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Möchte fristlos kündigen und woanders anfangen

11.06.2014 12:04 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler


Zusammenfassung: Auch ein Arbeitnehmer kann einen Arbeitsvertrag fristlos kündigen, hierbei gibt es aber genau wie bei einer Kündigung durch den Arbeitgeber hohe Anforderungen. In der Regel muss vorher abgemahnt werden. Bei einer unwirksamen Kündigung macht der Arbeitnehmer sich schadenersatzpflichtig

Sehr geehrter Anwalt,

zur zeit bin ich schon über mehrere Wochen krankgeschrieben und die belastungen bei diesem AG werden auch noch dazu führen, dass die KRankheit andauert, solange ich dort bin. Dort zu sein macht mich krank. mein Vertrag ist befristet und läuft in zwei Monaten aus. Nun hätte ich jetzt schon die Möglichkeit woanders anzufangen und ich merke, dass alleine durch den Gedanken woanders zu arbeiten meine Erkrankung besser wird. Einen Aufhebungsvertrag hat der Arbeitgeber mündlich nicht zugestimmt, bzw. ganz nah ans Ende des befristete Ende gelegt. Zudem hat er mir ein Schreiben zukommen lassen, indem er mich auffordert meine arbeitsleistung zu erbringen. Zudem wolle er aber meinen Vertrag nicht verlängern. Eine ordentliche Kündigung wäre möglich, aber würde für meinen neuen Arbeitgeber zu lange dauern.
Nun meine Fragen: wie sehen die schritte einer fristlose kündigung durch mich aus? Und was hätte ich schlimmstenfalls zu befürchten, wenn diese fristlose Kündigung unwirksam wäre?

Mit freundlichen Grüssen

Sehr geehrter Fragestellerin,

Sie sollten in jedem Fall auch fristgemäß kündigen, was Ihr Arbeitsvertrag ja offenbar erlaubt, um so die Frist bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses abzukürzen.

Ob Sie daneben rechtmäßig fristlos kündigen können, hängt von der Art Ihrer Erkrankung ab. Wenn es keine Stelle bei Ihrem alten Arbeitgeber gibt, die Sie ohne Gefährdung Ihrer Gesundheit ausüben können, und dies auch auf dauerhafte Sicht, wäre dies möglich. Dies müsste letztlich in einem Prozess mittels eines Sachverständigengutachtens geklärt werden. Letztlich wird dies nur in Extremfällen denkbar sein. Eventuell ist auch eine Abmahnung erforderlich, wenn die Erkrankung auf bestimmte zugewiesene Arbeiten, etwas schweres Heben, zurück zu führen ist, und Ihr Arbeitgeber Ihnen eine andere Aufgabe zuweisen könnte.

Wenn die Kündigung unwirksam ist, Sie aber gleichwohl bei dem neuen Arbeitgeber anfangen, machen Sie sich schadenersatzpflichtig. Ihr alter Arbeitgeber dürfte es aber schwer haben, z.B. einen Auftragsverlust wegen Wegfall Ihrer Arbeitskraft zu argumentieren, da er auf diese ja wohl schon eine Weile verzichten und sich anderweitig Ersatz beschafft haben muss. Soweit in Ihrem Arbeitsvertrag aber z.B. eine Vertragsstrafe für die vorzeitige Beendigung vereinbart wurde und diese Klausel nach einer AGB-Kontrolle wirksam ist, könnte diese seitens Ihres Arbeitgebers verlangt werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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