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25.03.2020 23:09 |
Preis: 60,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


07:53
Guten Abend sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe ein Immobilienbüro, bei dem ich einen Mitarbeiter auf 450,-€ Basis seit Oktober beschäftigt habe. Jetzt hat der Mitarbeiter, hinter meinem Rücken, versucht mehrere Kunden, die er durch mich erhalten hat,(ich kaufe Leads), diese Kunden abzuwerben und hat den Kunden erzählt, dass er sich von meinem Unternehmen getrennt hat und daher die Immobilien auf seine "Rechnung"/ über seinen Namen verkaufen möchte.
Da die Kunden aber Verträge bei mir haben, haben Sie mich angerufen und mir dieses Vorgehen von dem Mitarbeiter mitgeteilt.
Auf meine Nachfrage bei dem Mitarbeiter am Telefon, hat er zuerst dieses Vorgehen geleugnet. Bei mehrfachem Nachfragen und weiteren Drängen hat er es zugegeben und hat gesagt, dass er so mehr verdienen könnte und hat aufgelegt.
Jetzt habe ich Ihm per Sofort gekündigt (per Einschreiben), da er noch in der Probezeit war und eine Frist von 2 Tagen eingeräumt, dass er alle Unterlagen meiner Firma, sowie alle Schlüssel von Immobilien, bei denen wir Verträge mit den Eigentümern haben, mir zukommen lässt.
Das ist jetzt eine Woche her und er hat mir die Unterlagen/ Dokumente und auch die Schlüssel von Immobilien noch nicht zukommen lassen.
Meine Frage:
Welche Schritte kann/ muss ich einleiten, damit ich schnellstmöglich an die Unterlagen/ Dokumente und Schlüssel von den Kunden/ Immobilien gelange?
Kann ich eine Anzeige erstatten?

Vorab vielen Dank für Ihre Einschätzung/ Antwort
25.03.2020 | 23:52

Antwort

von


(96)
Gräfelfinger Str., 97a
81375 München
Tel: 089 1222189
Web: http://www.kanzlei-richter-muenchen.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz hat im Urteil vom 01.09.2016 entschieden (5 Sa 139/16 ), dass Arbeitnehmer nach ihrer Kündigung verpflichtet sind, sämtliche Dokumente herauszugeben, die die Arbeit betreffen.

Sie können unter Verweis auf diese Rechtsprechung eine Frist setzen und für den Fall des erfolglosen Verstreichens eine Klage androhen.

2) Das Abwerben von Kunden hat dagegen keine strafrechtlichen Konsequenzen. Eine Strafanzeige hat daher keine Aussicht auf Erfolg.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
RA Richter


Nachfrage vom Fragesteller 26.03.2020 | 00:37

Sehr geehrter Herr Richter,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort, allerdings beantwortet das meine Frage nur bedingt, da ich das doch schon gemacht habe? Dass er die Unterlagen und Schlüssel rausgeben muss, ist ja selbstverständlich.
Ich habe ihm eine Frist von 2 Tagen eingeräumt und er hat sie aber nach 8 Tagen noch nicht zurückgegeben.
In der Kündigung vom 18.03. habe ich ihm ebenfalls mit einer Frist bis zum 20.02. folgendes geschrieben:
...."Sollten die angeforderten Dokumente/ Unterlagen und Schlüssel nicht bis 20.03.2020 vorliegen, werde ich einen Anwalt einschalten und Anzeige erstatten."
Oder gibt es einen festen Zeitraum (z.B. 14 Tage), den man mindestens angeben muss? Oder hängt es jetzt an der Formulierung mit dem Hinweis auf ein Urteil?
Es sind ja auch Termine vorhanden, in den Immobilien, von denen der MA die Schlüssel hat. Auch die Eigentümer machen sich Sorge um Ihre Immobilie, da der Schlüssel nicht vorhanden ist.
Ist es in so einem Fall kein Diebstahl und kann zivilrechtlich angezeigt werden?
Vorab vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.03.2020 | 07:53

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie haben bereits eine angemessene Frist gesetzt und diese ist erfolglos verstrichen.
Im nächsten Schritt sollte wie angekündigt ein Anwalt unter Verweis auf Schadensersatzansprüche die Klage androhen. Dies ist bereits mit Anwaltskosten verbunden und kann daher Eindruck machen. Danach muss man Klage erheben.

Ansonsten kann man nicht mehr machen.

Ein Diebstahl würde nur vorliegen, wenn der Anspruchsgegner Zueignungsabsicht hätte. Außerdem setzt es eine Wegnahme voraus. Auch eine Unterschlagung verlangt einen Akt der Aneignung. Dafür sehe ich bis jetzt keine Anhaltspunkte. Eine Strafanzeige würde daher ins Leere laufen.

Ich hoffe, Ihre Frage nun beantwortet zu haben.

Beste Grüße
RA Richter

ANTWORT VON

(96)

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81375 München
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