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Modernisieren und Geschwister auszahlen


07.11.2007 12:58 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,
mein Lebensgefährte und ich leben auf Miete in dem 2 Parteien Haus seiner Mutter. Der Vater ist bereits verstorben und im Testament hinterlegt, wenn die Mutter stirbt,das beide Söhne zu gleichen Anteilen erben. Da wir dann das Haus übernehmen würden müssten wir den Bruder auszahlen.Es stellt sich der Sachverhalt
das die Mutter Wohnrecht haben wird und wir die Mutter pflegen würden, was aber bis dato noch nicht schriftlich festgelegt wurde
Wir erledigen jetzt bereits schon die Arbeiten um´s Haus und fahren die Mutter auch einkaufen.
Unsere Fragen sind wie folgt:

- durch einen Umbau im Wert von ca. 60 TE in unserer Mietswohnung, wird der Wert des Hauses gesteigert und wir möchten nicht die Baukosten und den hierdurch entstandenen höheren Wertanteil an den Bruder auszahlen. Was für Möglichkeiten gibt es hier?
- ist es Sinnvoll unsere Wohnung der Mutter abzukaufen und als Eigentumswohnung zu modernisieren?

- Wir pflegen die Mutter einmal, kann das auch mit berücksichtigt werden?

Es soll für beide Söhne eine faire Lösung geben.Keiner bervor/benachteilt werden
07.11.2007 | 14:03

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

1. Zunächst müssten Sie bitte im Testament nachsehen und herausfinden, ob die Eltern Ihres Freundes ein gemeinschaftliches Testament erstellt haben (oftmals als Berliner Testament bezeichnet). Wenn das der Fall ist, kann es sein, dass die Mutter selbst keine abweichende testamentarische Regelung treffen kann.
2. Unterstellt man, dass nach dem Ableben der Mutter beide Sohne zu gleichen Teilen erben, stellt sich die Situation wie folgt dar: wenn Sie Geld in das Haus der Mutter investieren, kommt die Wertsteigerung auch dem zweiten Sohn zugute, weil das Haus insgesamt in den Nachlass fällt und es in einem Verfahren jedenfalls schwierig sein wird, nachzuweisen, dass die Renovierung alleine von Ihnen bezahlt wurde und Sie dafür keine „Entlastung“ z.B. Mietminderung erhalten haben.
3. Wenn Sie in das Haus investieren wollen, sollten Sie Ihre Wohnung vorher zu einem angemessenen Kaufpreis auslösen. Der Kaufpreis fließt dann in die Erbmasse. Denkbar ist auch, dass Sie die Wohnung geschenkt bekommen und der Bruder zum Ausgleich einen gleichwertigen Geldbetrag. Für diesen Fall muss dann auch kein Wohnrecht für die Mutter eingetragen werden, weil sie nach wie vor Eigentum an der Zweitwohnung im Haus hat.
4. Eine Pflegeleistung kann zugunsten des pflegenden Bruders angerechnet werden, indem ihm z.B. beim Kaufpreis der Wohnung ein Nachlass gewährt wird. Das sollte jedoch mit allen Parteien besprochen und vertraglich fixiert werden, damit der 2te Bruder danach keine weiteren Ansprüche stellt. Diese Möglichkeit besteht darüber hinaus nur, wenn die Mutter überhaupt noch testieren kann.


Sie müssten also zunächst prüfen lassen, wie die erbrechtliche Lage nach dem Tod des Vaters aussieht. Kann die Mutter testamentarisch nichts mehr ändern, muss der Bruder bei jeder Art der Übertragung beachtet werden. Kann die Mutter dagegen selbst nochmals per Testament verfügen, könnte sie z.B. das Haus nur dem einen Sohn vererben oder verschenken und sich als Gegenleistung lebenslanges Wohnrecht und Pflege sichern lassen. Das ist durch einen Vertrag jederzeit möglich.
Für Sie stehen noch andere Fragen im Raum. Da Sie nicht mit dem Sohn verheiratet sind, sollten Sie das entweder nachholen, oder jedoch eine Regelung treffen, ob Sie ebenfalls als Miteigentümerin an der Wohnung geführt werden oder einen Ausgleich für die Investitionen erhalten, die Sie tätigen.



Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen. Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

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Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:
Meine Auskunft umfasst die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind.
Insbesondere bezieht sich meine Auskunft nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Auch einige Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht geklärt werden. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


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