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Möglichkeiten der Verkürzung von Fahrerlaubnus-Sperrfrist

| 30.09.2018 12:18 |
Preis: 47,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


Am 08.12.2017 habe ich einen Unfall gebaut, wobei 0,75 Promolle Alk. in meinem Blut festgestellt wurde.
Erst am 21.01.2018 wurde mir Führerschein vorläufig entzogen.
Der Strafbefehl vom 15.02.2018 hat mir Fahrelaubnisentzug mit Sperrfrist von 10 Monaten festgelegt.
Ich habe dagegen Widerspruch erhoben.
Die ZWEITE Gerichtsinstanz am 20.09.2018 hat mir Fahrelaubnisentzug mit Sperrfrist von 3 Monaten (als minimalmöglich) festgelegt. Die Gesamtsperrfrist beträgt jetzt mehr als 11 Monate (vom 21.01 bis 28.12).
Dabei wurde berücksichtigt, dass ich einen individuellen Verkehrspsychologischen Kurs gemacht habe.
Die Urteilsgründe wurden in der zweten Instanz nicht überarbeitet sondern es hat sich nur auf den Rechtsfolgenausspruch beschränkt.

Frage: Wenn ich einen Antrag an die Staatsanwaltschaft auf eine Verkürzung vom Sperrfrist stelle, was soll ich als Gründe dafür angeben?
30.09.2018 | 13:50

Antwort

von


(693)
Hussenstraße 19
78462 Konstanz
Tel: 07531-9450300
Web: http://www.anwaltskanzlei-dotterweich.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Neben der Tatsache, dass Sie die Teilnahme an der verkehrspsychologischen Maßnahme nachgewiesen haben, was ja bereits zur Sperrfristreduzierung geführt hat, kann ggf. damit argumentiert werden, weshalb Sie auf die Fahrerlaubnis angewiesen sind. Dies kann eine drohende Existenzgefährdung wegen Verlust des Arbeitsplatzes sein.

Eine abschließende Beurteilung ist erst in Kenntnis aller Details möglich, insbesondere der Akten zum Strafverfahren. Auch können die Erfolgsaussichten des Antrags zuvor nicht abgeschätzt werden, da der Unfall gegen Sie sprechen dürfte.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 30.09.2018 | 17:28

Danke! Also, die angesetzte Sperrfrist 3 Monate kann in meinem Fall teoretisch gekürzt werden. Ich überlege mir passende Gründe.
Soll ich meinen Antrag bei der Staatsanwaltschaft oder beim Gericht stellen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.09.2018 | 20:32

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Da die gesamte Sperrfrist ja über 11 Monate beträgt, ist eine Reduktion ggf. möglich. Sofern kein Rechtsmittel mehr eingelegt werden kann, wäre der Antrag bei der Staatsanwaltschaft als Strafvollstreckungsbehörde zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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