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Möglichkeit einer Visaverlängerung


| 12.11.2007 11:25 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
wir beschäftigen in unseren großen Familie (5 Kinder zwischen 8 und 12 Jahren) seit 7 Jahren Au-pairs. Der jährliche Wechsel ist teilweise recht problematisch. Das Visum unseres derzeitigen Au-pairs läuft am 20.3.2008 ab. Wir sind seit März 2007 in der Gastronomie tätig und dringendst auf diese Kinderbetreuung angewiesen. Mit dem jetzigen Mädchen kommen wir prima zurecht. Sie ist 24 Jahre alt und kommt aus Kirgistan. Unsere Frage ist, ob es eine Möglichkeit gibt, ein weiteres Visum für unser Au-pair zu erhalten. Und wenn ja, ist das möglich, ohne daß sie ins Heimatland zurück muß (Der Flug ist mit ca. 800 Euro recht teuer). Ich habe gehört, daß z.B. ein Unternehmer aus der Landwirtschaft Helfer aus Kirgistan eingeladen hat. Diese Männer haben jetzt ein Visum für 1 Jahr und dürfen bei ihm arbeiten. Auch für unser Au-pair wäre eine dringend zu besetzende Stelle als Kindermädchen offen. Sehen sie da für uns irgend eine Möglichkeit? Nach meinen Informationen gibt es ein Visum zum Zweck des Erlernens der deutschen Sprache. Aber für dieses Visum muß ein Intensivsprachkurs belegt werden, der recht teuer ist und unsere finanziellen Mittel sprengt. Außerdem habe ich von der Ausländerbehörde die Auskunft erhalten, daß eine Erwerbstätigkeit bei diesem Visum nicht erlaubt ist. Ich bedanke mich schon im voraus für Ihre Antwort und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Sabine Fruci
Eingrenzung vom Fragesteller
12.11.2007 | 11:42
Während andere EU-Länder mit der Verlängerung des Au-pair-Visums großzügiger sind, wird in Deutschland ein grundsätzlich nicht verlängerbares Visum für 1 Jahr ausgetellt.
In Ihrem Fall kommt noch hinzu, dass die Altersgrenze voraussichtlich von 25 Jahren auch noch überschritten sein würde.

Sollten Sie die Stelle als Kindermädchen ausschriebnen, würden grundsätzlich die Vorrangprüfung greifen. Das heißt es würde zunächst geprüft werden, ob Vorrangberechtigte die Stelle erhalten könnten. Dann müßten Sie auch bereit sein einen Arbeitsvertrag mit entsprechender Vergütung abzuschließen.
Sollte im unwarscheinlichen Fall keiner die Stelle haben wollen, könnte Ihr Aupair die Stelle - nach Erhalt eines Visums für eine unselbständige Tätigkeit - erhalten. Auf das Visumsverfahren könnte dann nach § 39 AufenthV verzichtet werden, so das ein aus- und wiedereinreise nicht erfordlerich wäre.

Ansonsten besteht noch die Möglichekeit der Beschaffung eines Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis durch eine Heirat.

Leider sehe ich in Ihrem Fall keine weiteren Möglichkeiten.

Nachfrage vom Fragesteller 12.11.2007 | 13:05

Was wäre denn eine entsprechende Vergütung? Jemanden zu finden der diese Aufgabe für 300 Euro Taschengeld plus freie Kost und Logis (das sind die Konditionen für unser Au-pair) übernehmen will, erscheint mir sicherlich nicht so einfach. Oder gibt es da Mindestvergütungen oder andere Bestimmungen, die eingehalten werden müssen? Wo muß ich diese Stelle ausschreiben? Tagespresse? Arbeitsamt?

Vorab schon mal recht herzlichen Dank für Ihre umfassende Auskunft. Egal wie die Sache ausgehen wird, Sie haben mir sehr geholfen.
Sabine Fruci

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.11.2007 | 14:00

Die Vergütung müsste jedenfalls die Lebensunterhaltkosten der Beschäftigten decken. Das wären mit 347 € plus Miete und Krankversicherung und in einem Zuschlag von ca. 10 %.

Ich gehe nicht davon aus, dass für die häusliche Kinderbetreuung ein Tariflohn vorhanden ist. Die Höhe der angemessenen Vergütung kann beim Arbeitsamt in Erfahrung gebracht werden.

In Ihrem Fall bestünde vielleicht die Möglichkeit neben der Kinderbetreuung auch eine Mitarbeit in der Gaststätte (gleichzeitig) anzubieten.

In Ausnahmefällen ist eine Beschäftigung von Haushaltshilfen im Haushalt von Pflegebedürftigen im Sinne des Sozialgesezbuchs möglich, also etwa bei behinderten Kindern. Ich gehe nicht davon aus, das dies bei Ihnen der Fall ist.

Ich hoffe damit Ihre Frage beantwortet zu haben.

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