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Möglicher Unfall, Fahrerflucht

| 12.05.2014 13:10 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin


Zusammenfassung: Keine Fahrerflucht, wenn man ein Unfallereignis überhaupt nicht bemerkt hat.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin vor ca. 2 1/2 Stunden auf einer engen Straße gefahren. Rechts haben Autos geparkt. Ich bin dann halb in eine Lücke reingefahren, um dem Gegenverkehr Platz zu verschaffen, damit diese an mir vorbei fahren können. Ich wollte sodann wieder anfahren und habe beim Anfahren bemerkt, dass links neben mir eine Radfahrerin stand. Ich kann nicht genau sagen, ob sie meinetwegen angehalten hat oder ob sie vorher schon angehalten hat. Ich habe sie angeschaut und mich mit Handzeichen bei ihr entschuldigt und bin weitergefahren. Aus dem Rückspiegel habe ich nur gesehen, dass sie noch kurz eine Weile auf der Straße stand, dann aber m. E. weitergefahren ist. Als ich weniger Minuten später mein Auto geparkt habe, ist mir in den Sinn gekommen, dass ich eventuell die besagte Radfahrerin irgendwie berühert haben könnte. Zum Zeitpunkt wo ich los gefahren bin, habe ich allerdings nichts bemerkt. Je länger ich aber über die Sache nachdenke, desto unsicherer werde ich, ob ich sie nicht vielleicht doch irgendwie berühert haben könnte. Ich bin dann noch einmal zurückgelaufen, habe dort aber niemanden angetroffen.

Jetzt mache ich mir große Gedanken, ob ich vielleicht eine Unfallflucht begangen haben könnte, obwohl ich nichts bemerkt habe. Ich hätte aber anahlten und die Dame fragen können, ob ihr etwas passiert ist. Nicht, dass ich sie doch irgendwie verletzt habe und sie jetzt eine Anzeige gegen micht macht. Wäre es ratsam, jetzt zur Polizei zu gehen und zu melden, dass man eventuell an einem Unfall beteiligt sein könnte?

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Freundliche Grüße

J.Z.

Einsatz editiert am 12.05.2014 13:16:59

Einsatz editiert am 12.05.2014 13:22:37

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Der Art Ihrer Sachverhaltsschilderung entnehme ich, dass Sie noch sehr unter "dem Einfluss der Situation" stehen und sich diesbezüglich viele Gedanken machen.

Ich möchte (und vor allem kann ich es aus rechtlicher Sicht auch) ein wenig zu Ihrer Beruhigung beitragen.

Das Unerlaubte Entfernen vom Unfallort ("Fahrerflucht") nach § 142 StGB setzt zunächst einen Unfall und damit auch einen Schadenseintritt voraus, den man sodann auch bemerkt haben müsste, damit ein Entfernen überhaupt vorwerfbar wäre.

Nach Ihrer Schilderung ist schon fraglich, ob es überhaupt zu einem Kontakt kam. Selbst wenn es dazu gekommen sein sollte, konnten Sie aus dem Verhalten der Radfahrerin nicht erkennen, dass es auch zu einem Schaden in Form eines Schadens am Rad und/oder körperlicher Beschwerden gekommen ist.

Und selbst wenn- nach Ihren Angaben haben Sie keinen Kontakt und keine Schadensverursachung wahrgenommenm, konnten sich also auch nicht in Kenntnis eines Schadenseintritts strafrechtlich vorwerfbar entfernen.

All dies steht einer Strafbarkeit nach § 142 StGB entgegen !

Wenn es bereits eine Anzeige gäbe, würde Ihnen ein selbständiger Besuch bei der Polizei nichts helfen.

Auch taktisch ist davon abzuraten. Denn in Verkehrssachen können Anzeigerstatter oftmals das Nummernschild benennen- recht selten aber auch konkrete Angaben zur Person des Fahrers machen bzw., diesen identifizieren.

Sie sind auch nicht verpflichtet, gegenüber der Polizei anzugeben, dass Sie selbst gefahren sind.

Sollte es hier wider Erwarten zu einer Kontaktaufnahme der Polizei kommen, machen Sie bitte keinerlei Angaben (nochmal: egal wie forsch die Polizei auftreten mag, Sie sind nicht zu Angaben verpflichtet). Erfragen Sie das Aktenzeichen und nehmen Sie anwaltliche Hilfe zwecks Akteneinsicht in Anspruch. So erfahren Sie, was denn überhaupt passiert sein soll und ob man Sie als Fahrerin identifizieren kann.

Abschließend weise ich aber nochmal darauf hin, dass ich davon ausgehe, die letzten Hinweise nur vorsorglich gegeben zu haben.

Aufgrund Ihrer Schilderung und meiner Erfahrung spricht hier zunächst nichts dafür, dass Sie sich strafbar gemacht haben könnten.

Ich hoffe Ihnen auf diesem Weg eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jeromin
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht

Bewertung des Fragestellers 12.05.2014 | 14:17

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