Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Mögliche Scheidung - was kommt finanziell auf mich zu?

17. Februar 2022 10:25 |
Preis: 52,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


14:19

Verheiratet seit: Mai 2018
Beginn Trennungsjahr: Januar 2022
Kinder: 3 (6 Jahre, 2 Jahre, 2 Jahre)

Vermögen bei Heirat, Partner A: 3.500 €
Vermögen bei Heirat, Partner B: 20.000 €

Gehalt, Partner A: 2.150 € netto
Gehalt, Partner B: 450 € netto

Partner B bekommt 2020 ein Grundstück als Schenkung, Wert ca. 32.000 €.

2021 wird auf diesem Grundstück ein gemeinsames Haus gebaut. Kredit für das Haus wurde gemeinsam aufgenommen, es stehen beide Partner im Dahrlehensvertrag.

Im Grundbucheintrag des Grundstückes steht nur Partner B.

Kreditsumme: 320.000 €
Wert des Hauses: 450.000 €

Wie ist die Zugewinnaufteilung?

Die Kinder bleiben bei Partner B.

Wie ist die Unterhaltsforderung?

17. Februar 2022 | 11:46

Antwort

von


(1266)
Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
Web: http://www.ra-raab.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Aufgrund Ihrer Angaben lässt sich weder der Zugewinnausgleich exakt berechnen noch reichen die Angaben aus, um den Kindes- und Trennungsunterhalt mit hinreichender Sicherheit zu ermitteln.


2.

Der Zugewinnausgleich erfolgt dann, wenn auch das Endvermögen feststeht und dem Anfangsvermögen (Datum der Eheschließung) gegenübergestellt werden kann. Der Stichtag für das Endvermögen ist jenes Datum, zu dem der Scheidungsantrag vom Gericht dem Ehegatten zugestellt wird, der die Scheidung nicht bei Gericht eingereicht hat.

Beim Unterhalt kommt auf die durchschnittlichen Einkünfte der letzten zwölf Monate an. Das wäre jetzt also der Zeitraum von Februar 2021 bis einschließlich Januar 2022. Ferner ist natürlich zu berücksichtigen, welche Abzüge vorgenommen werden können. Abzüge können berufsbedingte Aufwendungen (Fahrtkosten), Darlehen, ehebedingte Schulden, Versicherungen für das Hausgrundstück etc. sein. Fehlen diese Angaben, kann eine Unterhaltsberechnung nur summarischen Charakter haben.


3.

Dies vorausgesetzt kann man zum Zugewinn insoweit nichts sagen, als dass bezüglich des Endvermögens keine Zahlen vorliegen.

Vom Grundsatz her ist bei der Berechnung des Zugewinnausgleichs zunächst das Vermögen beider Ehegatten zum Zeitpunkt der Eheschließung festzustellen. Sodann kommt es auf die Ermittlung des Endvermögens an. D.h., zum Zeitpunkt der Zustellung des Scheidungsantrags muss das Endvermögen ebenfalls festgestellt werden. Die Differenz zwischen Anfangs- und Endvermögen ist der Zugewinn. Wer einen höheren Zugewinn erzielt hat, ist dem anderen Ehegatten ausgleichspflichtig.

Partner B, ich gehe davon aus, dass es sich hier um die Ehefrau handelt, hat ein relativ hohes Anfangsvermögen. Sie erhält dann im Wege der Schenkung noch während der Ehe ein Grundstück. Bezüglich der Schenkung kann ich mangels näherer Angaben nicht sagen, ob man dieses Grundstück dem Anfangsvermögen zurechnet oder ob dieses Grundstück in das Endvermögen fällt.

Jedenfalls bestehen hier Informationsdefizite, die es nicht möglich machen, eine Berechnung des Zugewinnausgleichs durchzuführen.

Partner A ist Eigentümer eines Hausgrundstücks, das einen Wert von 450.000 € hat. Hier dürfte, auch abzüglich der Belastungen, davon auszugehen sein, dass das Endvermögen bezüglich Partner A, vermutlich den Ehemann, höher sein dürfte als das Endvermögen der Ehefrau. Die vorliegenden Zahlen sprechen also dafür, dass vermutlich einen Ausgleich von Partner A an Partner B zu zahlen sein wird.

Betrachtet man die Zahlen, die, wie bereits oben gesagt, nicht vollständig sind, dürfte die Ausgleichszahlung verhältnismäßig geringen ausfallen.


4.

Unter Berücksichtigung der Einkünfte mit der Maßgabe, dass auch hier maßgebliche unterhaltsrechtlich relevante Positionen fehlen, ergeben sich folgende Unterhaltszahlungen:

Kind 6 Jahre: 345,50 €

Kind 2 Jahre: 286,50 €

Kind 3, 2 Jahre 283,50 €

Dabei ist berücksichtigt, dass die Eheleute nicht mehr zusammenleben und dass das Kindergeld der Ehefrau, wo die Kinder leben sollen, ausgezahlt wird.

Aufgrund der Höhe des Kindesunterhalts bleibt kein Raum mehr für Trennungsunterhalt.

Allerdings weise ich nochmals darauf hin, dass diese Berechnung nur fragmentarischen Charakter haben kann.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 17. Februar 2022 | 13:57

Nochmal zur kleinen Korrektur.

Das Grundstück hat Partner B erhalten. Im Grundbuch des Grundstücks ist nur Partner B eingetragen.

Das errichtete Haus steht auf dem Grundstück von Partner B. Somit gehört auch dieses Haus laut Grundbuch Partner B. Korriegieren Sie mich bitte, wenn das nicht so ist.

Der Darlehenskredit für das erbaute Haus läuft auf Partner A und Partner B.

Somit sollte der Zugewinn von Partner A sehr gering sein und der Zugewinn von Partner B hoch.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 17. Februar 2022 | 14:19

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Sorry, dass B Eigentümerin des Grundstücks sei, hatte ich fälschlicherweise nicht berücksichtigt.

Aufgrund dieser Sachlage hat B ein hohes Endvermögen erwirtschaftet mit der Folge, dass ggf. B den Zugewinn auszugleichen hat.

Die Lage kann sich dadurch also umgekehrt haben.


2.

Das Hypothekendarlehen ist als Verbindlichkeit auf beiden Seiten beim Endvermögen anzusetzen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

(1266)

Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
Web: http://www.ra-raab.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht (Arbeiter und Angestellte), Erbrecht, Familienrecht, Straßen- und Verkehrsrecht, Miet- und Pachtrecht, Vertragsrecht, allgemein, Kaufrecht, Strafrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 97701 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Wenn das Leben doch immer so klar strukturiert wäre... (Hoffentlich) Eindeutige Frage. Eindeute Beantwortung. Eindeutige Handlungsempfehlung. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich bin zufrieden mit der Antwort. Bei erster Antwort war mit nicht so klar alle Punkte, aber danach kann ich die Antwältin noch weitere Fragen stellen um konkreter zu verstehen. Vielen Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die hilfreiche, klar verständliche, schnelle und freundliche rechtsanwaltliche Beratung. ...
FRAGESTELLER