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Motorradverkauf von Privat zu Privat - Käufer will zurücktreten

14.02.2017 11:49 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Zusammenfassung: Mal wieder: das vermeintliche 14-tägige Rückgaberecht.

Guten Tag,

ich habe am 5.2.2017 mein Motorrad privat an einen privaten Käufer verkauft. Eingestellt war die Maschine bei mobile.de. Die Maschine war ziemlich genau 4 Jahre in meinem Besitz und ich habe jedes Frühjahr einen vollständigen Service (inkl. Ölwechsel) bei einer Kawasaki-Werkstatt machen lassen (Rechnung sind vorhanden). Ich habe nie selbst Hand an das Motorrad angelegt. Das Motorrad war zum Kaufdatum abgemeldet. Ich habe dem Verkäufer angeboten das Motorrad auf der Straße vor meinem Haus kurz zu fahren um das Getriebe und ähnliches wenigstens kurz zu testen. Dieses lehnte er ab er hat die Maschine lediglich einmal von mir starten lassen und kurze Zeit später nochmal selbst gestartet. Hierbei gab es keine Probleme - direkt angesprungen keine seltsamen Geräusche, keine Motorenleuchte oder ähnliches auch nicht beim hochdrehen. Anschließend hat er das Motorrad gekauft. Gestern hat der Käufer Kontakt mit mir aufgenommen, dass das Motorrad in der Werkstatt ist und nach dem Ölwechsel kein Öldruck mehr aufgebaut wird. Nach Aussage des Käufers hat die Werkstatt als Mangel einen abgerissenen Öldruckschalter entdeckt. Ich habe mich dann ein bisschen erkundigt und im Internet mehrfach gelesen, dass der mangelnde Öldruck nach einem Ölwechsel oftmal auf einen falsch durchgeführten Ölwechsel zurück zuführen ist. Er hat dann noch ein Bild von dem Öldruckschalter geschickt auf dem definitv zu sehen ist, dass er mit Gewalt abgerissen wurde. Er besteht jetzt auf ein 14 tägiges Rückgaberecht und meint, dass die Werkstatt in der das Motorrad ist, ihm ebenfalls gesagt hat, dass er ein Recht auf Rückgabe hat. Weiterhin meinte er das ihm die Werkstatt ein Gutachten ausstellen könnte für einen eindeutig versteckten Mangel.

Ich habe ihm jetzt jetzt erstmal nicht mehr geantwortet.

Ich habe beim Verkauf den Vertrag von Mobile.de ausgedruckt und unterschreiben lassen in diesem steht explizit keine Sachmängelhaftung und ich habe das Motorrad privat verkauft.
Das Motorrad lief definitiv korrekt. Ich bin es am Morgen selbst noch einmal die Straße auf und ab gefahren da es den Winter über eingemottet war und konnte keine Probleme feststellen. Auch als er das Motorrad in Augenschein genommen hat lief es ganz normal. Ich weiß ehrlich gesagt nicht einmal wo der Öldruckschalter ist bzw. was genau dessen Funktion ist.

Wie soll ich jetzt weiter vorgehen?

Schon mal vielen Dank und beste Grüße

Sehr geehrter Frageteller,

anhand Ihrer hier gemachten Angaben möchte ich zu Ihrem Anliegen gerne wie folgt Stellung nehmen.

Sofern Sie nichts Gegenteiliges vertraglich vereinbart haben, ist ein 14-tägiges Rückgaberecht absoluter Unsinn und lediglich ein Mythos. Was die Werkstatt da gesagt haben will, ist also schlicht unzutreffend.

Wie Sie sagen, haben Sie im Kaufvertrag ja auch die gesetzliche Gewährleistung ausgeschlossen. Dies dürfte wirksam geschehen sein, zumindest kann ich dies mangels Einsichtnahme in den Vertrag hier nur unterstellen.

Der Käufer müsste Ihnen also Arglist nachweisen, d.h. dass Sie den - angeblich im Zeitpunkt der Übergabe bereis vorhandenen - Mangel gekannt und bewusst verschwiegen haben. Dies dürfte ihm schwer bis gar nicht gelingen.

Nach den mir bis hierhin vorliegenden Informationen sollten Sie die Ansprüche des Käufers vollumfänglich zurückweisen.

Sollten Sie anwaltliche Hilfe benötigen, so stehe ich Ihnen dafür gerne zur Verfügung. Gerne informiere ich Sie auch über die Möglichkeit der Erstattung der dafür anfallenden Anwaltskosten.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und bedanke mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Daniel Özkara
Rechtsanwalt

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