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Motorradkauf von Privat, Fahrzeug nicht fahrbereit.

| 28. April 2019 10:49 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


12:28

Am 14.04. habe ich eine Triumph von Privat gekauft. Preis 5000€
Der Verkäufer sicherte mir einen einwandfreien Zustand zu.
Nach Besichtigung und Probefahrt entschloß ich mich zum Kauf.
Das Fahrzeug habe ich im Anhänger nach Hause gefahren.
Zu Hause angekommen sprang sie nur noch sehr schlecht an. Teilweise erst nach vielen Versuchen.
Den Verkäufer habe ich sofort informiert, er sagte : Kann ja nicht sein.
Sein Bruder ( Zweiradmechaniker) hätte erst eine Inspektion durchgeführt.
Dann schickte er mir ein Video welches sein Bruder nach der Inspektion gedreht hat, darauf zu sehen.
Das Motorrad wird gestartet, die Drehzahl gefilmt, dann wieder aus gemacht, erneut gestartet, die Drehzahl gefilmt.
Wieso wird so ein Video überhaupt gedreht?
Ich behaupte das er vor dem Verkauf schon Probleme hatte die er mir verschwiegen hat.
Das Motorrad steht zur Zeit in einer Triuph Werkstatt um zu prüfen wo das Problem liegt.
Der Verkäufer möchte die halbe Rechnung übernehmen, aber nur bis 180€.
Sollte sich herausstellen das es ein größeres Problem ist kann ich den Kauf rückgängig machen?
Ist das arglistige Täuschung?
Kann sich der Verkäufer auf ( gekauft wie gesehen) berufen ?
Muß ich die Werkstattrechnug bezahlen ?
Wie sollte ich vorgehen?

28. April 2019 | 11:28

Antwort

von


(118)
Todtenhauser Str. 77
32425 Minden
Tel: 01626947700
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Sie haben zunächst einen wirksamen Kaufvertrag gemäß § 433 BGB geschlossen. Es ist nun wichtig zu wissen, ob ein Gewährleistungsausschluss nachweislich vereinbart wurde. Wenn nicht, haben sie die üblichen Gewährleistungsrechte. Sie sollten dann zunächst Nacherfüllung gemäß § 439 BGB verlangen. Wenn der Verkäufer die Nacherfüllung verweigert können sie den Rücktritt erklären.

Auf keinen Fall sollten sie das Motorrad einfach reparieren lassen. Der Verkäufer hat das Recht auf Nacherfüllung. Es könnte mehrere Probleme geben, wenn sie es einfach reparieren lassen. Dies ist nur bei einem Werkvertrag unter den Voraussetzungen des § 637 BGB möglich.

Wenn ein Gewährleistungsausschluss vorliegt ist die Lage komplizierter. Hier könnte man mit einer Garantie gemäß § 442 BGB (zugesicherter einwandfreier Zustand) argumentieren. Die arglistige Täuschung müssten sie beweisen.

Sie sollten auch möglichst schriftlich (zumindest per E-Mail) kommunizieren, um die jeweiligen Aussagen im Zweifel beweisen zu können.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und bedanke mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Hellmich


Rückfrage vom Fragesteller 28. April 2019 | 12:11

Vielen Dank für die freundliche Antwort,
Im ADAC Kaufvertrag steht : Unter Ausschluss der Sachmängelhaftung.
Dieser Ausschluss gild nicht für Schadensersatzansprüche aus Sachmängelhaftung, die auf einer grob fahrlässigen oder vorsätzlichen Verletzung von pflichten des Verkäufers oder seinen Erfüllungsgehilfen beruhen.
Ist das ein Gewährleistungsausschluss?
Ich sollte es nicht reparieren lassen ?
Wie sollte ich jetzt vorgehen?
Den Verkäufer auffordern es in Ordnung zu bringen ?
Die Rücknahme fordern ?
Er wird beides ablehnen.
Brauche ich hier einen Anwalt vor Ort oder macht es keinen Sinn?
Bleibe ich am Ende auf dem Schaden sitzen ?
Der Verkäufer wohnt 250 km weit weg.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 28. April 2019 | 12:28

Hiernach wurde eine Gewährleistungsausschluss vereinbart. Aus rechtlicher Sicht sind ihre Möglichkeiten daher eingeschränkt. Sie müssen im Zweifelsfall die Garantie oder die arglistige Täuschung beweisen (Zeugen, Urkunden, Sachverständigengutachten...), um aus dem Kaufvertrag rauszukommen. Wenn in der Werkstatt herauskommen sollte, dass der Mangel vollkommen offensichtlich war oder irgendwie vertuscht wurde, haben sie eine Möglichkeit sich auf die arglistige Täuschung zu berufen. Der Verkäufer hätte auch keine "Behauptungen ins Blaue" machen dürfen. Es hängt also zunächst davon ab, was die Werkstatt sagt.

Wenn die Angaben der Werkstatt für sie nicht günstig sind, ist es wahrscheinlich ratsam über die finanzielle Beteiligung des Verkäufers nachzudenken und vielleicht noch ein paar Euro mehr rauszuhandeln (180€ hat er schon angeboten). Einen Anwalt sollten sie dann höchstens hinzuziehen, wenn sie eine Rechtsschutzversicherung haben, um keine weiteren Kosten zu generieren.

Demnach sollten sie erst die Angaben der Werkstatt abwarten und bei einer ungünstigen Entwicklung über das Angebot des Verkäufers nachdenken.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und bedanke mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Hellmich

Bewertung des Fragestellers 28. April 2019 | 12:33

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Vielen Dank für die freundliche Antwort,
Auf jeden Fall weiß ich nun wie ich weiter vorgehen werde.
Sehr verständlich geantwortet.

"
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 28. April 2019
5/5,0

Vielen Dank für die freundliche Antwort,
Auf jeden Fall weiß ich nun wie ich weiter vorgehen werde.
Sehr verständlich geantwortet.


ANTWORT VON

(118)

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