunehmen, die von Kaufpreis in Abzug gebracht wird.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort eine erste Orientierung gegeben zu haben.

Für eine Nachfrage stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Erlauben Sie mir abschließend noch folgenden Hinweis:
Die Beantwortung Ihrer Frage erfolgt auf Grundlage der von Ihnen bereitgestellten Informationen. Meine Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Orientierung, da das Weglassen oder Hinzufügen von Details zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich. Die Beantwortung Ihrer Frage im Rahmen dieser Plattform kann daher nicht die Beratung durch einen Rechtsanwalt vor Ort ersetzen.

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