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Moderationshonorar: Können Reisekosten einfach abgezogen werden?

08.07.2014 21:47 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Hallo, ich moderiere eine Veranstaltung in Deutschland zu einem mündlich vereinbarten Honorar, von Seiten der Veranstalterfirma wurde nie ein Vertrag ausgestellt. Ich bin selbständig und habe eine GmbH. Diese Veranstaltung moderiere ich nun schon das 6.Mal in Folge und es gibt Videoaufnahmen, Prospeckte etc. Die Reisekosten wurden bisher immer extra und in unterschiedlicher Höhe abgerechnet. Autoverleih- oder Flugkosten, je nachdem wie weit der Veranstaltungsort entfernt war. Übernachtung wurde immer fûr die gesamten Mitarbeiter von der Veranstalterfirma organisiert.

Vor einer Woche fand wieder eine Veranstaltung statt, die ich ordnungsgemäss moderiert habe, aber ich konnte den Flug, der für mich gebucht war und der mich zum Veranstaltungsort hinbringen sollte, nicht rechtzeitig wahrnehmen, sondern dieser musste zu 460euro umgebucht werden.

Das wäre auch nicht weiter aufsehenserregend gewesen, wenn ich nicht wie gewohnt meine Rechnung über das Moderationshonorar gestellt hätte und als Antwort bekam, das ich diese neu schreiben müsste, die Veranstaltungsfirma würde die zusätzlich neu entstandenen Reisekosten, die durch das Umbuchen des Fluges anfielen, von meinem Honorar abziehen !
Das ursprüngliche FlugTicket wurde bereits Monate im vorraus gebucht, zu nicht umbuchbaren Konditionen, da es besonders billig sein sollte, das wuste ich nicht. Die neuen Flugkosten hätten sicherlich vermieden werden können, wenn das Ticket von Anfang an umbuchbar gewesen wäre.
Wie soll ich mit dieser Situation umgehen? Ich sehe keinen Zusammenhang mit meinem voll erfüllten Moderationsjob und den Reisekosten, die nun auf mich abgwälzt werden sollen. Ich habe im Vorfeld alles getan, damit ich trotzdem die Moderation wie vereinbart wahrnehmen kann. Und das es mal Probleme beim Reisen gibt, kann vorkommen, ich habe nicht zum Vergnügen den Flug umbuchen lassen. Was mich aber am meisten ärgert ist, das es weder eine Vereinbarung, noch einen vorherigen Hinweis oder sonstige Ankündigung auf Kürzung meines vereinbarten Honorares seitens der Veranstalterfirma gab. Die Überraschung kam erst als ich die Rechnung über mein Honoar wie üblich gestellt hatte.

Muss ich die zusätzlich angefallenen Reisekosten die nun vom Honorar abgezogen werden sollen akzeptieren? oder anders gefragt, wie kann diese Situation gelöst werden?

Mit freundlichen Grüssen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben einen Dienstvertrag mit dem Veranstalter geschlossen.

Das Gesetz regelt nicht ausdrücklich, ob und wenn ja in welcher Höhe Reisekosten, also Aufwendungen zu erstatten sind. Bei Ihnen ist von einer konkludenten Vereinbarung auszugehen, weil man schon 6 mal zusammen gearbeitet hat.
Wenn ich Sie richtig verstehe, dann ist die Buchung der Flüge und die sonstige Reiseorganisation durch Ihren Auftraggeber organisiert worden.

Damit besteht grundsätzlich die Abrede, dass die Reisekosten der Veranstalter trägt. Es kommt jetzt für die Frage der Haftung aus dem Vertragsverhältnis darauf an, warum Sie den ursprünglichen Flug verpasst haben. Es kommt darauf an, ob Sie ein Verschulden trifft. Wenn das Verpassen unvermeidbar war muss Ihr Auftraggeber die Mehrkosten tragen.

Auch ansonsten gilt aber, dass der ursprüngliche Flug mit Ihnen hätte abgestimmt werden müssen. Ihr Auftraggeber konnte ja nicht im Vorfeld wissen, ob Sie die Flugzeit einhalten können.

Im Ergebnis bin ich der Auffassung, dass man Ihnen nicht wird vorhalten können, hier schuldhaft einen Schaden oder Mehrkosten verursacht zu haben. Ich halte die Aufforderung Ihre Rechnung zu ändern für nicht rechtmäßig.

Sie sollten auf voller Bezahlung bestehen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeits- und Familienrecht


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