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Mögliche Anzeige wegen falscher Angabe im Mietvertrag

| 23.07.2021 15:48 |
Preis: 30,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

eine Bekannte von mir hat sich eine Wohnung gemietet. Ich bin als angeblicher leiblicher Onkel und als Bürge aufgetreten und habe drei Monatsmieten Kaution im Voraus bezahlt. Als der Vermieter nach wenigen Tagen feststellte, dass ich als Bürge nicht, - wie im Mietvertrag festgehalten, - ein Onkel der Mieterin bin, hat er dieser fristlos gekündigt. Dies war vor etwa zwei Monaten. Die Wohnung ist mittlerweile wieder vermietet.

Nun möchte ich mich wegen meiner Kaution, bzw. dem Rest derselben, an den Vermieter wenden. Dieser hatte jedoch gegenüber meiner Bekannten geäußert, mich sofort anzuzeigen, wenn ich ihn kontaktieren würde. Abgesehen von dem erfundenen Verwandtschaftsverhältnis waren alle meine Angaben im auch von mir unterschriebenen Mietvertrag richtig (Name, Einkommen, etc.).

V.a. weil ich Beamter bin und eine geplante Falschangabe gemacht habe, fürchte ich eine Anfrage bei dem Vermieter. Was kann mir als Landesbeamter bei einer Anzeige aufgrund meiner bewussten und unterschriebenen Falschangabe in einem Vertrag seitens des Vermieters drohen?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort

23.07.2021 | 20:16

Antwort

von


(324)
Freiheitsweg 23
13407 Berlin
Tel: 03080571275
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ob und wenn ja wie Sie mit der Mieterin verwandt sind, geht den Vermieter nichts an. Hier zu lügen ist keine Straftat.

Wenn der Vermieter mit einer Anzeige für den Fall droht, dass Sie die Kaution zurück haben wollen, erfüllt das jedoch den Tatbestand der (versuchten) Erpressung. Da droht dem Vermieter nach § 253 StGB Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe. Sie sollten den Vermieter anzeigen. Abschließend darf ich noch auf § 154 c StPO hinweisen:

Zitat:
§ 154c Absehen von der Verfolgung des Opfers einer Nötigung oder Erpressung
(1) Ist eine Nötigung oder Erpressung (§§ 240, 253 des Strafgesetzbuches) durch die Drohung begangen worden,
eine Straftat zu offenbaren, so kann die Staatsanwaltschaft von der Verfolgung der Tat, deren Offenbarung
angedroht worden ist, absehen, wenn nicht wegen der Schwere der Tat eine Sühne unerläßlich ist.
(2) Zeigt das Opfer einer Nötigung oder Erpressung oder eines Menschenhandels (§§ 240, 253, 232 des
Strafgesetzbuches) diese Straftat an (§ 158) und wird hierdurch bedingt ein vom Opfer begangenes Vergehen bekannt, so kann die Staatsanwaltschaft von der Verfolgung des Vergehens absehen, wenn nicht wegen der
Schwere der Tat eine Sühne unerlässlich ist.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Bernhard Müller

Bewertung des Fragestellers 26.07.2021 | 06:50

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ANTWORT VON

(324)

Freiheitsweg 23
13407 Berlin
Tel: 03080571275
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