Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Modulanerkennung nach nicht bestandenen Erstversuch

| 18.04.2017 16:35 |
Preis: ***,00 € |

Schule, Hochschule, Prüfungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Kein Verlust der Anerkennung eines bereits bestandenen Prüfungsmoduls durch wiederholtes Mitschreiben und erstmaligem Nichtbestehen

Guten Tag,

ich habe nach meiner Exmatrikulation an einer Hochschule ein Studium an einer anderen Hochschule (anderer Studiengang, doch einige Module sind gleich) begonnen.

Ich habe mir bisher nichts aus dem vorherigen Studium anrechnen lassen.
Jetzt habe ich jedoch ein vergleichbares Modul nicht bestanden, im Erstversuch. (Also Modul A habe ich im alten Studium bestanden. Modul A an der jetzigen Hochschule jedoch nicht).

Dies möchte ich jetzt anerkennen lassen und meine Frage ist:
Unter Annahme das Modul ist vergleichbar, habe ich immer noch den Rechtsanspruch auf Anerkennung? Oder ist dies durch mein Mitschreiben (mit dem Ergebnis nicht bestanden) verloren gegangen? Wo ist dies geregelt? (Mein Ziel ist natürlich, sofern das Recht es hergibt, mein Anspruch zu begründen.)

Auszug aus der Prüfungsordnung:

"Anerkennung von Modulen

(1) Module, die in anderen Studiengängen erbracht wurden, sind anzuerkennen, sofern keine wesentlichen Unterschiede hinsichtlich der erworbenen Kompetenzen bestehen. Module in anderen Studiengängen der Hochschule ***** mit der gleichen Modulbezeichnung werden ohne Prüfung anerkannt.

(4) Bei Vorliegen der Voraussetzungen des Abs. 1 besteht ein Rechtsanspruch auf Anerkennung. Über die Anerkennung entscheidet der Prüfungsausschuss. Werden einzelne Nachweise über Prüfungsleistungen vorgelegt, entscheidet er im Benehmen mit der jeweiligen
Professorin oder dem jeweiligen Professor. Die oder der Studierende hat die für die Anrechnung erforderlichen Unterlagen vorzulegen."

Letztlich weiß ich das die Entscheidung beim Prüfungsamt liegt.
Jedoch möchte ich vor dem Antrag bereits wissen, ob ich mich im Falle einer ablehnenden Haltung damit zufrieden geben muss oder gegen eine Ablehnung argumentieren kann.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Im Rahmen einer ersten Einschätzung meine ich, dass Sie grundsätzlich nicht den Anspruch auf Anerkennung des bereits bestandenen Moduls A verloren haben, da Sie ja eben diese Prüfungsleistung erfolgreich erbracht haben, auch wenn Sie das noch mal geschrieben haben.

Natürlich entscheidet darüber der Prüfungsausschuss im Benehmen mit dem jeweiligen Professor oder der jeweiligen Professorin, aber es besteht bei Vorliegen der Voraussetzungen des Absatzes 1 in der betreffenden Vorschrift – Anerkennung von Modulen – ein fester, also gebundener Anspruch auf Anerkennung, ohne das jetzt hier noch dem Prüfungsausschuss oder dem jeweiligen Professor Ermessen eingeräumt wäre.

Auch ist insbesondere keine Frist für die Anerkennung vorgesehen, wobei das natürlich regelmäßig am Anfang des neuen Studiums geklärt werden dürfte, es aber ebenfalls denkbar ist, dass dieses auch im Nachhinein erfolgen kann. Eine Frist würde auch Ihren Rechtsschutz unzumutbar verkürzen. Daher halte ich es für sehr gut argumentierbar, dass Sie jetzt noch die Anerkennung vornehmen können, zumal Sie Ihren Anspruch dahingehend nicht durch das bloße Mitschreiben des Moduls A verloren haben.
Es spricht auch wenig dafür, dass Sie zwar in irriger Annahme gehandelt haben oder es fahrlässig unterlassen haben, es vorher geltend zu machen und dieses deshalb nicht mehr im Nachhinein tun dürfen. Das wiegt aber nach meiner Meinung nicht derart schwer, dass es von vornherein ausscheidet.

So kann man zudem die betreffende Norm in der Prüfungsordnung nicht deuten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 18.04.2017 | 17:35

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"sehr zufrieden."
FRAGESTELLER 18.04.2017 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70760 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Auf den Punkt kommend deutlich erklärt. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
bin zufrieden ...
FRAGESTELLER